1:1 gegen Schaffhausen: Die Krienser Fussballer können einfach nicht mehr siegen

Der SC Kriens liegt bis zur 91. Minute 1:0 in Führung. Dann kommt der Ausgleich für Schaffhausen doch noch.

Turi Bucher
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Der Krienser Mittelfeldspieler Albin Sadrijaj kämpft mit Schaffhausens Francisco Rodriguez (rechts) um den Ball.

Der Krienser Mittelfeldspieler Albin Sadrijaj kämpft mit Schaffhausens Francisco Rodriguez (rechts) um den Ball.

Bild: Boris Bürgisser (Kriens, 11. Dezember 2020)

Es ist verflixt und verhext – und das Warten geht weiter: Das 1:1 (1:0) gegen den FC Schaffhausen bedeutet für den SC Kriens das 8. Spiel in Serie ohne Sieg. Kriens kann einfach nicht mehr gewinnen. Den Ausgleichstreffer handelte sich der SCK in der Nachspielzeit (91.) ein.

Kriens kam in der 1. Halbzeit lange Zeit nicht «in die Gänge», musste sich vom FC Schaffhausen dominieren lassen. Die Krienser konnte in die spielerische Überlegenheit der Schaffhauser den einen und anderen Nadelstich namens Konter streuen, mehr nicht. Anthony Bürgisser hätte in der 13. Minute eine solche Konterattacke mit dem 1:0 abschliessen müssen. Stürmer Amel Rustemoski, der den Angriff ausgelöst hatte, musste bereits in der 20. Minute mit einer Verletzung am Fuss vom Platz.

Das Krienser 1:0 in der 37. Minute kam überraschend. Verteidiger Liridion Berisha bugsierte den Ball nach einer Cornervariante und der Flanke von Diogo Costa raffiniert über die Torlinie. Schaffhausen hatte in der 42. Minute noch eine Freistosschance aus gefährlicher Distanz, doch Francisco Rodriguez schoss weit übers Tor. Gäste-Trainer Murat Yakin hätte den zu seiner Zeit noch «versenkt».

Fazit der 1. Halbzeit: Die Krienser Führung war höchst glücklich. Yakins Schaffhausen war überlegen, das drückte auch die Ballbesitzstatistik der ersten 45 Minuten aus: 62 % für die Gäste (am Schluss 58 %).

Nach der Pause liess die Dominanz der Yakin-Mannschaft nach. Eindrücklich, wie die Verteidiger Berisha und Marijan Urtic ihr Team auf kämpferische Art und Weise mitrissen. Kriens hätte das Spiel nun entscheiden müssen: Stürmer Igor Tadic hatte die Chance mit einem Ablenker (55.), und in der 72. Minute stand er nach Vorarbeit von Dario Ulrich alleine vor Schaffhausen-Torhüter David Da Costa, konnte den Ball aber nicht richtig kontrollieren. Dann folgten zwei ganz grosse Kopfballchancen: In der 74. Minute köpfelte Schaffhausens Ivan Prtajin daneben, in der 76. Minute Tadic in die Hände von Da Costa. Nun rückte der lang ersehnte Krienser Sieg für Kriens näher, endlich schien es zu klappen, nur noch vier Nachspielminuten. In der 91. Minute aber der Schock: Schaffhausens Stürmerstar Rodrigo Pollero nutzte im Krienser Strafraum seine Chance zum 1:1.

Murat Yakin: «Mit dem 1:1 kann ich leben»

Murat Yakin meinte nach dem Schlusspfiff: «Wir mussten dem Rückstand lange Zeit hinterherlaufen. Es ist ein gerechtes 1:1, mit diesem Unentschieden kann ich leben.» Kriens-Trainer Bruno Berner muss mit dem Remis leben. Er sagte: «Mein Team hat gut gekämpft. Ich bin weder verärgert noch enttäuscht, sondern richte meinen Fokus sofort auf das nächste Spiel.»

Dieses nächste Spiel findet am Dienstag in Kriens gegen Aarau statt. Bis dahin ... darf man durchaus noch ein bisschen enttäuscht sein.

Kriens – Schaffhausen 1:1 (1:0)
Kleinfeld. – 50 Zuschauer. – SR Turkes.
Tore: 37. Berisha 1:0. 91. Pollero 1:1.
Kriens: Brügger; Urtic, Alessandrini, Berisha, Busset; Bürgisser (67. Mistrafovic) ; Follonier (67. Ulrich), Sadrijaj, Costa; Rustemoski (20. Yesilçayir), Tadic.
Schaffhausen: Da Costa; Padula (66. Mozzone), Hamdiu, Mujcic; Krasniqi, Bislimi (87. Vukasinovic), Sarr (66. Neitzke), Lika (46. Del Toro); Francisco Rodriguez (66. Roberto Rodriguez); Pollero, Prtajin.
Bemerkungen: Kriens ohne Abubakar, Kukeli, Aliu und Fanger (alle verletzt). Schaffhausen ohne Bunjaku (gesperrt) und Paulino (verletzt). 20. Rustemoski verletzt ausgewechselt.