SCHOKOLADE: Ein Ausflug ins Schlaraffenland

Vom Kakaobaum bis in den Mund: Wir haben in der Ausstellung «ChocoWelt» von Aeschbach Chocolatier in Root erfahren, was es für die Herstellung einer Tafel Schokolade alles braucht.

Elias, Flurina, Luca, Sophia
Drucken
Teilen
Schüler Robin Duss beisst in den Riesenschoggitaler in der «ChocoWelt». Dieser steht für den ersten Taler von 1946 zur Rettung des Silsersees in Graubünden (ein Sammelprojekt von Naturschutzvereinen). Bild: Flurina

Schüler Robin Duss beisst in den Riesenschoggitaler in der «ChocoWelt». Dieser steht für den ersten Taler von 1946 zur Rettung des Silsersees in Graubünden (ein Sammelprojekt von Naturschutzvereinen). Bild: Flurina

Direkt nach dem Eingang steht ein begehbares Holzschiff. In den Bullaugen zeigen Bilder die verschiedenen Schritte des Anbaus des Kakaos bis zur Verpackung und den Transport. Zuerst werden die Kakaopflanzen mit Macheten von den Bäumen gepflückt. Die Früchte werden mit dem Messer geöffnet und die Kakaobohnen aus dem Fruchtfleisch herausgelöst.

Nun werden die Bohnen auf Tischen ausgebreitet und mit Bananenblättern zugedeckt, damit die Gärung beginnen kann. Diese so genannte Fermentation sorgt für das köstliche Kakaoaroma. Danach werden sie auf einem offenen Waggon getrocknet, denn die Bohnen brauchen viel Sonnenlicht.

Da es in den Tropen aber meistens einmal am Tag regnet, kann der Waggon so einfach ins Trockene geschoben werden. Wenn dann die Sonne wieder hervorkommt, schieben die Kakaobauern den Waggon wieder in den Sonnenschein. Danach werden die Kakaobohnen verpackt und zum Hafen geliefert. All diese Schritte dauern zusammen etwa zwei Wochen. Neben dem Schiff zeigt eine Tafel die verschiedenen Länder, wo Kakao angepflanzt wird: Kakaobäume wachsen nämlich nur in tropischen Ländern in der Nähe des Äquators.

Von der Schokoladenmasse zum Osterhasen

Die fertige flüssige Schokoladenmasse wird mit Tanklastwagen in die Aeschbach-Fabrik nach Root gebracht. Dort wird die Schokolade in 6-Tonnen-Tanks gelagert und ständig auf rund 30 Grad angewärmt. Für die Herstellung der über 100 verschiedenen Produkte wird die Schokoladenmasse in Formen gegossen oder gepresst.

Die Schokoladenhasen zum Beispiel werden mit einer vorgegebenen Menge Schokolade aufgefüllt und danach auf einen Vibriertisch gestellt, damit es am Rand keine Luftlöcher mehr hat. Die sogenannte Schleuder dreht anschliessend die Formen einige Stunden senkrecht im Kreis und um die eigene Achse. Dadurch wird die Schokolade gleichmässig verteilt. In der Mitte wird der Schokohase so auch hohl. Am Schluss werden die Schokohasen aus der Form geklopft, verpackt und an die Läden verschickt.

In der ganzen Ausstellung hat es verschiedene Degustationsmöglichkeiten. Beim Eingang steht ein Spender, der weisse, braune oder schwarze Schokoladewürfel und solche mit Karamellaroma rauslässt. Im zweiten Raum steht ein Goldesel, der auf Knopfdruck goldene Schokoladentaler spuckt und dazu wiehert.

Im hinteren Teil liegen etwas versteckt verschiedene Pralinen- und Schokostücke zum Probieren bereit. Im letzten Teil findet man sogar zwei Schokoladenbrunnen, einen mit Milch- und einen mit dunkler Schokolade. Hier darf ein kleiner Becher gefüllt werden, und zusätzlich kann man der flüssigen Schokolade Cornflakes und Reiscrispies beifügen.

Zum Abschluss darf jeder selber eine eigene Schokolade herstellen. Man erhält eine Form und darf 200 Gramm weisse, Milch- oder dunkle Schokolade (oder alle drei) auswählen. An drei Dekorationsstationen kann man über zehn verschiedene Zutaten wie Smarties, Haselnüsse, Karamellstücke oder getrocknete Himbeeren auf die Schokolade streuen.

Schoggitaler für einen guten Zweck

Schoggitaler werden für einen guten Zweck verkauft, zum Beispiel für bedrohte Tierarten oder schützenswerte Landschaften. Sie wurden 1946 vom Schweizer Heimatschutz gegründet und in den letzten 70 Jahren über 44 Millionen Mal verkauft.

Die Herstellung der Schoggitaler ist aufwendig und Zeit raubend. Zuerst wird die Schoggi in runde Stangen gepresst und anschliessend in dünne Scheiben geschnitten. Die Stempel werden von Hand unter der Lupe gefräst, dies allein dauert etwa zwei Wochen. Mit einer speziellen Maschine werden die Taler in eine goldene Folie verpackt und geprägt.

Elias, Flurina, Luca, Sophia

Klasse 5b aus Meggen

Lehrer: Simon Meerstetter