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GESUNDHEIT: Ungewöhnlicher Besuch in Büren

Um mehr über die Arbeit eines Rettungssanitäters zu erfahren, durfte die Klasse aus Büren NW eine Ambulanz unter die Lupe nehmen. Eine Schülerin brachte sogar den Defibrillator zum Piepsen.
Francesca Rohrer und Mia Bacher
Schülerin Enya Monaco spielt auf dem Pausenplatz in Büren eine Verletzte im Spezialrollstuhl.Bild: Leony Odermatt, Schülerin der Klasse 5b

Schülerin Enya Monaco spielt auf dem Pausenplatz in Büren eine Verletzte im Spezialrollstuhl.Bild: Leony Odermatt, Schülerin der Klasse 5b

Mit grossen Augen stehen sie vor der Ambulanz, die Schüler der 5. Klasse in Büren. Sie haben die Chance erhalten, alles rund um das Rettungsfahrzeug zu erfahren. Dafür ist es extra nach Büren auf den Pausenplatz gefahren. «Es ist ja megagross», so die Kinder. Die 11-jährige Angelina beobachtet: «Kaum macht man einen Schrank auf, riecht es nach Medikamenten.»

«Im Jahr haben wir zirka 2000 Einsätze», so der Rettungssanitäter Fabian Filliger. Nach jedem Einsatz wird der Krankenwagen geputzt und werden fehlende Medikamente wieder aufgefüllt. Wenn die Rettungssanitäter gerade keinen Notruf haben, helfen sie auf den verschiedenen Stationen im Kantonsspital Stans. «Das Blaulicht wird nur eingeschaltet, wenn es ein Notfall ist. Wenn der Anruf entgegengenommen wird, entscheiden wir, ob es ein Blaulicht braucht oder nicht», erklärt Herr Filliger den Fünftklässlern, die gespannt zuhören.

Ein Ernstfall oder Fehlalarm?

Und plötzlich piepst eines der vielen elektronischen Geräte in der Führerkabine des Krankenwagens. Kurze Schrecksekunde bei den Schülern – etwa ein Einsatz? Fehlalarm – Herr Filliger beruhigt die Kinder, und schon wieder hören alle gespannt seinen Erzählungen zu: «Natürlich kommt es auch vor, dass jemand stirbt. Das gehört zum Job dazu. Für mich ist der Tod ein Bestandteil des Lebens. Für viele kann der Tod eine Erlösung sein, wenn es einem Menschen sehr schlecht geht. Zum Glück stirbt selten jemand direkt im Krankenwagen.»

Die Fünftklässler erkunden den Krankenwagen und stossen auf viele spannende Dinge, wie Desinfektionsmittel, Defibrillator, Handschuhe, Medikamente und ganz wichtig der Erste-Hilfe-Rucksack. Alles ist startklar, um jederzeit an den Unfallort fahren zu können. Der Defibrillator erregt besonders viel Aufsehen. Herr Filliger schaltet ihn an, und ein Kind darf sich den Puls messen lassen. Nach kurzer Zeit gibt die Maschine einen Alarm. Fabian Filliger lacht: «Der Defibrillator ist jetzt auf Erwachsene eingestellt. Kinder haben einen höheren Puls als die Erwachsenen. Keine Angst, alles in Ordnung.»

Ein Rollstuhl mit Raupenrädern

Eine andere Fünftklässlerin entdeckt auf der anderen Seite des Krankenwagens ein seltsames Gefährt: einen Rollstuhl mit Raupenrädern, den sie gleich noch ausprobieren darf. Wie eine Verletzte wird sie eine Treppe heruntertransportiert, ohne durchgeschüttelt zu werden. Um als Rettungssanitäter zu arbeiten, braucht es einen Lehrabschluss. Zudem braucht man viel Geduld. Trotzdem ist für den Rettungssanitäter Filliger eines klar: «Es ist für mich der schönste Beruf, den es gibt. Wenn ich abends ins Bett gehe, weiss ich, dass ich eine sinnvolle Arbeit geleistet habe.»

Die Ambulanz Stans ist auch mit der Ambulanz Luzern verbunden. «Zum Glück hatten wir bei Notfällen erst einmal eine Panne. Da war aber noch kein Patient in der Ambulanz drin», erzählt Herr Filliger. Bei solch einem Notfall könnte es sein, dass die Ambulanz von Luzern in Stans einspringen muss. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Schon muss sich Herr Filliger verabschieden. Für die Fünftklässler geht ein ereignisreicher Besuch zu Ende. Als Erinnerung gibt es noch ein Foto mit Herrn Filliger und dem Krankenwagen. Daran werden sich die Kinder sicher auch noch in Zukunft erinnern, wenn sie die Ambulanz durch die Strassen fahren sehen.

Francesca Rohrer und Mia Bacher

Klasse 5b aus Büren

Lehrerin: Jasmin Schumacher

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