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SBB-REISEMAGAZIN SEPTEMBER 2016: Puschlav? I love!

Man kommt nicht alle Tage hierher. Doch wer das Puschlav bereist, entdeckt ein Tal voller Überraschungen. Schon die Anfahrt mit der Bahn sorgt für die ersten Höhepunkte.
Der kulinarische Höhepunkt im Puschlaver Veranstaltungskalender: das Festival «Pane e neve» am ersten Dezembersonntag.

Der kulinarische Höhepunkt im Puschlaver Veranstaltungskalender: das Festival «Pane e neve» am ersten Dezembersonntag.

Zugegeben: Wer Sonne und Italianità tanken will, fährt von der Zentralschweiz aus meist ins nähergelegene Tessin. Eine Reise ins italienischsprachige Valposchiavo oder Puschlav, wie das Bündner Südtal im Romanischen heisst, dauert rund zweimal so lang. Dafür wird man schon während der Fahrt mit unvergesslichen Eindrücken belohnt. Das Puschlav ist ein Paradies für Berg- oder Schneeschuhwanderer und im Winter eine Region für alle, die ihr Glück abseits vom Skizirkus suchen. Genussfreudige, Ruheliebende und Kulturinteressierte kommen hier auf ihre Kosten. Wer Anfang Dezember das Angebot von Imbach Reisen wahrnimmt, kann sich selbst davon überzeugen (siehe Infospalte).

Ab Chur führt die spektakuläre Fahrt mit der Rhätischen Bahn nach St. Moritz und von dort mit dem Bernina- Express weiter nach Süden, wo die zum Unesco- Welterbe zählende Bahnstrecke im italienischen Tirano endet.

Grosses Landschaftskino

Das abfallende Valposchiavo erstreckt sich auf rund 25 Kilometern Länge. Es beginnt auf 2300 m ü. M. und reicht hinunter bis auf 550 m ü. M. Berninapass, Alp Grüm, wo der Palügletscher, die Berninagruppe bis hin zu den Bergamasker Alpen ins Bild rücken, der Ort Cavaglia mit den sorgsam freigelegten Gletschermühlen, das bereits sehr südlich wirkende Poschiavo, Le Prese mit dem Puschlaver See und auf dem letzten Abschnitt die 360°-Fahrt auf dem berühmten Kreisviadukt von Brusio – das alles ist schon grosses Landschaftskino.

Poschiavo, der Hauptort des Tals, zählt rund 3500 Einwohner. Von hier aus schwärmten im 19. Jahrhundert junge Berufsleute, darunter viele Zuckerbäcker, ins nahe und ferne Ausland auf der Suche nach Arbeit. Eine Strasse mit vielen Häusern im neoklassizistischen Stil zeugt vom Erfolg der ausgewanderten poschiavini, die sich nach ihrer Rückkehr an der heutigen Via di Palaz repräsentative Villen errichten liessen. Später, dank dem Bau der Berninastrecke und der Elektrizitätswerke, zog es umgekehrt viele italienische Arbeiter ins Puschlav, was den Ausschlag gab, neben der Getreidemühle in Poschiavo eine Teigwarenfabrik zu bauen. Auch wenn die Gastarbeiter von einst längst wieder weg sind: Die Fabrik «Molino e Pastificio» produziert noch heute die berühmten langen Spaghetti in der blauen Packung, die sogar in die USA exportiert werden.

«Pane e neve»

Was wie der Titel eines italienischen Liebesfilms klingt, ist ein Fest, das die Talbewohner seit zehn Jahren am ersten Dezembersonntag feiern. Der enogastronomische Parcours Pane e neve (Brot und Schnee) lockt Einheimische und Gäste auf die Höfe, Felder und in die Wälder oberhalb von Brusio, wo lokale Spezialitäten aller Art geboten werden: Brot natürlich, Käse, Fleisch, Wurst und Pizzoccheri sowie Wein aus dem nahen Veltlin, Bier und allerlei Süsses. Es wird auf Strohballen und Bänken, in Holzhütten und Zelten gegessen und getrunken. Auch für Tanz und Gesang ist gesorgt. Und wer danach müde oder etwas beschwipst ist, den bringen Postauto und Zug bequem wieder in die Dörfer zurück. Spätestens nach diesem Genusstag, ob mit oder ohne neve, hört man sich sagen: «I love Puschlav!»
Antonio Russo

INFOS

Mit Imbach Reisen ins Puschlav

Vom 2. bis 5. Dezember bietet Imbach Reisen die exklusive Wanderreise «Adventszauber im Puschlav» an. Der zweisprachige Puschlaver Imbach-Reiseleiter Romeo Lardi bringt den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern sein Tal näher und erläutert dessen Geschichte und Traditionen. Der Besuch der Gletschermühlen in Cavaglia sowie Spaziergänge und leichte Wanderungen auf winterlichen Wanderwegen
stehen dabei genauso auf dem Programm wie der Höhepunkt der dreitägigen Reise: das Festival
«Pane e neve», das am Sonntag stattfindet. Individuelle An- und Rückreise. Das Arrangement umfasst 3 Übernachtungen mit Halbpension, wahlweise in Poschiavo oder im Nachbarort Le Prese. Weitere Details zum
Angebot sowie Anmeldung unter:
www.imbach.ch/puschlav

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