NATUR: Wer Förster wird, bekommt "Mukis"

Holz, Holz und nochmals Holz: Auf Besuch bei der Baumgartnerforst AG in Marbach erhielten Schüler einen Einblick in die Arbeit eines Försters.

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Das Team der Baumgartnerforst AG in Marbach

Das Team der Baumgartnerforst AG in Marbach

Wer kennt sie nicht, die Baumgartnerforst AG in Marbach. Sie besteht  seit vielen Jahren und ist ein gefragtes Familienunternehmen in der Region. Ihre Hauptberufszweige sind die moderne Forstwirtschaft, besonders in Steilhängen und die Schneeräumung im Winter des Dorfes Marbach bis zu abgelegenen Bauernhöfen. Die sehr strengen und kraftraubenden Arbeiten sind von den Arbeitskräften zu bestaunen. Trotz denn sehr modernen Forstmaschinen wie zum Beispiel einer funkferngesteuerten Seilwinde oder dem allradgelenkten Rigi Trac müssen immer noch viele Geräte von den Menschen mit Muskelkraft herum getragen werden: eine Motorsäge (etwa 6 kg), den Kraftstoff und ein hydraulisches Fällkeil, für die genaue und exakte Fällung der Bäume. Zusätzlich trägt jeder die Verpflegung für den ganzen Tag in einem alten Militärrucksack am Rücken.

In diesem Beruf arbeitet man hauptsächlich in der Natur. Es gibt sehr schöne Tage wie jetzt im Frühling. Bei sonnig warmem Wetter ist es sehr angenehm, in den Wäldern zu arbeiten. Doch auch an nebligen, regnerischen Herbsttagen oder bei Schneestürmen im Winter sind die Arbeiter jederzeit im Freien. Wenn eine der Maschinen defekt ist, reparieren sie sie selbst in der grossen Werkstatt im Nesselboden. Bei einem Holzschlag läuft das folgendermassen ab: Zuerst geht einer von den Chefs mit dem Förster den Holzschlag einschätzen und bestimmt, welche Maschinen in den Einsatz kommen und wie viel Kubik Holz es am Ende gibt. Dann gehen sie die Seillinie abstecken und berechnen die Offerte, die viel kaufmännisches Geschick erfordert. Wenn das Forstunternehmen den Zuschlag bekommen hat, braucht es eine Bewilligung vom Flugamt. Dies ist zur Sicherheit des Flugraums.  Wenn die Bewilligung freigegeben wird, dann können die Holzarbeiter das Seil spannen und starten den Holzschlag.

Als erstes holzen sie die Linie raus, um das Seil zu spannen. Die ganzen Tannen und Bäume werden in der Luft nach unten oder nach oben geseilt. Mit dem Prozessor werden die Tannen geastet und in verschiedenen Klassen eingeteilt. Man muss sehr konzentriert arbeiten und man braucht viele Kenntnisse. Das Holz wird dann von Lastwagen abtransportiert zu diversen Sägereien. Die Forstwartlehre geht drei Jahre und man bekommt auch ein bisschen "Mukis". 

Jonas Portmann

Klasse 2C aus Escholzmatt

Lehrerin Marie-Christine Züger