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Retro auf vier Rädern

Was haben Mini, VW Käfer und Fiat 500 gemeinsam? Es sind Ikonen, und sie verkörpern Geschichte des Automobil-zeitalters. Die drei Modelle stehen auch für eine wegweisende Retro-Strategie ihrer Hersteller. Vor allem aber für emotionale Erlebnisse.
Der Fiat Cinquecento stand wie kein anderes Auto seiner Zeit für italienischen Lebensstil. (Bild: PD)

Der Fiat Cinquecento stand wie kein anderes Auto seiner Zeit für italienischen Lebensstil. (Bild: PD)

Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der «Luzerner Zeitung» im Auftrag von Eichhof erstellt. Eichhof trägt die redaktionelle Verantwortung für diesen Inhalt. Hier geht es zu den Richtlinien für Sponsored Content der «Luzerner Zeitung».

Der VW Käfer. Ein Auto voller Geschichte und Emotionen. (Bild: PD)

Der VW Käfer. Ein Auto voller Geschichte und Emotionen. (Bild: PD)



Dieses sirrende Motorengeräusch, es ist so etwas wie die akustische Signatur des VW Käfers. Ein Klang, der im Regal meines Gedächtnisses lagert, verlinkt mit dem Modell K1303 von Roger B., einem Jugendfreund, mit Augen so blau wie die seines schicken, weiss gepolsterten Käfers. Das Auto passte voll zum dandyhaftenRodschi. Ich erinnere mich, wie er das erste Mal damit vorgefahren ist. Mit diesem verschmitzten Grinsen, das die zu Spitzen gedrehten Enden seines Schnurrbartes zucken liess, als würden Blitze durch sie schiessen. Zwischen den Schnurrbartenden bleckten weisse Zähne, und zwischen den Zähnen steckte ein Zahnstocher, der in diesem Moment nichts anderes als ein Ausrufezeichen war. Ein Bild, das in meinen Erinnerungen für die grenzenlose Leichtigkeit und unbeschwerte Freude einer Generation stand.

Vom Käfer zum Beetle

Fast 40 Jahre später sindRodschiskultiger Schnauz und der Käfer in Metallic-Blau mit seinen eleganten, weiss umringten Reifen nur noch auf den verblassten Fotos vergangener Tage und in der Erinnerung existent. Rodschi und sein VW Käfer, das weckt Sehnsüchte: an Fahrten mitten hinein in laue Sommerabende, dazu Musik von Umberto Tozzi, Lucio Dalla und Bryan Ferry. An lauschige Gartenrestaurants, in denen wir mit Freunden auf alles angestossen haben, was uns als stressfrei erschien. Liesse sich das Rad der Zeit zurückdrehen, ich bin sicher, wir würden es im Gegenuhrzeigersinn in Schwung setzen. VW hats vorgemacht: Obwohl überaus erfolgreich, hat der Volkswagen-Konzern die Produktion des Käfers im Sommer 2003 eingestellt – zuvor aber den New Beetle lanciert. Ein Auto, das nicht als Ablösung des Käfers entstanden ist, sondern ursprünglich als Vision, ein emissionsfreies Modell zu konzipieren.

Als Cabrio geniesst der Beetle eine ähnlich hohe Beliebtheit wie sein Vorgänger, der offene Käfer. (Bild: PD)

Als Cabrio geniesst der Beetle eine ähnlich hohe Beliebtheit wie sein Vorgänger, der offene Käfer. (Bild: PD)




Entstanden ist als Concept Car eine moderne Interpretation des VW Käfers. Weil die Reaktionen auf das Design positiv bis euphorisch ausfielen, wird der New Beetle, seit 2011 nur noch Beetle genannt, als Serienfahrzeug produziert. Damit haben die Wolfsburger als erste Hersteller von Autos ein Modell im Retrodesign auf den Markt gebracht. Auch wenn der Beetle nie an den Erfolg des Käfers anknüpfen konnte, als Cabrio vermag er das Lebensgefühl und die Good Vibrations der 70er- und 80er-Jahre zu wecken.

Flavio und der Fiat Cinquecento

Flavio D., ein Nachbar und Sandkastenfreund ohne Verfalldatum. Seine Mutter aus Italien, sein Vater aus dem Puschlav, sein erstes Auto ein Cinquecento. Grün. Giftgrün. Flavio und sein Cinquecento, auch das ein Album voller Geschichten und Bilder, die stets für gute Laune sorgen, wenn ich sie abrufe. Da war zum Beispiel diese Nacht. Wir konnten es nicht fassen, Mark und Catherine hatten unmissverständlich signalisiert, dass sie heiraten wollten. Oder vielleicht sogar schon heimlich geheiratet hatten!? Wir wussten es nicht, aber es stand fest: So einfach kommen die uns nicht davon. Blumen müssen her. «Es gibt immer einen Weg», so Flavio, der uns ohne Umschweife zum nächstgelegenen Friedhof fuhr. Dort gab es Blumen in grosser Auswahl. Es war erstaunlich, wie viele davon in das giftgrüne «Pfupferli» passten. Zugegeben: Ganz wohl war uns dabei nicht.
Die Überraschung bei Mark und Catherine war gross, als wir wie Blumenständer vor ihrer Wohnung standen. Echte Freude kam aber nicht auf. Erstens war Heiraten kein Thema, und zweitens brachten wir mit dem friedhöflichen Blumengruss auch viele Schnecken und anderes Getier in ihre Wohnung. Eine Nacht später waren Blumen und Kranz wieder dort, wo sie hingehörten, nur ein paar Spinnen blieben als Erinnerung an jene nächtliche Fahrt im Cinquecento zurück.

