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0:3 in Barcelona - FCL ist gegen die B-Mannschaft von Espanyol überfordert

Bedenklich schwach präsentiert sich der FC Luzern bei Espanyol Barcelona – verliert 0:3 und scheidet in der Europa-League-Qualifikation aus.
Daniel Wyrsch, Barcelona
Auf verlorenem Posten: Ibrahima Ndiaye (rechts) versucht Didac Vila zu folgen.(Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Barcelona, 15. August 2019))

Auf verlorenem Posten: Ibrahima Ndiaye (rechts) versucht Didac Vila zu folgen.(Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Barcelona, 15. August 2019))

FCL-Trainer Thomas Häberli ist mit einer mutigen Aufstellung in diese Partie gegangen. Er wählte ein 4-2-1-3-System. Ein Novum unter ihm. Bei den ­Luzernern waren nur noch Torhüter Marius Müller und die drei Verteidiger Otar Kakabadse, Lucas Alves und Lazar Cirkovic auf ihren gewohnten Positionen und spielten im gleichen mannschaftlichen Umfeld auf dem Platz. Christian Schwegler wechselte die Seite, verteidigte im linken Couloir. Remo Arnold stiess im defensiven Mittelfeld an die Seite von Idriz Voca, sie spielten in dieser Saison erstmals nebeneinander. Tsyi Ndenge bekam die offensive Rolle im zentralen Mittelfeld.

Luzern's Tsiy-William Ndenge (links) misst sich im Kopfballduell mit Espanyol's Victor Campuzano. Bild: Keystone / Enric Fontcuberta (Barcelona, 15. Augsut 2019)ALuzern's Tsiy-William Ndenge (links) misst sich im Kopfballduell mit Espanyol's Victor Campuzano. Bild: Keystone / Enric Fontcuberta (Barcelona, 15. Augsut 2019)A
Der Torhüter Diego Lopez von Espanyol jubelt nach dem Tor zum 1:0. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Der Torhüter Diego Lopez von Espanyol jubelt nach dem Tor zum 1:0. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Blessing Eleke (rechts) wird von Espanyols Gonzalo Pipa Avila verfolgt. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Blessing Eleke (rechts) wird von Espanyols Gonzalo Pipa Avila verfolgt. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Christian Schwegler kämpft um den Ball gegen Espanyols Gonzalo Pipa Avila. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Christian Schwegler kämpft um den Ball gegen Espanyols Gonzalo Pipa Avila. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Espanyols Matias Vargas (Espanyol) kämpft gegen Luzerns Torhüter Marius Müller und Remo Arnold. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Espanyols Matias Vargas (Espanyol) kämpft gegen Luzerns Torhüter Marius Müller und Remo Arnold. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Tsiy William Ndenge (links) versucht sich gegen Espanyols Didac Vila vor dem gegnerischen Tor durchzusetzen. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Tsiy William Ndenge (links) versucht sich gegen Espanyols Didac Vila vor dem gegnerischen Tor durchzusetzen. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Der Luzerner Torhüter Marius Müller kassiert ein Tor von Espanyols Lei Wu, das der Schiedsrichter jedoch für ungültig erklärt. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Der Luzerner Torhüter Marius Müller kassiert ein Tor von Espanyols Lei Wu, das der Schiedsrichter jedoch für ungültig erklärt. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Blessing Eleke (rechts) rennt umd den Ball gegen Espanyols Gonzalo Pipa Avila. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Blessing Eleke (rechts) rennt umd den Ball gegen Espanyols Gonzalo Pipa Avila. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Lazar Cirkovic im Zweikampf mit Espanyols Javi Puado. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Lazar Cirkovic im Zweikampf mit Espanyols Javi Puado. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Goalie Marius Mueller kann auch das Tor zum 0:3 nicht verhindern. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Goalie Marius Mueller kann auch das Tor zum 0:3 nicht verhindern. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Torhüter Marius Müller zieht sich das Dress über den Kopf. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Torhüter Marius Müller zieht sich das Dress über den Kopf. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Lazar Cirkovic (links) erhält nach dem Spiel eine Aufmunterung von Espanyols Esteban Granero. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Lazar Cirkovic (links) erhält nach dem Spiel eine Aufmunterung von Espanyols Esteban Granero. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Die Spieler von Espanyol jubeln nach dem gewonnen Spiel. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Die Spieler von Espanyol jubeln nach dem gewonnen Spiel. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
Luzerns Lazar Cirkovic (von links), Pascal Schürpf und Idriz Voca sammeln sich nach dem Spiel. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)Luzerns Lazar Cirkovic (von links), Pascal Schürpf und Idriz Voca sammeln sich nach dem Spiel. Bild: Freshfocus / Martin Meienberger (Barcelona, 15. August 2019)
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Der FC Luzern verliert in der Europa League gegen Espanyol Barcelona - die Bilder

Erstmals seit langem mit einem Dreimannsturm begonnen

Vorne im Sturm standen erstmals seit längerer Zeit beim FCL drei Stürmer! Francesco Margiotta, Blessing Eleke und Ibrahima Ndiaye. Aber diese Aufstellung war nach knapp 150 Sekunden Makulatur. Wu Lei schoss bereits in der 3. Minute das 1:0 für Espanyol. Thomas Häberli musste seine Mannschaft umstellen, er liess fortan in einem 4-1-4-1 agieren. Um damit wenigstens den grössten Schaden abzuwenden.

