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LUZERN: Fasnacht überall: Senioren – Studenten – Hochzeiter

Die Luzerner Fasnacht im Casineum, im Musikrestaurant Stadtkeller sowie weiteren Fasnachtsanlässen in der Übersicht.
«Goldig Grend»-Gewinner ist die Gruppe Schlittelrennen, hier mit Bernhard Matter, Präsident der Maskenliebhaber-Gesellschaft (MLG). (Bild: Claudia Surek)

«Goldig Grend»-Gewinner ist die Gruppe Schlittelrennen, hier mit Bernhard Matter, Präsident der Maskenliebhaber-Gesellschaft (MLG). (Bild: Claudia Surek)

Senioren im Casineum

300 Frauen und Männer über 60 Jahre jung zählte die Seniorenfasnacht im Grand Casineum Luzern. Darüber freute sich ganz besonders alt Wey-Zunftmeister Rolf Keller, der diesen Anlass bereits zum 15. Mal im Auftrag des Lozärner Fasnachtskomitees (LKF) organisierte. Unterstützung erhielt er heuer im OK durch den ebenfalls ehemaligen Wey-Zunftmeister Heinz Sperl und den Safran-Zünftler Simon Baumgartner.
Besonders umgarnt von einigen fasnachtsfröhlichen Frauen und Männern wurden die Jury-Mitglieder Erwin Achermann und Bruno Spörri. Doch die beiden liessen sich nicht bestechen, kürten bei den Gruppen die Valentin- und Garten-Zwerge als Sieger.

Agatha Föcker, Helen Haas, Sonja Senn und Rolf Haas an der Seniorenfasnacht im Stadtkeller. (Bild: Claudia Surek)
Echte traditionelle Kleidung aus Taiwan (Bild: Claudia Surek)
Hochzeit auf Schloss Meggenhorn (Bild: Claudia Surek)
Brigitte Kiener und Jörg Krähenbühl (Bild: Claudia Surek)
Marianne Alessandri, Magrith Schubiger und Heidi Fries. (Bild: Claudia Surek)
Heinz Sperl, Simon Baumgartner und Rolf Keller (Bild: Claudia Surek)
Regina Jufer und Helene Steudler (Bild: Claudia Surek)
Marlise und Erica Schmid (Bild: Claudia Surek)
Schneekönigin Jeanette Bloch (Bild: Claudia Surek)
Beni Lanquetin Boog und René Boog. (Bild: Claudia Surek)
Brigitte Gentili, Martha Wicki, Rita Lohri, Liselotte Suppiger und Brigitte Hofstetter (Bild: Claudia Surek)
Kurt Erne und Arlette Pfeiffer. (Bild: Claudia Surek)
Tess Henn, Sriparna Saha und Lars Petter Sulkkan. (Bild: Claudia Surek)
13 Bilder

Rüüdiger Samstag

Hinter diesem Quartett steckten die ehemalige Präsidentin des Grossen Stadtrates und heutige Präsidentin des Vereins für die Erhaltung der Museggmauer Helen Haas und ihr Gatte Rolf Haas sowie Agatha Föcker und Sonja Senn aus Luzern. Regina Jufer aus Kriens und Helene Steudler aus Luzern gewannen als Clowns den zweiten und die «Quakis» alias Marlise Schmid aus Wangen bei Olten sowie Erica Schmied aus Solothurn den dritten Preis bei den Gruppen. Die ursprünglich Luzernerin Marlise Schmid outete sich als Näherin von Fasnachtskleidern unter anderem für die Guuggenmusig Noggeler.

Bei den Einzelmasken ging die «Serviceangestellte» Adele Greco aus Luzern als Siegerin hervor. Für Schmunzeln sorgte die zweitplatzierte «Engländerin» Brigitte Kiener aus Luzern. Sie suchte mit einem Stadtplan das Hotel Château Gütsch, wo sie ein Zimmer reserviert hatte. Doch keiner konnte ihr helfen. «Ich erhielt bei einem Wey-Zünftler Unterkunft», verriet Kiener. Dieser entpuppte sich als Jörg Krähenbühl, Präsident des Grossen Stadtrates, der ihr auch den Preis übergab. Als Schneekönigin ging zudem Jeanette Bloch aus Weggis auf dem dritten Platz hervor.

