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SBB-REISEMAGAZIN JUNI 2016: Stadt der guten Laune

München: Bayerns Metropole bietet viel Kultur, Freizeitvergnügen in der Natur, Sport, Kulinarik oder Shopping – die Gemütlichkeit ist immer inklusive und lockt auch Familien in die Stadt.
SJ München (Bild: pd)

SJ München (Bild: pd)

Im Zug ist mir Karl Valentin begegnet. Zumindest erinnerte der Schaffner im EC 193 von Zürich nach München in Gestalt und Sprache stark an den 1948 verstorbenen Komiker. Auf meine Frage, wann wir denn ungefähr in der Bayrischen Hauptstadt ankommen würden, meinte der Bahnbeamte: «Ungefähr könnt ichs schon sagen, aber wenn Sies genau haben möchten, dann ginge das auch». Darauf ich: «Nun, ich denke so um die Mittagszeit, oder?» Er: «Mei des is jetzt a relativer Begriff – 11 Uhr 28 wär dann schon etwas präziser, gell?» Ein Intermezzo zum Schmunzeln. Den Bayern scheinen Gemütlichkeit und Witz angeboren, ob sie wollen oder nicht. Allein schon der Dialekt hat so einen ansteckenden Gute-Laune-Effekt. Wenn die echten Bajuwaren sprechen, dann schwingt immer ein bisschen von Karl Valentin, Fredl Fesl, Gerhard Polt oder Monika Gruber mit, ganz egal, welchen Ernst die Worte zu transportieren haben. München und Gemütlichkeit, das gehört irgendwie zusammen wie Bier und Brezel. Apropos Brezel: Besonders leckere gibt es am Viktualienmarkt bei Ritschart, an der Ecke Petersplatz. Tipp: So zwischen 8 und 9 Uhr dort vorbeischauen und zusehen, wie der Markt langsam zum Leben erwacht. Bei Cappuccino und Gebäck ein Genuss im doppelten Sinn. München ohne einen Besuch des über 200 Jahre alten Viktualienmarktes – Viktualien ist ein alter Begriff für Lebensmittel –, das wäre eine Unterlassungssünde. Das Angebot ist reich, frisch und auch belustigend: Es gibt das Honighäuserl oder den Lindnerkäse mit original Schweizer Emmentaler vom Laib, Anna’s Oberpfälzer Brotzeit-Schmankerl-Bude, vor allem aber die Fisch-Witte. Sie lockt mit dem unerreichten Slogan «if it swims we have it». Lunchen in der Fisch-Witte ist ein echter Insidertipp.

Skandal um Rosi
Andere spannende Tipps gibt es bei einem rund eineinhalbstündigen Rundgang durch die Altstadt, der von München Tourismus täglich für 12 Euro angeboten wird. Los gehts am Marienplatz. Von dort aus werden Sehenswürdigkeiten wie Frauenkirche, Neues und Altes Rathaus, das Geburtshaus von Kaiserin Sissi oder das Hofbräuhaus besucht. Der Dallmayr an der Dienerstrasse liegt ebenfalls am Weg. Es werden aber auch kleine Geheimnisse gelüftet, zum Beispiel was es mit der von der Spider Murphy Gang besungene Rosi auf sich hat: «Skandal im Sperrbezirk», das gab es tatsächlich, als das leichte Gewerbe vom Stadtgebiet Platzl ausgesperrt wurde. Heute ist dieses Viertel eine gute Adresse und eine bevorzugte Wohnlage. Interessant auch die Geschichte zum «Drückebergergässchen» – eine Strasse, die während des Dritten Reiches eine Rolle spielte. Mehr darüber ist bei einem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau zu erfahren, das unweit der Stadtgrenze liegt.

Architektur aus Basel und Italien
Eindrücklich ist auch die von den Basler Architekten Herzog & De Meuron erstellte «Allianz-Arena». Das futuristische Fussballstadion ist Shopping- und Kulinarik-Tempel zugleich und immer einen Besuch wert – egal, ob der FC Bayern München spielt oder nicht. Ein weiteres Denkmal hat sich das Architekten-Duo mit den «Fünf Höfen» an der Theatinerstrasse 8 gesetzt. Ein lichtdurchfluteter Mall-Komplex mit stylischen Shops, hippen Restaurants und der Kunsthalle München, die zu den führenden Ausstellungshäusern Deutschlands gehört.

