Einfach und gut

Für manche eine Qual, für andere die beste Wahl: Kochen für Gäste. Wie man über die Festtage Freunde und Familie glücklich macht, ohne sich dabei zu verausgaben, zeigt das «Saison»-Redaktionsteam. Vier einfache Rezeptvorschläge, die wenig Aufwand erfordern, aber dennoch viel Freude und Genuss bereiten.

Redaktion «Saison»
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Andrea Hofstetter. (Bild: Corinne Glanzmann)

Andrea Hofstetter. (Bild: Corinne Glanzmann)

Prickelnder Auftakt

Ein gelungenes Festessen startet für mich mit einem spritzigen Aperitif. Während der Feiertage darf dieser ruhig etwas luxuriöser sein, daher sollte Champagner im Kühlschrank keinesfalls fehlen. Natürlich lässt sich der perlende Schaumwein anstandslos pur trinken. Sein leicht säuerlicher Geschmack eignet sich jedoch auch hervorragend für Cocktails. Der klassische «Moscow Mule» wird mit Wodka und Ginger Beer – einer alkoholfreien Ingwerlimonade – gemixt und in einem Kupferbecher mit reichlich Eis serviert. Fügt man noch einen guten Schuss Champagner hinzu, erhält der scharf-würzige Geschmack zusätzlich eine edle und leicht herbe Note. Dekoriert mit einer Limettenscheibe und Pfefferminzblättern ist der «Champagner Mule» ein erfrischender Einstieg für ein festliches Menü.

Champagner Mule_Rezept.pdf

Yvonne Imbach. (Bild: Corinne Glanzmann)

Yvonne Imbach. (Bild: Corinne Glanzmann)

«WWW» einmal anders

Ich kann nicht wirklich kochen, erst recht nicht opulente Weihnachtsmenüs. In der Küche ist mein bester Freund und Helfer Google, ohne Hilfe aus dem World Wide Web gibt’s bei mir nichts Grossartiges. Doch an Heiligabend ist bei mir nicht das Internet Küchenmeister, sondern meine drei persönlichen «WWW»: Wiener Erdäpfelsalat mit Wiener Würstchen. Als Tochter einer Wienerin schmeckt mir dieses Traditionsessen zwar das ganze Jahr, am 24. Dezember aber ganz besonders: So können alle entspannt den Abend am Tisch geniessen. Wie gross war meine Freude, als ich bei meinem Partner mit Kölner Wurzeln an meinem ersten Weihnachtsessen bei seinen Eltern ebenfalls Kartoffelsalat mit Würstchen serviert bekam. Der Geschmack der Kindheit ist eben durch nichts zu ersetzen.

Wiener Erdäpfelsalat mit Wiener Würstchen_Rezept.pdf

Monika Burri. (Bild: Corinne Glanzmann)

Monika Burri. (Bild: Corinne Glanzmann)

Simpel und chüschtig

Ich bin nicht der Typ, der stundenlang in der Küche steht. Darum ist das Pesto-Speck-Brot der ideale Tipp für Menschen, die es gerne einfach und schmackhaft haben. Dieses mit leckeren Zutaten gespickte Brot passt zum Apéro genauso gut wie als kleiner Imbiss für zwischendurch. Anstatt Speck kann man für eine Vegi-Variante auch getrocknete Tomaten, gehackte Oliven oder Zwiebeln nehmen. Ich mag das Gebäck, weil es zwar einfach zu machen ist, aber trotzdem etwas hergibt – geschmacklich wie auch optisch. Schon beim Backen läuft einem das Wasser im Munde zusammen: So riecht es sonst nur in einer Backstube! Praktisch ist auch, dass man es verschiedenartig aufschneiden kann. Je nach Bedarf in grossen oder auch kleinen, geviertelten Stücken auftischen. Oder wer es gerne ganz rustikal hat: einfach das Holzbrett mit dem ganzen Brot und einem Messer auf den Tisch stellen.

Pesto Speck Brot_Rezept.pdf

Antonio Russo. (Bild: Corinne Glanzmann)

Antonio Russo. (Bild: Corinne Glanzmann)

Süsse Seelenwärmer

Ganz ehrlich, weder Gebackenes noch Cremiges zählt zu meinen Stärken in der Küche. Lieber widme ich mich den Vorspeisen und Hauptgängen. Doch im Winter gibt es kaum ein anderes Dessert, das meine Gäste derart glücklich macht wie die «Pere al Marsala». Die im sizilianischen Likörwein geköchelten Birnenhälften, serviert mit Doppelrahm und einem Karamellbiskuit, verströmen weihnächtlichen Duft, wärmen die Seele und sorgen dafür, dass der Abend bei den Gästen noch lange in Erinnerung bleibt. Und das Beste daran: Die Zubereitung ist einfach und kann im Voraus erledigt werden. Kurz vor dem Servieren wärme ich die Birnen in der Pfanne nochmals kurz auf, bevor ich sie auf dem Teller anrichte.

Pere al Marsala_Rezept.pdf

«Saison» erscheint als Beilage in der «Luzerner Zeitung»

In der Winterausgabe des Magazins «Saison» erhalten Sie Inspirationen rund um die Festtage sowie überraschende Einblicke in die Farbe Weiss. Lassen Sie sich zudem zum Wellness-Aufenthalt verführen – einen gibt es beim Wettbewerb zu gewinnen!

Die Frühlingsausgabe von «Saison» erscheint am Samstag, 9. März 2019.