Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Warmer Herbsttag am Swiss City Marathon: «Majla» bringt Tausende ins Schwitzen

13. Swiss City Marathon in Luzern: In diesem Jahr ist das Wetter anders.
Theres Bühlmann

Für einmal kannten die Verantwortlichen in Bezug auf das Wetter keine Sorgenfalten, auch bange Blicke der Teilnehmer gegen den Himmel blieben aus. «Schuld» an diesem Umstand war «Majla», ein Hoch, welches am Wochenende schönes Herbstwetter und somit ideale Bedingungen für den 13. Swiss City Marathon brachte. «Nicht zu warm anziehen und viel trinken», hiess deshalb die Devise.

Morgens um 7 Uhr spürte man noch kühle Temperaturen, eine halbe Stunde später war die Sonne da, der Bodennebel verzog sich – freie Sicht in die ­Berge. Dies war in den letzten Jahren bekanntlich nicht immer der Fall.

Es wurde gehämmert, geschraubt und geklebt

Beim Bahnhof Luzern stellte sich für einige der Läuferschar die Frage, zu Fuss ins Verkehrshaus oder das Shuttleschiff benutzen? Viele zogen Letzteres vor, vielleicht auch um Energie zu sparen, damit nicht «wertvolle Körner» im Kampf gegen die Uhr verloren gehen. Am Strassenrand wurde noch gehämmert, geschraubt und geklebt, Stände wurden aufgebaut, Mikrofone ausprobiert und Zelte festgezurrt. Unzählige Helfer sorgten so dafür, dass für die Läuferinnen und Läufer sowie die Zuschauer alles bereit war.

Die Sportler verwandelten das Verkehrshaus in einen leichtathletischen Hotspot, es war ein Kommen und Gehen, ein veritables Gewusel. «Das sieht ja aus wie am Flughafen von Miami», drückte sich ein Kollege aus. Dann bewegten sich Tausende zum Start, wo es galt, sich je nach Zeitvorgabe den richtigen Block zu wählen und sich hinter dem Pacemaker einzureihen. Für das Warm-up, oder eben Aufwärmen, war kein Geringerer als Tadesse Abraham zuständig, der auch als Ehrenstarter fungierte.

Unterstützung für Papa und Mami

Den Körper nun auf Betriebstemperatur bringen, hiess es, nur noch wenige Minuten warten. Einige fokussiert und konzentriert, andere locker und lässig. Noch ein paar Dehnungsübungen, die Muskeln lockern, ein Blick auf die Uhr und ein Schluck aus der Flasche – und los ging es. «Wünsch dem Papa viel Glück», sagte eine Mutter zu ihrer Tochter, während eine Familie mit einem Schild, versehen mit dem Schriftzug «Go Mami» und vielen rot aufgemalten Herzen, bei der so Angesprochenen wohl für viele Hochgefühle sorgte.

In der Zwischenzeit waren auch die zahleichen Musikformationen bereit, unter anderen die Rotseemöven, die Hot Bananas, die Trychlergruppe Meggen, die Rigischränzer oder die Silberfüchse. Sie alle untermalten den Marathon mit passendem Sound, als Ansporn für die Läufer und auch zur Freude des Publikums.

Die Aussicht auf ein kühlendes Bier oder ein warmes Getränk, je nach Vorliebe, liess den einen oder anderen Läufer vielleicht etwas zügiger dem Ziel entgegeneilen. Auf dem roten Teppich angekommen, laut angespornt vom zahlreichen Publikum, trennten diese nur noch wenige Meter vor der ersehnten Linie. Mit letzter Kraft und etwas rebellierendem Magen die einen, andere fröhlich winkend mit einem Lächeln im Gesicht.

Ein Geräteturner erreicht seine Zeitvorgabe

Einer, der relativ früh seinen Halbmarathon beendet hatte, war der 29-jährige Luzerner ­Kilian Notter, der sich eine Zeit von 1.25 Stunden zum Ziel setzte. Diese Vorgabe schaffte er, der auch als Geräteturner beim BTV Luzern aktiv ist. Bei 1.23.23 blieben die Uhren für ihn stehen. Gut sei es gelaufen, gab er zu Protokoll, «die Temperatur war angenehm. Am besten gefielen mir die Strecken in Horw und jene durch die Luzerner Altstadt, einfach super, auch die Unterstützung durch das Publikum – einfach einmalig».

Nach dem Mittag schlug dann die grosse Stunde für die Kleinen beim Maratholino, der in Luzern in diesem Jahr auf der Seebrücke ausgetragen wurde. Mit Hilfe der Eltern klappte es bei Vanessa, Jana, bei Elia und Laura und bei vielen anderen auch mit dem Befestigen der Startnummern. Dann einreihen und lossprinten. Es muss nicht immer eine lange Strecke sein, auch 195 Meter können glücklich machen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.