Der Cinquecento hat als Fiat 500 vor 10 Jahren ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Inzwischen besteht die 500er-Familie aus acht neuen Modellen, in ganz unterschiedlichen Segmenten. Hier das Modell Fiat 500L. (Bild: Juri Baruffaldi)

Der Cinquecento hat als Fiat 500 vor 10 Jahren ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Inzwischen besteht die 500er-Familie aus acht neuen Modellen, in ganz unterschiedlichen Segmenten. Hier das Modell Fiat 500L. (Bild: Juri Baruffaldi)






Forever young

Flavio wird dieses Jahr 58 Jahre alt, der Fiat Cinquecento feiert seinen 60. Geburtstag. Beide «Modelle» haben Kultstatus, aber nur Flavio gibt es im Original. Fiat hat den Cinquecento 1975 aus dem Programm genommen und 2007 im Retro-Design als Fiat 500 neu auf den Markt gebracht. «Weil das Auto ein Symbol italienischen Stils ist», wie der Hersteller Fiat Chrysler Automobile (FCA) den Relaunch des Modells begründet. Der runde Geburtstag wird mit einer Jubiläumsausgabe gefeiert. Der Fiat 500 steht während des gesamten Jubiläumsjahres unter dem Motto «Forever Young» im Mittelpunkt exklusiver Veranstaltungen und Aktionen in der Kunst- und Modeszene. Ein Motto, das auch gut zu Flavio passen würde.

Der Mini – oder vom Cooper zum BMW

Kein Witz: Der Ort heisst wirklich Muhen. Er liegt im Suhrental auf der Achse Aarau–Sursee. Man kalauert, Muhen habe die gescheitesten Kühe, weil sie den Namen ihres Wohnortes zur Hälfte aussprechen könnten. Auf der Wiese vor Flavios Elternhaus, dort, wo sonst gescheite Kühe weideten, verkaufte 1975 ein Autohändler Gebrauchtwagen. Zuvorderst in der Reihe stand ein blauer Mini Cooper mit weissen Filets und grossen Nebelscheinwerfern auf der Stossstange. Unmittelbar rechts daneben gab es – passend zur britischen Marke Mini – ein Tea Room (heute sagt man Café Restaurant). Der Parkplatz des Tea Rooms war ein guter Standort, um Autostopp zu machen. Autostopp bedeutet, per Handzeichen bei fremden Verkehrsteilnehmern um Mitfahrmöglichkeit bitten. Damals war das eine beliebte, weil günstige Alternative zum ÖV.
Auch ich war damals oft per Daumen unterwegs. Wenn ich lange warten musste, bis jemand anhielt, habe ich davon geträumt, der blau-weisse Mini Cooper gehöre mir, und zusammen würden wir den ganzen Tag Autostöpplerinnen und Autostöppler aufladen.
Als ich endlich selber Auto fahren durfte, war der blaue Mini Cooper – mein Traumauto – längstens weg. Und als ich genug verdiente, um mir einen Mini auch wirklich leisten zu können, hatten diese Autos an Pep eingebüsst. Das kultige, zentrale Rundinstrument mit Tacho und die sportlichen Schalter erinnerten inzwischen mehr an Mickey Mouse und weniger an die glanzvollen Zeiten, als die Marke Mini Cooper für sportliche Kleinwagen stand (Sieg bei der Rallye Monte Carlo 1964, 1965 und 1967).

Ein Mini Classic «Final Edition»: Mini Cooper aus dem Jahr 2000. (Bild: PD)

Ein Mini Classic «Final Edition»: Mini Cooper aus dem Jahr 2000. (Bild: PD)




Das änderte sich mit der Übernahme von Mini durch BMW. Die Deutschen haben dem Kleinen ab 2001 mit einem gelungenen Retro-Konzept buchstäblich zu neuer Grösse verholfen und das Auto als ersten Kleinwagen erfolgreich im Premiumsegment positioniert. Wobei Kleinwagen relativiert werden muss. Wirklichminiwar das Original. Bruno Imfeld, ein ehemaliger Arbeitskollege mit einer Körpergrösse von knapp 2 Metern, musste bei seinem Original-Mini den Vordersitz rausmontieren und das Auto von der Rückbank aus steuern. Die von BMW gebauten Mini-Modelle bieten heute auch vier Imfelds bequem Platz und sind trotzdem echte Minis geblieben. Weil mit Frontantrieb, vorne quer eingebautem Vierzylinder-Motor, kurzen Karosserieüberhängen und zentralem Rundinstrument elementare Merkmale des Classic Mini übernommen worden sind.

In meiner Garage steht mittlerweile der zweite Mini aus dem Hause BMW. Im DAB+-Radio höre ich sehr gerne den Sender «Vintage Radio». Besonders laut drehe ich auf, wenn der Song «Sweet Hitch-Hiker» von Creedence Clearwater Revival gespielt wird.

Jil Lüscher


Retro-Nostalgie auf vier Rädern


Käferparade: Der VW Käfer (VW Typ 1) ist ein Pkw-Modell der unteren Mittelklasse der Marke Volkswagen mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor und Heckantrieb. Es wurde von Ende 1938 bis Sommer 2003 gebaut. (Bild: PD)

Käferparade: Der VW Käfer (VW Typ 1) ist ein Pkw-Modell der unteren Mittelklasse der Marke Volkswagen mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor und Heckantrieb. Es wurde von Ende 1938 bis Sommer 2003 gebaut. (Bild: PD)

Die Neuauflage des Mini durch BMW entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte. Hier das aktuelle Modell Clubman John Cooper Works All4. (bild@me.com)

Die Neuauflage des Mini durch BMW entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte. Hier das aktuelle Modell Clubman John Cooper Works All4. (bild@me.com)

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