8 Fragen an die Frühlingsfrau

Für Maria Anna Rodrigues (50), Objektleiterin aus Zug, ist es nicht ungewöhnlich, um vier Uhr morgens am Arbeitsplatz zu sein. Als Objektleiterin und Reinigungsfachkraft kümmert sie sich im KKL Luzern um die Sauberkeit. Und trifft dort auf den einen oder anderen Künstler.

Interview: Andrea Hofstetter
Drucken
Teilen

In der Frühlingsausgabe des Print-Magazins «Saison» vom 9. März erwarten Sie einige tiefsinnige Gedanken zur Zeit, ausgewählte Kraftorte, Rezeptideen mit saisonalem Superfood, berührende Liebesgeschichten und Tipps rund ums E-Bike.

Sauberkeit ist ihr Metier: Maria Anna Rodrigues bei der Arbeit im KKL. (Bild: Eveline Beerkircher)

Sauberkeit ist ihr Metier: Maria Anna Rodrigues bei der Arbeit im KKL. (Bild: Eveline Beerkircher)

Beruflich sind Sie für die Gebäudereinigung im KKL verantwortlich. Sind Sie auch privat ein Putzteufel?

Natürlich mag ich es, wenn alles sauber und ordentlich ist. Mein Mann und mein Sohn sind von meinem Putzfimmel zwar manchmal etwas genervt, aber letztlich profitieren sie ja auch davon.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Arbeitsplatz am besten?

Im Sommer gibt es ab 5 Uhr morgens aus fast jeder Ecke des KKL die schönsten Sonnenaufgänge zu beobachten. Auch die Veranstaltungen sind vielversprechend. Ich habe schon mehrmals Mariza, eine portugiesische Fado-Sängerin, im KKL live erlebt.

Welches Arbeitsgerät erleichtert Ihre Arbeit?

Mit der Scheuersaugmaschine können wir Böden schnell und sauber aufnehmen. Selbst eine grössere Fläche ist dadurch innerhalb kurzer Zeit blitzblank.

Das Tollste an Ihrer Arbeit?

Der Kontrollrundgang am Ende meiner Schicht ist für mich das Schönste. Dann sehe ich, woran mein Team und ich den ganzen Tag gearbeitet haben. Das ist ein sehr befriedigendes Gefühl.

Worauf achten Sie bei diesen Rundgängen?

Mein Blick fällt zuerst auf alles, was über zwei Meter hoch ist: Bilderrahmen oder Regale. Aber ich schaue auch in die Ecken, hinter die Türen und kontrolliere die Spiegel. Das sind die Orte, wo sich der Schmutz am besten versteckt.

Sind die Schweizer wirklich so sauber wie ihr Ruf?

Die Schweizer räumen ihren Abfall pflichtbewusst weg. Das merke ich unter anderem auf den Toiletten, die in den meisten Fällen sehr sauber hinterlassen werden. Im Ausland ist das teilweise ganz anders.

Welches Gericht verputzen Sie am liebsten?

Ich liebe Schweizer Käse. Daher kommt bei uns regelmässig Raclette auf den Tisch. Aber wenn ich zu Hause in Portugal bin, esse ich am liebsten Fisch.

Und bei welchen Gelegenheiten putzen Sie sich gerne heraus?

Privat mache ich mich gerne für Familienfeiern, ein elegantes Nachtessen oder für den Ausgang chic. Es gibt aber auch im KKL einige Anlässe, wie zum Beispiel die Verleihung der Swiss Music Awards, wo wir als Reinigungsteam dabei sind und eine schwarze elegante Uniform tragen.