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SBB-REISEMAGAZIN SEPTEMBER 2016: Der Tellbus feiert erstes Jahrzehnt

Wer vom einen Ende des Vierwaldstättersees ans andere reisen muss, profitiert seit zehn Jahren vom Tellbus-Angebot. Zu den Fahrgästen der ersten Stunde gehört auch die Pendlerin Svenja Regli aus Luzern.
Tellbus

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Als der Tellbus vor zehn Jahren lanciert wurde, wohnte Svenja Regli noch in Altdorf. In jener Zeit nutzte sie die tägliche Tellbus-Fahrt, um nach Luzern zu pendeln, wo sie Sozialarbeit studierte. Heute pendelt sie immer noch regelmässig mit dem Tellbus zwischen Arbeits- und Wohnort. Einfach in umgekehrter Richtung. Was sie am Schnellbus so schätzt, erläutert sie im Interview.

Svenja Regli, was bedeutet der Tellbus für Sie?

Er bietet die beste und schnellste Verbindung zwischen meinem Wohnort Luzern und meinem Arbeitsort Altdorf.

Fahren Sie die Strecke manchmal auch mit dem Zug?

Ja, das kommt vor, wenn ich zum Beispiel den Bus verpasst habe (lacht) oder spät am Abend. Früher bin ich manchmal mittags mit dem Zug gefahren, aber seit der Tellbus auch in dieser Zeit fährt, nehme ich den Bus. Das ist toll.

Wie sind Sie mit dem Angebot zufrieden? Vermissen Sie noch etwas?

Ich bin mit dem Angebot sehr zufrieden. Vielleicht wäre ein Getränkeautomat schön. (lacht) In den Zügen gibt es eine Minibar. Manche Busfahrgäste bringen selber etwas zu trinken mit. Wenn ich es schaffe, kaufe ich mir morgens noch schnell einen Kaffee für die Fahrt.

Und was sagen Sie zur Pünktlichkeit?

Der Tellbus ist sehr verlässlich. Die Ankunft der Busse ist sogar meistens überpünktlich. Ganz selten mal verspätet, nur dann, wenn es einen Stau gab. Aber das habe ich in all den Jahren wirklich selten erlebt.

Wie verbringen Sie die Fahrtzeit?

Die Busse sind bequem eingerichtet. Manchmal lese ich etwas oder höre Musik über die Kopfhörer – oder ich döse ein wenig vor mich hin.

Läuft im Tellbus Musik oder Radio?

Nein, es ist sehr ruhig im Bus. Das wird von den Fahrgästen geschätzt.

Auf welchem Platz sitzen Sie am liebsten?

Mein Lieblingsplatz ist oben vor der Treppe. Der Vorteil ist, dass es dort keine weiteren Reihen hinter dem Sitz gibt und ich die Rückenlehne immer zurückklappen kann, ohne jemanden zu stören.

Unterhalten Sie sich mit anderen Fahrgästen? Oder tun das andere Fahrgäste?

Ich unterhalte mich sehr selten. Wenn ich nach der Arbeit in den Tellbus steige, beginnt für mich der Feierabend. Und das geniesse ich sehr. Aber es gibt schon Fahrgäste, die zusammen immer auf dem gleichen Platz reisen und auch während der Fahrt miteinander reden.

Kennen Sie die verschiedenen Chauffeure?

Kennen wäre übertrieben, aber einige sagen immer vor der Abfahrt, wie sie heissen. Das ist schön, weil es das Ganze gleich persönlicher macht.

Welche Erlebnisse sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Einmal gab es einen Unfall beim Bahnhof Luzern. Dort war ein Auto in den Bus gefahren. Es war nicht schlimm, aber trotzdem ärgerlich, weil wir auf den Zug umsteigen mussten. Das war aussergewöhnlich. Oder was Lustiges: Wenn sich der Chauffeur verfährt. Das ist in der Stadt schon mal vorgekommen. Oder Reisende, die den Tellbus suchen und nicht genau wissen, wie die Buslinie heisst, und deshalb nach dem «Suworow-Bus» oder dem «Walterli-Bus» fragen.

Haben Sie auf der Fahrt einen besonderen Ort, auf den Sie sich freuen?

Ja, das ist der Moment, wenn wir aus dem Seelisbergtunnel fahren, weil man vorher recht lang im Dunkeln sitzt. Wenn man dann wieder aus dem Tunnel kommt und auf den See sieht, ist das wunderschön, auch bei schlechtem Wetter, weil der Blick auf den See je nach Stimmung ganz verschieden ist.

Mit welchem Tellbus fahren Sie am liebsten?

Mit dem Doppelstockbus. Der hat das grosse Fenster oben im Dach, und man kann in den Himmel schauen.

Fühlen Sie sich im Tellbus ein bisschen zu Hause?

Damit macht die SBB ja Werbung. (lacht) Ja, es stimmt. Es hat was. Ich fühle mich wohl.

Der Tellbus feiert heuer sein 10-Jahr-Jubiläum. Was wünschen Sie ihm für die Zukunft?

Er soll auf jeden Fall bleiben. Und das Angebot mit den verschiedenen Verbindungen soll nicht abgebaut werden. Der Tellbus ist etwas Wertvolles und stellt einen grossen Mehrwert dar, besonders für den Kanton Uri. Man ist einfach schnell in Luzern. Das ist super. Den Tellbus soll es auch noch in zehn Jahren geben. Unbedingt!
Beate Lüsch

INFOS

Seit genau zehn Jahren verkehrt der Tellbus zwischen Luzern und Altdorf. Für die einfache Strecke benötigt der Bus nur 45 Minuten. Im Vergleich mit der Bahn sparen die Reisenden mit dem Bus pro Tag eine Stunde Fahrzeit. Die direkte Busverbindung durch den Seelisbergtunnel ist ein Gemeinschaftswerk der Auto AG Uri (AAGU), der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) und der SBB. Während 2006 schon 140 Personen täglich vom Tellbus-Angebot Gebrauch machten, sind es heute 470 Pendlerinnen und Pendler pro Tag. Die grosse Nachfrage führte zum Ausbau des Angebots. Die Zahl der täglichen Kurspaare zwischen Altdorf und Luzern stieg deshalb in den vergangenen zehn Jahren von vier auf zwölf. Und mit dem Fahrplan 2016/17 profitieren die Fahrgäste von einem zusätzlichen Mittagskurs am Samstag.
sbb.ch/tellbus

«Wenn ich nach der Arbeit in den Bus steige, beginnt für mich der Feierabend», sagt Svenja Regli. Seit zehn Jahren schon fährt sie die Strecke zwischen dem Luzerner Bahnhof und dem Telldenkmal in Altdorf.

«Wenn ich nach der Arbeit in den Bus steige, beginnt für mich der Feierabend», sagt Svenja Regli. Seit zehn Jahren schon fährt sie die Strecke zwischen dem Luzerner Bahnhof und dem Telldenkmal in Altdorf.

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