Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wenn das Auto zu Hause bleibt

Immer mehr Unternehmen motivieren ihre Mitarbeitenden dazu, vom privaten auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen. So auch das Luzerner Kantonsspital (LUKS), das diesen Frühling das Job-Abo eingeführt hat.
Umstieg gelungen: Job-Abo-Besitzerin Heidy Vetter an der Bushaltestelle des Luzerner Kantonsspitals.

Umstieg gelungen: Job-Abo-Besitzerin Heidy Vetter an der Bushaltestelle des Luzerner Kantonsspitals.


Heidy Vetter arbeitet seit 22 Jahren als Chefarztsekretärin bei der Neuen Frauenklinik des LUKS. Seit einigen Monaten kommt sie mit dem Bus statt mit dem eigenen Auto zur Arbeit. Nach einer Umgewöhnungsphase zieht sie eine positive Bilanz aus dem neuen Pendleralltag.

Dass Sie heute mit dem Bus zur Arbeit fahren, ist nicht ganz freiwillig geschehen. Warum haben Sie den Autoschlüssel gegen die Job-Abo-Karte eingetauscht, Frau Vetter?
Das permanente Parkplatzproblem und das hohe Verkehrsaufkommen rund um das LUKS haben das Unternehmen dazu veranlasst, Massnahmen zu ergreifen. Es gibt deshalb Sperrkreise. Wer innerhalb eines dieser Kreise wohnt, erhält keine Parkkarte für das Kernareal. Ich komme aus Meggen und bin deshalb von dieser Regelung betroffen.

Wie lange sind Sie morgens nun unterwegs?
Ich fahre immer sehr früh zur Arbeit, damit ich in den ersten Morgenstunden ungestört arbeiten kann. Reichten früher fünfzehn Autominuten, bin ich heute rund fünfzig Minuten unterwegs, da ich zweimal umsteigen muss.

Rein zeitlich gesehen fahren Sie schlechter. Ärgert Sie das?
Nein, aber anfangs musste ich mich schon erst mal daran gewöhnen. Das war in den Pausen und auch privat ein grosses Gesprächsthema. Ich schätze aber mittlerweile die Vorteile, die das Job-Abo mit sich bringt. Nebst der positiven Ökobilanz und der Entschärfung des Verkehrs hat es auch persönliche Vorzüge. Ich kann zum Beispiel beim Busfahren innerlich etwas «herunterfahren».

Und wie sieht es finanziell für Sie aus?
Das Job-Abo ist für mich preislich sehr attraktiv. Das LUKS beteiligt sich bei einem 100-Prozent-Pensum mit 500 Franken daran. Nun fahre ich für insgesamt 260 Franken im Jahr in der ganzen Passepartout-Zone 10! Und als Goodie habe ich zusätzlich eine Multi-Tageskarte im Wert von rund 290 Franken erhalten. Ausserdem entfallen die Parkplatzgebühren fürs Auto. Unter dem Strich also eine finanzielle Entlastung.

Wie informieren Sie sich über die Abfahrtszeiten?
Beim Spitaleingang steht ein Info-Panel mit den aktuellen Abfahrtszeiten. Mittlerweile habe ich mir die Zeiten eingeprägt.

Nutzen Sie das Abo auch privat?
Ja, denn ich kann einfach in irgendeinen Bus oder Zug einsteigen und innerhalb der Zone beliebig herumfahren, das ist doch genial.

Wie einfach war der Kaufvorgang fürs Abo?
Das ging schnell und unkompliziert. Ich wurde am Bahnhofschalter sehr nett bedient. Nach Abgabe des Checks, den mir der Arbeitgeber ausgestellt hatte, und der Bezahlung des Restbetrags erhielt ich eine Quittung, die als provisorisches Abo galt. Wenige Tage später kam dann der Ausweis per Post.

Wird das Job-Abo aus Ihrer Sicht Schule machen?
Ich bin überzeugt, denn es handelt sich um ein tolles Angebot, das die Mobilität im öffentlichen Verkehr fördert und nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nerven und das Portemonnaie schont.

Antonio Russo


INFOS

Das Job-Abo vom Tarifverbund Passe­partout ist ein Jahres-Abo für den öffent­lichen Verkehr. Es richtet sich an Unternehmen und Mitarbeitende in den Kantonen Luzern, Obwalden und Nid­­walden und berechtigt zur freien Fahrt mit Bahn und Bus in den gewählten Zonen im Passepartout-Gebiet. Das Job-Abo wurde bereits von elf Unternehmen eingeführt, darunter auch vom Luzerner Kantonsspital, das mit insgesamt 5000 Mitarbeitenden zu den zehn grössten Arbeitgebern der Zentralschweiz gehört.

Das Job-Abo vom Tarifverbund Passe­partout ist ein Jahres-Abo für den öffent­lichen Verkehr. Es richtet sich an Unternehmen und Mitarbeitende in den Kantonen Luzern, Obwalden und Nid­­walden und berechtigt zur freien Fahrt mit Bahn und Bus in den gewählten Zonen im Passepartout-Gebiet. Das Job-Abo wurde bereits von elf Unternehmen eingeführt, darunter auch vom Luzerner Kantonsspital, das mit insgesamt 5000 Mitarbeitenden zu den zehn grössten Arbeitgebern der Zentralschweiz gehört.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.