Den Karneval aus dem holländischen Maastricht trug im wahrsten Sinne des Wortes Willy Gerig aus Luzern auf dem Kopf. Kreiert hatte den schmucken Hut seine Begleiterin Yvonne Van Uden, eine gebürtige Holländerin, die heute in Luzern lebt. «Stricken ist wieder modern», propagierten die drei Luzernerinnen Marianne Alessandri, Margrith Schubiger und Heidi Fries.

«Saloon Lozärn» und «Wirtschafts-Uni»

Das Fasnachtsmotto im Luzerner Musikrestaurant Stadtkeller lautete «Saloon Lozärn». Dazu passend erschien am 9. Chöbu-Samschtig, organisiert von der Guuggenmusig Pilatusgeister, Beppo Bretsch aus Weggis in der Südstaatenuniform. Diese trug er als Mitglied der Weggiser Guuggenmusig Eglichutzler schon 2006. 38 Jahre wirkte Bretsch in dieser mit. «Anno 2016, wenn die Eglichutzler zum 50. Geburtstag ihre CD veröffentlichen, werde ich Taufpate sein», bekannte er noch.

Als purer Zufall betrachteten Rolf Amrein und Michael Gisi aus Luzern ihr erstmaliges Erscheinen am Chöbu-Samschtig als Cowboys. Mitten in der Gästeschar fielen drei Personen in traditioneller Kleidung aus Taiwan auf. Sie waren nicht Touristen, sondern gebürtige Asiaten, die hier in der Schweiz leben.

Die Auftritte der Klein- und Grossformationen am Chöbu-Samschtig waren einmal mehr ein Augen- und Ohrenschmaus. Sofort Hei! eröffneten den Abend, Willy Tell, die Tambourengruppe Rädäpläm aus Kriens, die Pilatusgeister und Die Entertainer liessen es gehörig kochen.

Student Willi sammelte Geld

Wer Lust zum Studieren hatte, fand sein Plätzchen in der Wirtschafts-Uni (ausserhalb der Fasnachtszeit auch als Restaurant Lapin bekannt). Die Speisekarte enthielt alles, was Geistesblitze von Möchtegern-Studenten, Fachlehrer, Professoren und Hochschulabsolventen entzünden konnte: so beispielsweise eine Dissertation vom Schweinsfilet.

Ein echter einstiger Student war unter den Gästen in der Person von Erich Schibli aus Sursee auszumachen. Als Mitglied der Studentenverbindung Semper Fidelis trug er einen Original-Flaus (Jacke) und eine Cerevis (Mütze).

«Ich will studieren», tat hingegen Willi (Ferdinand Zehnder)kund, der mit zerlöchertem Pulli, zerfetzten Hosen und abgetragenen Schuhen Geld bei den Gästen erbettelte. Ein paar Fränkli und teilvergoldete Pins (diese müssen ihm wohl Damen spendiert haben) waren die Ausbeute. «Das reicht für die Mensa oder die ersten paar Kopien», konstatierte er. Willi war übrigens umringt von Studenten sowie Lehrerinnen und Lehrern, wie etwa «Diitscher» Michele Püntener, die Diologie in einer der Hörsäle unterrichtete.

Ältere Fasnächtler begeistert

«Super, dass es einen solchen Anlass gibt» und «Wir sind schon lange nicht mehr an einem solchen Event gewesen», äusserten begeistert Brigitte Gentili aus Châtel-St-Denis, Martha Wicki, Rita Lohri, Liselotte Suppiger und Brigitte Hofstetter aus Luzern. Sie gehörten zu den 350 Gästen am «Tattüü», das Kurt Erne zum zweiten Mal organisiert hatte.

