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Die Junioren des FC Horw haben nicht nur Fussball im Kopf

Trotz der Hitze trainieren die FC-Horw-Junioren täglich in ihrem Lager in Schüpfheim. Neben dem Fussballspielen ist auch die Lagerolympiade wichtig – und das «Lagermami».
Luca Merlo
Mit voller Motivation: Die Junioren des FC Horw geben beim Training trotz der Hitze richtig Gas. (Bild: Pius Amrein, Schüpfheim 2. August 2018)

Mit voller Motivation: Die Junioren des FC Horw geben beim Training trotz der Hitze richtig Gas. (Bild: Pius Amrein, Schüpfheim 2. August 2018)

Es ist drückend heiss an diesem Vormittag in Schüpfheim. Doch auf dem Fussballplatz Moosmättli herrscht reger Betrieb. Die mehr als zwei Dutzend Junioren und sechs Trainerinnen und Trainer des FC Horw absolvieren ihr Morgentraining. Knappe Anweisungen werden über den Fussballplatz gerufen: «Ablegge!», «Guete Pass, Sandro!», «Mer hed au no en lingge Fuess!».

So und ähnlich tönt es vom Spielfeldrand. «Aufgrund der Hitze müssen wir das Programm schon ein bisschen anpassen, aber es gibt trotzdem jeden Tag zwei Trainings», erklärt Lagerleiter Leandro Bezzola (22), der selbst in der 1. Mannschaft des FC Horw kickt und bereits als Sechsjähriger an den Lagern des Clubs teilnahm. Mit einem Schmunzeln fügt er an: «Dafür sind die Junioren am Abend auch richtig müde, wenn sie ins Bett müssen.» Dann wird die ganze Mannschaft zusammengetrommelt. Im Schatten der Tribüne gibt es eine Pause. Die von unserer Zeitung mitgebrachten Ramseier-Apfelschorle und Nussschnecken von der Confiserie Bachmann sind eine willkommene Stärkung.

«Die Jungs sind cool, nervig und langweilig»

Doch es dreht sich nicht alles nur um das runde Leder beim FC Horw. Am Nachmittag dürfen sich die Kinder jeweils in der Badi Schüpfheim abkühlen, die direkt neben dem Lagerhaus liegt. Und nach dem Znacht steht die Lagerolympiade an: Jeden Abend müssen die Junioren in einer Gruppe verschiedene Aufgaben lösen, wie zum Beispiel mit dem Mund Gummibärli aus einer Mehlschüssel fischen. Das Rahmenprogramm kommt bei den rund 40 Kindern gut an. «Mir gefällt die Olympiade fast am besten», sagt Emily (7), eines der drei Mädchen unter den Teilnehmern. Und über die vielen Jungs um sie herum meint sie: «Sie sind cool, aber manchmal auch ein bisschen nervig und langweilig. Die ganze Zeit reden sie über Fussball und andere blöde Sachen.»

Ihre Teamkollegen müssen lachen. Zu ihnen gehört auch der achtjährige Luca, für den der Höhepunkt neben dem Fussball der Pingpongtisch im Lagerhaus ist. Dieser wurde an diesem Morgen anscheinend bereits um 6 Uhr in Betrieb genommen. Luca hat auch ein grosses Vorbild, wie er verrät: «Mbappé finde ich super. Vor allem, weil er so schnell ist, wie ich auch.» Die Junioren nehmen den letzten Schluck, dann wird wieder gesprintet, gegrätscht und gedribbelt.

An der Olympiade gibt’s neue Fussballschuhe zu gewinnen

Die Lagerteilnehmer sind zwischen 6 und 14 Jahren und spielen für verschiedene Juniorenauswahlen des FC Horw. «Hier im Lager werden diese für die Trainings auch ein bisschen durchmischt», sagt Bezzola. Neben den Trainerinnen und Trainern, die bei der Damenmannschaft, im A-Team oder bei den Veteranen spielen, besteht das Leiterteam noch aus vier Helfern in der Küche und einem «Lagermami». Letztere ist insbesondere für die Kleinsten wichtig, wie Bezzola erzählt: «Sie ist für alle ‹Bobos› zuständig. Und für die Notfälle hat sie auch Heimwehtabletten dabei, die sich bis jetzt gut bewährt haben.»

Ein weiterer Höhepunkt des einwöchigen Lagers ist für heute Freitag geplant, wenn die gesamte A-Mannschaft nach Schüpfheim kommt. Die muss dann selbstverständlich auch an den Stafetten- und Krückenläufen der Lagerolympiade teilnehmen. Das Gewinnerteam darf sich schlussendlich als erstes etwas von den Sponsorengeschenken aussuchen. Darunter finden sich auch nigelnagelneue Fussballschuhe. «Auf diese sind natürlich alle besonders scharf», so Bezzola. Motivation genug also, auch neben dem Platz Vollgas zu geben.
Luca Merlo lagerdraht@lzmedien.ch

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