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1. LIGA: «Eine Saison wie die letzte darf es nicht mehr geben»

Auf dem Weg zum Profi stoppten ihn eine Verletzung und ein Erfolgs­trainer. Nun hat Samuel Huber in Sursee seine zweite Heimat gefunden.
Stieg letzte Saison zum Captain des FC Sursee auf: der 27-jährige Samuel Huber. (Bild cb)

Stieg letzte Saison zum Captain des FC Sursee auf: der 27-jährige Samuel Huber. (Bild cb)

cb. René Weiler ist ein Erfolgstrainer. Letzte Saison hat er den Traditionsverein 1. FC Nürnberg bis in die Relegationsspiele zur Bundesliga geführt. Zuvor hatte er in der Schweiz schon beim FC Aarau mit einem kleinen Budget erstaunliche Platzierungen erreicht. Trotz all dieser anerkannten Erfolge – einer ist nicht gut auf René Weiler zu sprechen. Samuel Huber, der 27-jährige Captain des FC Sursee, rollt bei den Erinnerungen an Weiler mit den Augen. «Er hat mir keine Chance gegeben, wollte nichts von mir wissen und hat mich beim FC Aarau vom Training ausgeschlossen», sagt Huber. Damals träumte er davon, Fussballprofi zu werden. Er ordnete diesem Ziel alles unter. Weiler aber setzte nicht auf Huber.

Samuel Huber durchlief beim FC Aarau die Juniorenabteilung, debütierte mit 17 Jahren in der Super League mit einem Kurzauftritt gegen den damals amtierenden Meister FC Zürich. Der schnelle Aufstieg wurde jäh gebremst – noch vor der Trainertätigkeit von Weiler. Aarau stieg ab, das Jungtalent Huber erlitt einen doppelten Leistenbruch und wurde an diverse 1.-Liga-Vereine ausgeliehen. Als er meinte, er hätte den Anschluss ans Aarauer Profiteam wieder gefunden, warf ihn Weiler aus dem Kader. «Mein grosser Traum von der Profikarriere war geplatzt. Damit hatte ich enorm Mühe. Ich fiel in ein Loch und trainierte auch nicht mehr mit jener Seriosität, die notwendig ist, um auch in der 1. Liga bestehen zu können», gibt sich Samuel Huber selbstkritisch. Im Jahr 2013 zog er die Notbremse. Er stieg aus dem Fussballgeschäft aus, ging für ein halbes Jahr nach Kalifornien, holte die Berufsmatura nach und begann ein Studium der Betriebsökonomie. Im Januar 2014 heuerte er beim FC Sursee an.

Hobby und Verpflichtung

In den letzten zweieinhalb Jahren auf der Schlottermilch ist Samuel Huber gereift. Der kopfballstarke Innenverteidiger wirkt im Gespräch besonnen, überlegt. Er ist einer, der analysiert und die richtigen Schlüsse zu ziehen versucht. Er hat wieder eine professionellere Einstellung gefunden. «Fussball in der 1. Liga ist zwar ein Hobby», sagt Huber. Aber: «Es ist auch eine Verpflichtung. Ich kann nicht einfach nach Lust und Laune ins Training gehen. Ich nehme den Fussball auch mit 27 Jahren noch sehr ernst.» Diese Einstellung führte dazu, dass Huber in Sursee letzte Saison zum Captain aufstieg. Für viele junge Teamkollegen ist er ein Vorbild. «Ich fühle mich im Team und im Verein sehr wohl. Der FC Sursee ist ein familiärer Verein, das gefällt mir. Und ich habe noch in keinem anderen Erstliga-Team einen solchen Zusammenhalt erlebt wie hier in Sursee», sagt Huber. Dies und die Wertschätzung, die ihm entgegengebracht werde, sei sicherlich ausschlaggebend für seine Vereinstreue.

«Einen Schritt nach vorne getan»

Huber ist auch weiterhin ehrgeizig. Eine Saison wie die letzte, als der FC Sursee sportlich abgestiegen war und den Ligaerhalt nur dank des Konkurses des FC Biel-Bienne am grünen Tisch schaffte, will er kein zweites Mal erleben. «Der sportliche Abstieg hat mich tief getroffen und sehr beschäftigt. Mit einer solchen Saison kann man nicht zufrieden sein», sagt Huber. Wohin die Reise in dieser Saison mit dem FC Sursee gehen wird, da wagt sich Huber nicht auf die Äste hinaus. Vorsichtig spricht er von einem Platz im vorderen Mittelfeld, um gleichzeitig auch zu sagen: «Der FC Sursee muss aufgrund der knappen Finanzen auch in Zukunft darum kämpfen, in der 1. Liga zu verbleiben. Ich denke aber, wir hätten mit dem Team schon letzte Saison mehr erreichen können und haben nun in dieser Vorbereitung einen weiteren Schritt nach vorne getan.» Grundlegend habe sich das Spielsystem mit dem neuen Trainer Marc Fiechter, der Heiri Eggerschwiler abgelöst hat, nicht verändert. Wichtig sei, dass der Saisonstart gelinge und in den ersten Partien gegen Delémont (zu Hause) und Bassecourt (auswärts) die ersten Punkte eingefahren werden könnten. «Wir alle müssen von Beginn an wissen, worum es geht», verlangt Captain Samuel Huber von seinen Mitspielern. Denn: «Eine Saison wie die letzte darf es nicht mehr geben!»

Zuzüge: Marc Fiechter (Malters, Trainer), Lukmon (Zug 94), Yanick Fölmli (Team Sempachersee), Fabio Lo Priore Team Aargau U 21), Matias Vrazic (Hochdorf), Albion Ajdini (Malters), Ivan Bijelic (Luzern U 18), Levin Peter (Team Sempachersee), Kevin Scherer (Kriens-Luzern U 17), Edmond Selmani (Kriens), Dominik Zbinden (Team Sempachersee).

Abgänge: Heiri Eggerschwiler (Trainer, Pause), Urs Jost (Assistenztrainer, Pause), Eldin Beganovic (Kriens), Antonio Bernaschino (Italien, ?), Jonas Bernet (Zug 94), Damir Dzombic (?), Semir Dzombic (Dulliken), Gregory Gemperle (Langenthal), Darek Kostuniak (Polen, ?), Kojo Matic (?), Patrick Peter (Pause, verletzt), Kevin Vogel (Hochdorf)..

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