München wird gerne auch die «nördlichste Stadt Italiens» genannt, dies in Anspielung auf ihre vielen, von italienischer Architektur beeinflussten Bauten. Schloss Nymphenburg etwa mit seinen fünf Parkburgen. Besonders schmuck ist die Amalienburg, die zu den kostbarsten Schöpfungen des europäischen Rokokos zählt. Wunderschön auch die im 18. Jahrhundert erbaute Badenburg mit ihrem prächtigen Hallenbad. Im Schloss Nymphenburg erfährt der Besucher viel über die Geschichte Münchens, von der Gründung durch Richard den Löwen bis zum lange dominierenden Geschlecht der Wittelsbacher.

Bier und Badefreuden
Was bei einem Besuch Münchens nicht fehlen darf, ist ein Ausflug in den Englischen Garten. Mit einer Fläche von 3,7 Quadratkilometern ist er einer der grössten Stadtparks weltweit. Ein richtiger Volksgarten, auf dem fast alles erlaubt ist, was Spass macht, auch Nacktbaden im Eisbach. Wem das zu frivol ist, der findet in München eine grosse Auswahl an Freiluftschwimmbädern. Als besonders idyllisch gilt das Naturbad Maria Einsiedel, durch das der Isarkanal führt. Auch baden in der sauberen Isar ist möglich. Ein Wort zum Bier: München ist voller Biergärten. Der am Chinesischen Turm garantiert mit rund 7000 Sitzplätzen immer einen freien Platz. Trinkt man seine Mass im Restaurant des Olympiaturmes, gibt es die Aussicht auf das imposante Olympiagelände mit dazu. Und noch etwas: Vom 22. bis 24. Juli feiert München mit einem grossen Festival 500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot. Dabei sind 125 Brauereien beteiligt, es gibt viel Bier, Musik und reichlich zu essen. Wer München von oben bewundern will: Tolle Ausblicke hat man von der Blue Spa Terrasse im Hotel Bayerischer Hof, oder – kaum zu toppen – von der China Moon Roof Terrace im Hotel Mandarin Oriental. Bei klarer Sicht blickt man bis zu den Alpen. Spielt das Wetter nicht mit, sind ein Besuch der Bavaria Filmstadt oder des Deutschen Museums mehr als nur Notlösungen.


Autorin Jil Lüscher



Die Familienstadt
Die Familienstadt München kann bei Kindern mit einigen Attraktionen punkten, die auch für Erwachsene spannend sind. Dazu zählt die Bavaria-Filmstadt. Sie bietet faszinierende Einblicke vor und hinter die Kulissen des Filmschaffens. Zu sehen sind unter anderem das U-Boot aus dem Kinoklassiker «Das Boot» und natürlich der kuschelige Glücksdrache Fuchur aus «Die unendliche Geschichte».

<strong>www.filmstadt.de</strong>

Ein anderer Familien-Hotspot ist der Münchner Tierpark Hellabrunn mit 750 Tierarten aus allen Kontinenten. Eine Forscherstation, in der wissensdurstige Kinder spielerisch das Wichtigste über Menschenaffen erfahren, garantieren Kurzweil.

www.hellabrunn.de

Das Sea Life im Olympiapark bietet ebenfalls grosse Unterhaltung. Im Berührungsbecken kann man Seesternen, Krebsen und Co. näherkommen und die Unterwasserwelt der Donau und des Mittelmeeres erkunden. Ein Highlight ist der Unterwassertunnel durch ein Aquarium.

www.visitsealife.com/munchen/


Mit LZ-AboPass nach München

Im Sommer-Abo-Pass-Angebot der «Neuen Luzerner Zeitung» geht es mit dem Halbtax-Abo für 69 Franken in der 2. Klasse und 99 Franken in der 1. Klasse ab Luzern, Zug oder Sursee via Zürich in die Metropole Bayerns und wieder zurück. Kinder bis 16 Jahre fahren in Begleitung der Eltern oder Grosseltern sogar gratis mit. Tickets sind ab sofort bis 30. August an allen LZ-Cornern der Zentralschweiz erhältlich.

www.luzernerzeitung.ch/muenchen



Fischwitwe in München (Bild: Pd)

Fischwitwe in München (Bild: Pd)

Löwennase in München (Bild: Pd)

Löwennase in München (Bild: Pd)

Würste in München (Bild: Pd)

Würste in München (Bild: Pd)

Karlsplatz in München (Bild: Pd)

Karlsplatz in München (Bild: Pd)

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