Dabei hatte es auch auf Seiten von Espanyol für dieses Rückspiel der 3. Runde in der Europa-League-Qualifikation einschneidende Veränderungen gegeben. Im Vergleich zum 3:0 gewonnenen Hinspiel in Luzern veränderte der katalanische Trainer David Gallego die Startformation auf nicht weniger als sechs Positionen: Im Hinblick auf das Startspiel der spanischen La Liga am nächsten Sonntag verzichtete er auf U21-Europameister Marc Roca, Captain Javi Lopez, Oscar Melendo, Adrian Pedrosa und Facundo Ferreyra. Weil Borja Iglesias am Mittwoch für 28 Millionen Euro – deutlich mehr als der Marktwert aller Luzern-Profis (22,7 Millionen Euro) zusammen – an Betis Sevilla verkauft worden war, musste Gallego ebenfalls auf den Goalgetter der Vorsaison (17 Ligatore) verzichten. Aber das hinderte den Coach nicht, mit Matias Vargas, Wu Lei (1 Tor) und Victor Campuzano (2 Tore) einen schlagkräftigen Angriff aufs Feld zu schicken.

Nicht nur der Angriff der Spanier war technisch und läuferisch deutlich besser als die Schweizer. Die ganze Espanyol-Mannschaft war hoch überlegen. Dabei war es wie erwähnt nur ein B-Team, das da auf dem Rasen eine Kombination nach der anderen in Richtung Tor von Marius Müller spielte. Zum Glück - aus Luzerner Sicht - stand dort mit dem grossen Deutschen ein Schlussmann, der eine andere Klasse als seine Vorderleute besitzt. Müller verhinderte mit mehreren hervorragenden Paraden eine höhere Niederlage als dieses 0:3.

Den überforderten Luzernern kam aber ebenfalls noch einmal Espanyol-­Coach David Gallego zur Hilfe. Der 47-jährige Katalane hatte ein Einsehen mit dem FCL. In der zweiten Hälfte wechselte er zusätzlich zu den Veränderungen drei Spieler ein, die sonst kaum in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen. Unter anderem gab der erst 18-jährige Nicolas Melamed seinen Einstand bei den Profis. Natürlich litt durch diese Einwechslungen der Spielfluss der Gastgeber. Wie bei einem Testspiel in der Vorbereitung standen auf einmal zu viele Spieler auf dem Platz, die sich zu wenig gut kennen, um schnelle Spielzüge zu kreieren. Für den FCL, der mit dem Gesamt­skore von 0:6 in der 3. Runde der Qualifikation ausgeschieden ist, war das wohltuend.

Schon die fünfte Partie, ohne ein Tore geschossen zu haben

Das ändert aber nichts an der ungenügenden Leistung der Mannschaft von Thomas Häberli. Vor allem auch im physischen Bereich gehen die Innerschweizer zu wenig zur Sache, um überhaupt einigermassen gegen solche Kontrahenten dagegenhalten zu können. Wo ist die kämpferische Einstellung in den letzten Wochen und Monaten geblieben? Der Sturm vorne ist ein laues Lüftchen. Das war bereits der fünfte Pflichtmatch dieser neuen Saison, ohne einen Treffer des FCL. In der Schlussphase hatte Francesco Margiotta die zwei einzigen Torchancen ausgelassen.

Am Sonntag im Cup bei AS Calcio Kreuzlingen (2. Liga inter) müssen die Luzerner zum Toreschiessen zurückkehren.

Reaktionen von Coach Häberli und Captain Schürpf, der feststellt: «Das tut grausam weh!»

Luzern-Coach Thomas Häberli meinte nach der zweiten 0:3-Niederlage gegen Espanyol und dem Ausscheiden mit dem Gesamtskore von 0:6 gegen die Spanier: «Der frühe Rückstand machte uns die Aufgabe schwer.» Und: «Der Gegner hat Qualität, das wussten wir. Es hätte ein perfektes Spiel gebraucht, damit wir noch eine Chance aufs Weiterkommen gehabt hätten. Doch das war heute leider nicht der Fall.»

Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Captain Pascal Schürpf, der immerhin mit seiner kämpferischen Leistung im enttäuschenden FCL-Kollektiv auffiel, stellte kurz nach dem Matchende fest: «Wie aus dem Nichts ist dieses frühe 0:1 gekommen.» Der Basler war zu diesem Zeitpunkt noch auf der Bank. Schürpf zeigte Emotionen nach diesem Aus auf diese Art und Weise: «Das tut grausam weh!» Wohl, weil der Unterschied zwischen den beiden Teams derart gross war. Schürpf fand zu Recht: «Vieles hat heute nicht gepasst. Der Qualitätsunterschied war deutlich zu sehen.»

Zur europäischen Saison des FCL, die für einmal vier Wochen lang mit den Gegnern Klaksvik von den Färöer-Inseln und Espanyol aus der (Fussball-)Weltstadt Barcelona dauerte, meinte Pascal Schürpf: «In dieser Kampagne war gut, dass wir die erste Runde überstanden haben. Espanyol, der zweite Konkurrent, war dann halt ein anderes Kaliber.» (dw)

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