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SKI-SPORT: Ein Weltmeister in Engelberg

Im Januar hat Stefan Matter in La Plagne – Montchavin (F) den Weltmeistertitel im Telemark geholt. Am Ende standen insgesamt zwei Schweizer auf dem Podest.
Antonia Mathis und Salome Matter
Telemark-Weltmeister Stefan Matter arbeitet neben dem Spitzensport im Titlis-Sport in der Talstation in Engelberg. (Bild: PD/Thomas Ming)

Telemark-Weltmeister Stefan Matter arbeitet neben dem Spitzensport im Titlis-Sport in der Talstation in Engelberg. (Bild: PD/Thomas Ming)

Am 28. Januar 2017 hat Stefan Matter aus Engelberg im Telemark Classic die Weltmeisterschaft in La Plagne – Montchavin, Frankreich, gewonnen. Beim Telemarkrennen geht es erstens um die schnellste Zeit und zweitens darum, möglichst keine Penaltys zu bekommen. Jeder Penalty gibt eine Strafsekunde zur gefahrenen Zeit dazu.

Penaltys erhält man zum Beispiel, wenn man nicht in der korrekten Telemarkposition ist. Grundsätzlich geht es aber da­rum, die schnellste Zeit ins Ziel zu fahren. Das Rennen ist aufgebaut wie ein Riesenslalom, der aus dem Alpinskifahren bekannt ist. Beim Telemarkrennen müssen die Athleten auch einen Sprung schaffen und eine 360-Grad-Steilwandkurve bewältigen. Der letzte Abschnitt ist Skating.

Beim Sprung springt man über eine Rampe und muss dabei eine gewisse Reichweite schaffen, die in diesem Jahr 24 Meter betrug. Stefan Matter hatte sein Rennen gut gemeistert. Er hatte keine Penaltys, keine Strafsekunden und sprang mindestens 24 Meter weit.

Zum Sieg dank weniger Penaltys

Stefan Matter selber sagte dazu, dass er wohl nur gewann, weil Tobias Müller drei Penaltys bekam. Dabei war Stefan von Anfang an sehr positiv eingestellt und als dann Tobias Müller, ein Rivale aus Deutschland, im Ziel war, wusste Stefan genau, was er machen musste, damit er Tobias Müller schlagen konnte. Als Stefan im Ziel angekommen war, wusste er, dass er Tobias geschlagen haben musste. Die Athleten mussten sehr lange auf das Ergebnis warten, da alle Penaltys noch ausgewertet wurden. Am Schluss dieser Warterei wurde dann der Sieger preisgegeben. Insgesamt waren zwei Schweizer auf dem Podest und zuoberst stand Stefan Matter.

Stefan ist seiner Aussage nach immer noch der Alte, obwohl er Weltmeister wurde. Auf die Nachfrage, ob er geglaubt hätte, das er gewinnen würde, sagte er: «Ich habe nur eine ­Medaille erwartet, aber dass es gleich die goldene ist, hätte ich nicht gedacht.»

Freunde trotz viel Training

Der Weltmeister arbeitet neben dem Spitzensport noch 80 Prozent im Titlis-Sport bei der Talstation Engelberg Titlis. Viel Zeit für Freunde bleibt ihm nicht übrig mit dem ganzen Training und der Arbeit. Doch das Schweizer Telemarknationalkader wurde zu seinem Freund. Alle trainieren im Herbst oft gemeinsam. Im Sommer geht Stefan viel biken. Wenn er im Winter mal kein Rennen oder Training hat, geht Stefan gerne für sich selber Telemark fahren, und am liebsten fährt er in Engelberg oder in Sion.

Es gibt auch eine Strecke, die er überhaupt nicht mag. Diese liegt in Norwegen, Hurdal. Die Strecke war offiziell zu kurz, deshalb wurde sie verlängert. Dort kann man eine halbe Strecke fahren und eine halbe Strecke skaten. Am Tag vor dem Rennen in Hurdal war er krank, was ihn noch mehr dazu gebracht hat, die Piste nicht zu mögen. Als er sie gemeistert hatte, war er ausgepowert, obwohl er viel trainiert hatte. Aber der 29-Jährige gibt niemals schnell auf. Am letzten Wettkampf der Saison Anfang April wurde er Vize-Schweizer-Meister.

Antonia Mathis und Salome Matter

Klasse 1. IOS (Sek), Engelberg

Lehrerinnen Sybille Hänggi und Christina Zebisch

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