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12. Swiss City Marathon: «Hauptsache, unter 1:20»

Das Luzerner Verkehrshaus als Läufer-Hotspot, Musikbands als Aufmunterung für Läufer – und dazu der grosse Auftritt der ganz Kleinen.
Therese Bühlmann
Die Erwachsenen wagten sich an den Marathon, Halbmarathon oder 10-km-Lauf (von links: Hervé Laville, Felix Huss, Martin Kleinert). (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Erwachsenen wagten sich an den Marathon, Halbmarathon oder 10-km-Lauf (von links: Hervé Laville, Felix Huss, Martin Kleinert). (Bild: Corinne Glanzmann)

«Da geht aber was in Luzern», mag sich gestern wohl manch einer angesichts der Läuferscharen in der Leuchtenstadt gedacht haben. Wobei das Wort gehen ja der falsche Ausdruck ist, denn es wurde gerannt, gespurtet, gelaufen – es war wieder so weit, der Swiss City Marathon stand auf dem Programm.

Und weil der Kluge bekanntlich im Zuge reist, füllten sich die Abteile aus allen Himmelsrichtungen mit Läuferinnen und Läufern. Einige liessen den letztjährigen Marathon Revue passieren, andere legten sich eine Strategie für die bevorstehende Herausforderung zurecht.

Unverzichtbarer Blick auf die Wetter-App

Manch einer schaute auf die Wetter-App, die ja nicht allzu viel Gutes versprach. «Im Tessin sieht es auch nicht besser aus», machte einer auf Galgenhumor. Dann hiess es, den Zug verlassen, «bitte Jacken anziehen», sagte eine Leiterin zu ihrer jungen Truppe. «Ohne wärmende Kleidung steigt mir dann niemand aus.» Trainerinnen können ja manchmal ziemlich streng sein. Im Luzerner Bahnhof mussten sich die Teilnehmer entscheiden: mit dem Schiff-Shuttle oder mit dem Zug zum Start ins Verkehrshaus. Erstaunlich viele zogen es vor, die Strecke den See entlang unter die Füsse zu nehmen.

Prickelnd war die Aussicht zwar nicht gerade, aber Sehnen und Muskeln dankten es, denn gut aufgewärmt ist ja schon halb gewonnen. In Position brachten sich auch die verschiedenen Musikformationen, die Ronspatzen, die Rotseemöven, die Hügü Schränzer, die Hot Bananas und wie sie alle heissen. Als Aufmunterung und Unterstützung für die Läufer und zur Unterhaltung der Zuschauer. Die Helfer legten letzte Hand an, sicherten Strecken ab und bauten Stände auf.

Wie am Flughafen zur Ferienzeit

Das Verkehrshaus entwickelte sich zu einem Läufer-Hotspot, es war ein Gewusel, ein Kommen und Gehen, wie bei der Rush Hour am Flughaufen zur Ferienzeit. Langsam, aber sicher begab sich der Läufertross an den Start, schön geordnet und diszipliniert, mit und ohne Regenschutz und immer den Pacemaker im Blick. Die Muskeln lockern, das Dress zurechtzupfen – und endlich ging es los. «Hauptsache, mit trockenen Kleidern starten», sagte Remo aus dem Kanton Aargau, «wenn es dann unterwegs regnet, ist es egal.»

Im Ziel waren alle Sieger – natürlich auch Daniel Helfenstein. Bild: Corinne Glanzmann

Im Ziel waren alle Sieger – natürlich auch Daniel Helfenstein. Bild: Corinne Glanzmann

Und es kam, wie es kommen musste, Petrus öffnete seine Schleusen. «Lieber so als bei grosser Hitze laufen», sagte der 27-jährige Daniel Helfenstein aus Ruswil, der für die Läuferriege Gettnau an den Start geht, zum fünften Mal den Halbmarathon in Luzern bestritt und schon relativ früh das Ziel erreichte. Für sein sportliches Hobby wendet der Logistiker jeden Tag rund zwei Stunden auf. Seine Zielvorgabe für den sonntäglichen Anlass: «Eine Zeit um die 1:17 wäre schön gewesen», sagte er. Aber mit den 1:19:38,9 zeigte er sich auch zufrieden. «Hauptsache, unter 1:20.»

Gefallen haben ihm auch die aufmunternden Worte der Zuschauer am Strassenrand. «Vor allem jene beim KKL, ich wusste gar nicht, dass ich so viele Fans habe», sagte er lachend. Auf die Frage, ob er je einmal einen Marathon bestreiten werde, meinte er: «Erst ab 30.» Nun ist für ihn erst einmal eine Woche Pause angesagt, dann stehen für Daniel Helfenstein Crossläufe an.

Die letzten Tipps von Papa

Die Kleinsten liefen schon mit beim Maratholino (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Kleinsten liefen schon mit beim Maratholino (Bild: Corinne Glanzmann)

Ihren Auftritt hatten auch die «Cracks von morgen», beim Maratholino-Kinderrennen. Die Vier- bis Sechsjährigen zeigten auf der 195 Meter langen Strecke beim Verkehrshaus in Luzern und in Horw viel Einsatz. Papa gab noch die letzten Tipps, Mama drückte die Daumen, und Oma winkte. Einige der Sprösslinge standen vor dem Start ganz cool da, mit den Händen in der Hosentasche, andere fokussiert, gespannt und voller Vorfreude. Dann lossprinten, und – manchmal auch Hand in Hand – dem Ziel entgegen.

Eine Umarmung von der Familie, «gut gemacht», und noch ein Erinnerungsbild – ganz wie bei den Grossen halt.

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