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SCHULBESUCH: Wie ist der Unterricht in einer Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen?

Diese Frage stellten sich 5.-Klässler der Schule Büren NW. Sie besuchten die Heilpädagogische Schule Stans und konnten für einmal an einem etwas anderen Unterricht teilnehmen.
Ein besonderes Schulzimmer für besondere Kinder

Ein besonderes Schulzimmer für besondere Kinder

Viel Licht dringt in das grosszügige Gebäude der Heilpädagogischen Schule in Stans. Im Eingangsbereich sind Autositze aufgestapelt und auf dem Fussboden stehen sehr viele, schöne und selbstgemachte Mandalas. Cécile Wyrsch ist die Leiterin dieser Schule. Sie begrüsst die gespannten Kinder herzlich. «Ein paar unserer Kinder kommen mit dem Taxi in die Schule. Deshalb seht ihr hier so viele Kinderautositze», sagt sie. «Die Mandalabilder sind von unserem aktuellen Projekt "Mehr Ranft". Unsere Schülerinnen und Schüler haben für den Bruderklausenweg Mandalas gemalt, die in «Helgästeckli» eingesetzt von Stans bis zum Flüeli Ranft aufgestellt werden.»

Bald bemerken die Kinder, dass die Klassen in dieser Schule viel kleiner sind. In einer Klasse hat es fünf bis acht Schüler und Schülerinnen und jeweils eine Lehrperson sowie bei Bedarf eine bis zwei Klassenassistentinnen. Zudem sind die Schüler in einer Klasse nicht immer alle gleich alt und bleiben manchmal bis zu drei Jahren in einer Klasse. Die jüngsten Schüler in der Schule sind viereinhalb Jahre alt, die ältesten schon achtzehn. Schnell ist den Besuchern klar: Diese Kinder kommen gerne in die Schule. Eifrig machen sich die Schüler und Schülerinnen an die Arbeit. Jedes hat eine andere Aufgabe, weil nicht alle die gleiche Behinderung haben.

Auf die Frage, ob es schwer sei, diese Schüler zu unterrichten antwortet Cécile Wyrsch: «Unsere Schüler und Schülerinnen haben unterschiedliche Bedürfnisse und diese können je nach Tagesform und Behinderung das Unterrichten erschweren. Und haben die Kinder manchmal Schwierigkeiten zu lernen? «Ja, das haben sie. Die Kinder der Heilpädagogischen Schule brauchen einfach ein wenig länger, um etwas zu lernen.»

Gemeinsames Backen

Manchmal macht die ganze Klasse auch etwas zusammen. Die Unterstufe und Mittelstufe geht jeden Montag in die Küche zum Backen. Während unseres Besuches backen sie etwa einen Hefehasen. In der Küche ist alles angeschrieben und mit Bildern markiert. Die Kinder bekommen ein Blatt, auf dem daraufgeschrieben oder gemalt ist, was man braucht. Bei den Arbeiten müssen die Lehrpersonen manchmal helfen, etwa wenn es darum geht, das Mehl in die Schüssel zu tun. In dieser Klasse war ein Kind im Rollstuhl, dass fast die ganze Zeit ruhte.


Und auch im Kindergarten ist der Unterricht anders, als es sich die meisten Kinder gewohnt sind. Beim Thema Huhn lernt ein Kind das Wort Huhn und Ei. Als Hilfe hat es einen Lautsprecher, der das Wort vorspricht, wenn man darauftippt. Ein Junge hat seine Arbeit bereits erledigt und darf spielen. Sogleich nimmt er eine Besucherin an der Hand. In seinem Heft mit Bildern zeigt der Junge, was er spielen möchte. «Ich will Ball spielen», sprechen die Bilder.


Nach zwei Lektionen ist Pause. Der Pausenplatz ist eher klein, aber an der Schule sind es auch nur 31 Kinder. Die Kinder spielen, fahren mit den Velos umher und essen ihr "Znüni".
Die Heilpädagogische Schule ist eine Ganztagesschule. Alle Schülerinnen und Schüler bleiben über den Mittag dort. Alle haben das gleiche Essen, ausser jene Kinder, die eine Allergie haben oder pürierte Mahlzeiten benötigen. Die Kinder gehen zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem Schultaxi in die Schule. Ihre Fächer sind fast die gleichen wie die der 5.-Klässler aus Büren: Die Kinder haben Deutsch, Mathe, Mensch und Umwelt, Kochen, Turnen und Schwimmen. «An dieser Schule gibt es keine Tests», sagt Cécile Wyrsch, «Wir wollen die Schüler und Schülerinnen wenn immer möglich auf ein selbstständiges Leben vorbereiten. So eine Schule würde den Besuchern aus Büren auch gefallen.

Alisha Inderkum und Lena Weibel, Klasse 5B aus Büren

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