1:1 gegen Thun – Der FCL spielt unter Fabio Celestini erstmals Unentschieden

Für den FC Luzern geht beim wiedererstarkten Tabellenletzten Thun eine Siegesserie von fünf gewonnenen Spielen zu Ende. Für die Innerschweizer ist das 1:1 im Berner Oberland aber ein gutes Resultat.

Daniel Wyrsch
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Die entscheidende Szene

In der 20. Minute geht Ridge Munsy gegen Goalie Marius Müller und Marco Bürki in eine Flanke. Der vermeintliche Treffer zum 2:1 wird aberkannt, weil der Ex-Luzerner Munsy den Ex-Thuner Bürki geschubst haben soll. Ein glücklicher Entscheid für den FCL.

Das hat zu reden gegeben

Für den angeschlagenen Ibrahima Ndiaye ist Ex-Captain Pascal Schürpf in der Startformation erwartet worden. Doch der Basler leidet unter einer Adduktorenverletzung und musste ebenfalls passen. Statt Blessing Eleke ist Shkelqim Demhasaj im Sturm neben Francesco Margiotta zum Einsatz gekommen. Eleke hat sich bis zur 72. Minute gedulden müssen, ehe er für «Mimi» Demhasaj ins Spiel gekommen ist.

Das Ergebnis

Das 1:1 (1:1) ist das erste Unentschieden im fünften Spiel der Rückrunde. Erstmals gewinnt der FCL unter Fabio Celestini nicht drei Punkte.

Thuns Nicolas Hasler gegen Luzerns Marco Bürki.

Thuns Nicolas Hasler gegen Luzerns Marco Bürki.

Bild: Keystone

Die erste Halbzeit

Die Partie ist schon nach knapp vier Minuten lanciert: Nicolas Sutter verliert den Ball mit einem Fehlpass im Mittelkreis an Francesco Margiotta. Der Turiner zieht alleine Richtung Thuner Tor und bezwingt Guillaume Faivre aus elf Metern zum 1:0 für Luzern. Doch die Berner Oberländer lassen sich durch den frühen Rückstand nicht beeindrucken, greifen das Tor der Gäste vehement an. Ein Tor von Miguel Castroman (7.) wird zu Recht aberkannt, weil Simone Rapp im Abseits gestanden war. In der 9. Minute fällt dann aber doch der Ausgleich für Thun: Der beim FCL ausgebildete Ridge Munsy beweist seine Hochform, erzielt mit dem 1:1 sein drittes Tor in den letzten drei Partien. Den ersten Gegentreffer seit 291 Minuten hätten am ehesten Lucas Alves und beim ersten Ball Luzerns Startelf-Debütant Marco Bürki (im Duell mit Simone Rapp) mit einem besseren Kopfball verhindern können.

Der Match wird von beiden Seiten sehr animiert geführt, die Zuschauer in der Stockhorn-Arena werden bestens unterhalten. Nie in den vergangenen Jahren hat die Affiche Thun - Luzern so viel Spass gemacht.

Glück hat die Celestini-Elf in der 20. Minute, als Munsy vermeintlich das 2:1 geschossen hat, Schiedsrichter Fedayi San aber offenbar auf Intervention eines seiner Assistenten auf Foul gegen Bürki entschied. Torhüter Marius Müller prallte gegen Munsy, der zuerst liegen blieb, aber nach einigen Minuten Unterbruch weiterspielen konnte.

In der 36. Minute zeigte Müller einen tollen Reflex gegen einen Schuss von Nicolas Hasler aus kurzer Distanz.

Die zweite Halbzeit

Die Thuner powern auch im zweiten Durchgang, schnüren die Innerschweizer immer wieder in deren Spielfeldhälfte ein. Rapp hat in der 53. Minute eine exzellente Chance, verzieht seinen Schuss aber. Den Luzernern bleiben nur vereinzelte Gegenangriffe. Demhasaj (58.) und Margiotta (68.) kommen dabei zu Abschlüssen, die aber in den Armen von Thun-Keeper Faivre enden.

Ein haarsträubender Fehlpass des eingewechselten Marvin Schulz führt in in der 83. Minute via des ebenfalls ins Spiel gekommenen Hassane Bandé zu einer kapitalen Chance von Rapp. Der grosse Tessiner scheitert aber an Müller.

Im fünften Match unter Fabio Celestini spielt der FCL erstmals unentschieden, zuvor hatte die Mannschaft vier Partien gewonnen. Aber mit dem 1:1-Remis können die Luzerner sicher leben, denn Tabellenschusslicht Thun hatte nicht nur mehr Spielanteile, sondern auch die bessern Chancen.