«Ohne Arlette Pfeiffer hätte ich das nicht machen können», meinte er und verwies auf die Operations Managerin des César Ritz Colleges Switzerland im ehemaligen «Hotel Union», wo der fasnächtliche Anlass stattfand. Diesen bezeichnete Pfeiffer als «sehr gut organisiert» und fügte an: «Für unsere Studenten ist das ein Learning Outcomes.» Die angehenden Köche Tess Henn, Sriparna Saha und Lars Petter Sulkkan von der Culinary Arts Academy (gehört dem César Ritz an), liessen sich sogar zu einem Tänzchen hinreissen.

Fasnächtlich geheiratet

Beni Lanquetin Boog und René Boog aus Adligenswil sind eingefleischte Fasnächtler, hatten sich für eine ganze Woche ein Zimmer im Hotel Waldstätterhof reserviert und waren auch begeistert vom «Tattüü». «Mausi hat ihren Mäuserich gefunden», bekundeten Marco Wyss und Andrea Meerkämper und verrieten beiläufig: «Wir haben fasnächtlich geheiratet.» Die befreundeten Ehepaare Renata und Albin Johann aus Luzern, Magy und Res Mühlebach aus Kriens, Ruth und Gery Sigrist aus Kägiswil sowie Helene und Walter Gnos aus Luzern waren die ersten Gäste, die um 18.05 Uhr am «Tattüü» eintrafen – und zugleich die letzten, die lange nach Mitternacht nach Hause gingen. Sie lobten unter anderem auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

«Goldig Grend» an Botox-Susi und Schlittler

Am Montagabend durften Fasnächtlerinnen und Fasnächtler sich von der schönsten, kreativsten, ausdrucksvollsten und lieblichsten Seite im Hotel Schweizerhof zeigen. Die Maskenliebhabergesellschaft der Stadt Luzern (MLG) unter der Ägide von Daniel Schlegel hatte erneut zur Masken-Reunion «Goldig Grend» geladen. Um Mitternacht wurden je sechs Preise an Einzel- und Gruppenmasken übergeben: 1. Botox-Susi; 2. Mario Marroni; 3. K.-o.-Tropfen; 4. Swissness; 5. Stadtfuchs und 6. Modellpilot. Bei den Gruppen: 1. Schlittenrennen; 2. Hochzeit auf Schloss Meggenhorn; 3. Massai-Krieger; 4. Sässeli-Furzer; 5. FasnächtlAIR und 6. Schuhputzer. Der Fasnachts-Oscar «Goldig Grend» ging jeweils an die Erstplatzierten.

Bild: Bruno Gisi
Bild: Bruno Gisi
Bild: Bruno Gisi
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Bild: Bruno Gisi
Das Team «Schlittelrennen» ist der Gewinner des goldigen Grend. (Bild: Claudia Surek)
«Botox-Susi», hier mit LFK-Präsident Stefan Furrer (Bild: Claudia Surek)
Grend Guggerzytli von Antoinette Dünner (Bild: Claudia Surek)
Grend Massai Krieger (Bild: Claudia Surek)
«Sässeli-Furzer» mit MLG-Weibel Toni Kunz (Bild: Claudia Surek)
Antoinette Dünner (Bild: Claudia Surek)
FasnächtlAIR (Bild: Claudia Surek)
KO-Tropfe (Bild: Claudia Surek)
Mauro Marroni (Bild: Claudia Surek)
Schuhputzer (Bild: Claudia Surek)
Stadtfuchs (Bild: Claudia Surek)
30 Bilder

Goldig Grend der Maskenliebhabergesellschaft der Stadt Luzern

Glück im Unglück

Antoinette Dünner aus Meierskappel ist eine regelmässige Teilnehmerin und Gewinnerin am «Goldig Grend». Wenige Stunden vor der Preisverleihung stürzte sie unglücklich und verletzte sich am Ellbogen. Mit Schiene erschien sie zur Preisvergabe, konnte aber ihr Guuggerzytli zum Motto «Swissness» nicht mehr tragen, freute sich trotzdem über den vierten Preis.

Ebenfalls gewonnen haben die Pins mit den Nummern: 260, 776, 423, 856, 463 und 651. Informationen zum Abholen der Preise: www.goldig-grend.ch

Alles weitere zur Fasnacht auf www.luzernerzeitung.ch/fasnacht

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