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Interview

Rückblende mit Ruderer Michael Schmid: «Wir lernten, wie wir unseren inexistenten Bart rasieren»

Der Ruderer Michael Schmid hat über hundert Lager besucht. Ihm sind vor allem jene wenigen in Erinnerung geblieben, die sich nicht um den Leistungssport drehten.
Interview: Simon Mathis
Michael Schmid damals und heute. (Bilder: PD)

Michael Schmid damals und heute. (Bilder: PD)

An welches Lager erinnern Sie sich besonders gerne zurück?

Michael Schmid: Gar nicht so eine einfache Frage – ich war schon in über hundert Lagern. Etwa 95 Prozent waren allerdings Ruder-Trainingslager oder andere Sportlager, welche ich in meiner bisherigen Sportkarriere besucht habe. Meine zwei Lager mit der Pfadi St. Michael, vor meiner Leistungssport-Karriere, heben sich rein von den Aktivitäten her allerdings etwas von den restlichen Lagern ab und blieben mir wohl auch deshalb in schöner Erinnerung. Vor allem jenes im Sommer 2000 in Turbach, in der Nähe von Gstaad.

Welches Ereignis in Turbach wird für Sie unvergesslich bleiben?

Während des Lagers gab es mitten im Sommer einen kurzen Kälteeinbruch und wir wurden an einem Morgen von schneebedeckten Wiesen und Zeltdächern überrascht.

Und was würden Sie lieber vergessen?

Ich bin beim Aufstellen auf einen Nagel getreten, welcher sich durch die Schuhe in meinen Fuss gebohrt hat. Glücklicherweise war ich vorgängig schon ausreichend geimpft und die Wunde ist schnell verheilt. Zudem war ich kein Freund des Aufstehens mitten in der Nacht, zum Beispiel für die Nachtwache.

Welche Rolle spielten Sie während des Lagers?

Es war mein erstes Sola als Pfader und dementsprechend war ich eher zurückhaltend und froh, dass mein Venner gut auf mich geschaut hat. Wir haben denn auch viele wichtige und unwichtige Sachen von ihm gelernt, wie zum Beispiel das Rasieren unseres inexistenten Bartes.

Haben Sie Ihre Eltern vermisst?

Ich war stolz, dass ich alleine mit den grossen Pfadern ins Lager durfte und habe in den ersten Tagen definitiv kein Heimweh gehabt. Als es dann mitten im Lager geschneit hat, war ich dann aber sehr froh, dass bald der Besuchstag kam und meine Eltern mir wärmere Kleider mitgebracht haben. Abgesehen von diesem Tag und einer Postkarte gab es eigentlich keinen Kontakt zu den Eltern.

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