Challenge League
Dem SC Kriens fehlt die Leichtigkeit vor dem gegnerischen Tor

Der SC Kriens trifft auf Xamax Neuenberg (19 Uhr). Zwei Spiele, vier Punkte und null Gegentore ist die Bilanz aus den letzten sieben Tagen.

Turi Bucher
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Der Krienser Patrick Luan im Zweikampf wird von einem Chiasso-Spieler zurückgehalten.

Der Krienser Patrick Luan im Zweikampf wird von einem Chiasso-Spieler zurückgehalten.

Bild: Pius Amrein (Kriens, 20. Februar 2021)

Es ist Kriens in dieser Saison gelungen, Xamax gleich dreimal zu schlagen: zweimal in der Challenge League und einmal im Cup. Xamax in einem Jahr viermal zu bezwingen, geht das überhaupt? «Beide Teams wissen, was auf dem Spiel steht», sagt Kriens-Trainer Bruno Berner, «diese Partie bietet wieder eine andere Konstellation, aber egal, wer der Gegner ist, wir streben den Sieg an.»

Kriens hat vor einer Woche im Abstiegskampf Chiasso zurückbinden können, dasselbe sollen nun auch die Neuenburger erleiden. Berner: «Wir wollen beweisen, dass wir in diese Liga gehören.»

Der Krienser Erfolgscoach seit dreieinhalb Jahren war nach dem 0:0 am letzten Dienstagabend in Winterthur vor seiner Mannschaft gestanden und hatte sie für ihre Lauf- und Kampfbereitschaft gelobt. «Aber», so Berner, «das ist Basisarbeit, und die braucht es auch gegen Xamax wieder. Was uns noch fehlt, ist die Leichtigkeit vor dem Tor, das Überraschende, das Kreative.» Und das habe, erklärt der Kriens-Trainer, Xamax in der Person von Offensivspieler Raphaël Nuzzolo definitiv.

Kriens hat tatsächlich in den letzten fünf (!) Partien kein Tor mehr aus dem laufenden Spiel heraus erzielt. Gegen Chiasso resultierten «nur» zwei Penaltys, beim 1:2 gegen Wil war es ein Eckball, der direkt ins Netz flog. Was Kriens jetzt braucht: Dribblings, Tricks und Haken vor und im gegnerischen Strafraum, den Schuss vortäuschen, die Verteidiger zu Boden grätschen und den Goalie hechten lassen und dann den Ball ins leere Tor schieben. Ist doch ganz einfach, oder...?