14'000 Läufer tragen die Sonne im Herzen

Gopfertelli, es schifft. Schon wieder. Liegt ein Fluch über den Luzerner Lauf-Events? Im Oktober 2012, beim Lucerne Marathon, schneite es. Letztes Jahr, beim Stadtlauf 2013, nieselte es. Jetzt, beim 37. Stadtlauf, regnete es wieder. Warme Pullis. Heisser Punch.

Roland Bucher
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Lust, Freude und Farbe beim 37. Luzerner Stadtlauf: Zwei Mädchen zelebrieren ihren ganz speziellen Auftritt. (Bild: Roger Grütter)

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Fabienne Schlumpf (links) und Karolina Jarzinska beim Elite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Bernard Matheka (links 4), Tadesse Abraham (mitt3 12) und der spätere Sieger Patrick Mugur Ereng (rechts 1) beim Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
EM Maskottchen Cooly mit Tadesse Abraham nach dem Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tadesse Abraham (mitte) beim Elite Rennen der Männer (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Der spätere Sieger Patrick Mugur Ereng (links 1) und Bernard Matheka (rechts) beim Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tadesse Abraham (rechts) beim Elite Rennen der Männer (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tadesse Abraham am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Spitzenfeld beim Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Evelyne Dietschi, Flavia Stutz und Anja Rüdisüli (von links) auf dem Podium nach dem Nachwuchselite Rennen der Frauen am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Patrick Mugur Ereng gewinnt das Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Millyon Habtemariam, Adrian Müller und Romain Lüscher (von links) auf dem Podium nach dem Nachwuchselite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Bernard Matheka, Patrick Mugur Ereng, Tadesse Abraham (von links) auf dem Podium nach dem Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Beatrice Chepkoech, Cynthia Kosgei und Maryanne Wanjiru (von links) auf dem Podium nach dem Elite Rennen der Frauen am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Die Spitzengruppe beim Elitelauf der Männer auf dem Kapellplatz Luzern angeführt von Frederick Ngeny (links 10) und Bernard Matheka (rechts 4) am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Fabienne Schlumpf am Elite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Daniel Lustenberger, Sieger Männer M20, am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Ueli Koch, Sieger Männer M30, am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Daniel Lustenberger, Sieger Männer M20, am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Flavia Stutz (rechts) gewinnt das Nachwuchselite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Flavia Stutz (rechts) gewinnt das Nachwuchselite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Flavia Stutz gewinnt das Nachwuchselite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Aber wissen Sie was? 14'000 Protagonisten trugen gestern die Sonne, die in diesen Tagen Versteckis spielt, in den Herzen. «Kein Problem», lacht Daniel Baumli, der zusammen mit seiner Partnerin Petra Villiger Sohn Max (3) auf die Strecke begleitet, «die gute Laune ist da.» Die könnte nicht einmal getrübt werden, falls Max schlapp macht, was «wir allerdings nicht erwarten», denn im Eventualfall «würden wir ihn halt buckeln. Nein, nervös sind wir nicht, einfach gespannt, ob Max wirklich Lust und Musse hat, zu springen», sagen die Träger der Familien-Banderole mit der Startnummer 10 737. Und: «Was immer das Wetter auch nächstes Jahr für Kapriolen spielt: Wir werden wieder dabei sein.»

Es macht halt einfach Spass, durch die Gassen der Luzerner Altstadt zu rennen. Im Familienverbund oder solo, ehrgeizig oder lässig. Und auch wenns schifft. Ein Volksfest eben.

Petrus macht das schon gut

In einer spontanen Umfrage geben Läuferinnen, Läufer, Kids und Begleitpersonal dem Petrus immerhin die unverbindliche Note 4-5 als meteorologisches Zertifikat. «Es hätte schlimmer sein können», betont Rolf Müller, der vor dem Start seine beiden Töchter trägt, damit «sie dann im Rennen so richtig Gas geben können». Das sei schon gut, dass «wir dem da oben nicht in die Wettersuppe spucken können. So rücken wir halt ein bisschen näher zusammen. Und versprechen uns für nächstes Jahre ein bisschen mehr Goodwill des Wetterchefs.»

Um halb drei gehts los mit den ersten Starts. Der Appell von Speaker-Routinier Walter Burkart ist legendär, öffnet auch die Herzen jener, die mit Zweifeln an der Startschranke stehen: «Hebets guet metenand!» Es ist gewissermassen ein einig Volk von Stadtlauf-Begeisterten, die sich hier die Freude ins Gesicht lächeln. «Mich», schmunzelt Sigi Lercher, der pensionierte legendäre Anker-Hotelier, «haben sie ausgebootet.» Ein bisschen zu klein fürs Gewicht, salopp ausgedrückt. «Macht nichts: Was gibts Schöneres, als Kinder und Enkelkinder anzufeuern? Der Stadtlauf gehört einfach zu Luzern. Ohne ihn würde etwas fehlen.»

Es gab, um ehrlich zu sein, auch schon bessere Jahre, was den Zuschaueraufmarsch betraf – gestern trat man sich hinter den Zäunen kaum auf die Zehen. Gemächlichkeit im feinen familiären Rahmen. Umso herzlicher war dafür der spontane Beifall für das Läuferheer, welches die Herausforderung nicht scheute.

Es gab viele bekannte Gesichter zu entdecken, ein sympathisches Sehen und Gesehenwerden, zum Beispiel mit Francesco Cavallucci, dem früheren Fussball-Professional des FC Luzern. Gestern assistierte er Alisha und Gillian, seine siebenjährigen Zwillings-Liebsten auf dem Parcours und erklärte mit nicht wenig Stolz: «Es ist für einen Vater eine schöne Aufgabe, den Touch des Sports, die Freude an der Bewegung weitergeben zu dürfen. Wir waren schon letztes Jahr hier – diesmal wollen wir einfach ein bisschen schneller sein. Und uns nächstes Mal noch ein bisschen steigern.» Der kluge Ehrgeiz ohne übermässige Ambitionen.

Der Trost von Stephan

So liefen Schulklasse und Kleinfamilie, Einzelmaske und Dutzendtruppe der kleinen, unbedeutenden Wetterunbill davon, schworen mit Herzblut: «Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.» Der Luzerner Stadtlauf habe, verriet Francesco Cavallucci, in seinem Jahreskalender einen fixen Eintrag. «Hier dabei sein zu dürfen, das ist doch etwas Wunderbares.»

Wer es 2015 nach zwei leicht verregneten Stadtläufen wieder etwas mediterraner haben möchte, dem können wir natürlich nichts versprechen, aber einer, der es wissen muss, gibt Entwarnung: «Mein Name ist Trost. Stephan Trost. Und ich spende den Trost allen, die heute verregnet wurden und bin sicher, dass es nächstes Mal wieder besser wird.» Er, im Familienbund zusammen mit seiner laufbegeisterten Frau Eva und seinen beiden Kindern Chiara und Sarina, die Startnummer 16 123 tragend, versinnbildlichte gestern die Stimmung des harten Kerns: «Wenn Petrus zickt, dann tragen wir die Sonne halt im Herzen.»

HINWEIS

Resultate: Die kompletten Resultate finden Sie auf www.luzernerstadtlauf.ch und www.datasport.ch