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Nach dem «O sole mio» folgte eine lautstarke Niederkunft

Die Fasnachtsgewaltigen und «Knallfrosch»-Verantwortlichen verfolgten den Andruck in der Druckerei in Adligenswil.

Die Fasnachtsgewaltigen und «Knallfrosch»-Verantwortlichen verfolgten den Andruck in der Druckerei in Adligenswil.

Die Niederkunft des «Knallfrosch» – des Fasnachtsmaga- zins der Wey-Zunft – ist immer ein Spektakel. Dazu wird der Platz vor der Luzerner Kantonalbank und dem LZ Corner schon einige Tage vor der Fasnacht zu einem Hotspot für alle Fasnachtsgewaltigen. So fanden sich vergangenen ­Donnerstag mit Jörg Krähenbühl (Zunftmeister Wey-Zunft), Fredi Meier (Zunftmeister Zunft zu Safran und Fritschivater), Linus Gähwiler (Präsident der Maskenliebhaber-Gesellschaft), Erwin Kretz (Dominus der Gesellschaft Fidelitas Lucernensis) und Marcel Manetsch (Präsident des Lozärner Fasnachtskomitees LFK) die aktuellen Top-5-Honoritäten samt Weibel und Gefolge ein. Zugegen waren zudem Delegationen von befreundeten Zünften, Sponsoren, Inserenten und Fasnächtlern, die sich diesen traditionellen Event unter illustren Gästen, bei Bier und Wienerli, nicht entgehen lassen wollten.

«Da gibt’s keinen Leidensdruck»

Bruno Spörri, alt Zunftmeister der Wey-Zunft, bat die Würdenträger auf den prominent platzierten Wagen und lud zum Interview. Zu Linus Gähwiler meinte er, über ihn fände sich fast nichts im Internet, ob er denn keinen CV habe. Dafür wusste Spörri über Fredi Meier, dass dieser vor 13 Jahren schon einmal auf diesem Wagen gestanden war, als Meier Präsident des LFK war. Und vom Krienser Gallivater Werner Schnüriger wollte er wissen, wie gross der Leidensdruck sei, im Schatten der Stadt-Fasnacht zu stehen. Der meinte schlagfertig: «Da gibt’s keinen Leidensdruck. Ich kann ja nach Luzern an die Fasnacht und zu Fuss wieder heimgehen, wenn ich genug habe, auch wenns dann leicht ‹oppsi› geht.»

Szenenapplaus für den Wey-Zunftmeister

Der Mann der Stunde, Wey-Zunftmeister Jörg Krähenbühl, wurde von Spörri schliesslich sogar zu einer Gesangsprobe gebeten. Denn Krähenbühl ist bekannt als Mitglied des Backgammon-Chors, wo er seit 30 Jahren seine Tenorstimme einbringt. Sein leidenschaftlich angetöntes «O sole mio» erntete Szenenapplaus. Dies bildete auch den perfekten Übergang zu Krähenbühls wichtigster Aufgabe des Tages, die er auch «solo» auszuführen hatte. Mit Bauhelm und einem grossen Warnschild «Explosiv» an der Brust ausgerüstet, schritt er zum historischen Minenzündgerät und drückte dessen Hebel nach kollektivem «3, 2, 1»-Schreien kraftvoll in die Tiefe. Ein ohrenbetäubender Knall und ein Fötzeliregen folgten. Die Niederkunft war vollbracht, und die ersten Exemplare des «Knallfrosch» wechselten von den Verträgern zu den neugierigen Lesern. Und wie hat’s Jörg Krähenbühl gefallen? «Eine einwandfreie Sache, super war’s!», kam es wie aus der Pistole geschossen. Einmal so richtig «rüüdig» Krach machen ist halt für fast jeden Mann ein Bubentraum. Etwas ruhiger will er es dann doch noch nehmen und den «Knallfrosch» in Ruhe lesen. «Ich freue mich auf eine gemütliche Lesestunde, denn auch für mich ist der Inhalt des ‹Knallfrosch› vor der Niederkunft ein Geheimnis.»

Der «Knallfrosch» ist übrigens dieses Jahr zum 15. Mal erschienen, und dies in einer stattlichen Auflage von 60 000 Exemplaren. In die Haushaltungen der Stadt und einiger Agglomerationsgemeinden wird er gratis in die Briefkästen verteilt. Zudem ist er im LZ Corner und in allen Avia-Tankstellen kostenlos zu haben, solange kein anderer schneller war.

Yvonne Imbach

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