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2. LIGA INTER: Hergiswil stoppt Favorit

Der FC Hergiswil kann sein erstes Heimspiel erfolgreich gestalten. Die Nidwaldner besiegen einen enttäuschend auftretenden FC Ibach mit 3:1 (1:0).
Ruedi Vollenwyder
Der Ibächler Yunus Emre Sahin (links) versucht hier den Hergiswiler Ramon Achermann auszutricksen. (Bild: Corinne Glanzmann (Hergiswil, 26. 8. 2017))

Der Ibächler Yunus Emre Sahin (links) versucht hier den Hergiswiler Ramon Achermann auszutricksen. (Bild: Corinne Glanzmann (Hergiswil, 26. 8. 2017))

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Während man sich beim FC Hergiswil über den ersten Saisonsieg sichtlich freute, mussten sich die Spieler des FC Ibach nach der 1:3-Niederlage noch auf dem Spielfeld gegen zehn Minuten lang die «Kropfleerete» ihres Trainers David Pallas anhören. «Nein, so habe ich mir das Gastspiel beim FC Hergiswil nicht vorgestellt. Diesmal passte in unserem Spiel überhaupt nichts zusammen», sinnierte der Ibach-Trainer. Und nennt auch gleich den Grund, welcher diese Niederlage «einläutete». «Die vielen schlechten und unsauberen Ballannahmen waren matchentscheidend. Da Hergiswil zudem die Räume im Mittelfeld eng machte, kamen meine Spieler bei Ballbesitz schnell unter Zugzwang. Mit dem Ergebnis, dass wir die eroberten Bälle viel zu schnell wieder verloren und so keinen Offensivdruck aufbauen konnten», analysierte David Pallas ruhig und sachlich.

Diesem Ibacher Offensivdruck wollte man beim FC Hergiswil denn auch zum vornherein entgegenwirken. Trainer Marc Odermatt strahlend: «Wir wussten um die Stärken der Ibächler mit dem gut besetzten Zentrum und der brandgefährlichen Offensive. Deshalb wollten wir Ibach nicht ins Spiel kommen lassen. Und diese Vorgabe hat meine Mannschaft auch toll umgesetzt. Kompliment ans Team.»

Eberhard trifft ins Netz und an die Latte

So richtig lanciert wurde dieser spielerisch gute, attraktive und kampfbetonte Match ab der 33. Minute. Nach einem Weitschussschlenzer von Florian Eberhard landete der Ball via Lattenkreuz in den Händen von Ibach-Goalie Jürg Koller. Drei Minuten später unterstrich der gleiche Spieler die Qualität als Kunstschütze. Sein Freistossball aus über 20 Metern Entfernung landete unerreichbar für den Ibach-Goalie zur 1:0-Führung im Netz. Ibach machte bis zu dieser Führung zwar mehr fürs Spiel. Zu klaren Torchancen kamen die Schwyzer wegen der hervorragenden und aggressiven Defensivarbeit der Nidwaldner aber nicht. Die Hergiswiler schon: In der 45. Minute verfehlte Silvan Sager nach einem Solo das 2:0 nur knapp.

Auch im zweiten Spielabschnitt liess das ein hartnäckiges Pressing praktizierende Hergiswil die Ibächler Maschinerie nicht auf Touren kommen. Im Gegenteil: Der 1:0-Schütze Florian Eberhard hatte in der 64. Minute bei einem weiteren Freistoss Pech. Der von ihm geschlagene Ball landete an der Latte. Eine Minute später hatte er mehr Abschlussglück. Nach einem unmotivierten Ausflug von Goalie Koller eroberte sich Ramon Achermann den Ball, dessen Zuspiel versorgte Eberhard zum 2:0. Und als der in der Defensive stark spielende Achermann nach einem Offensivrush von Ibach-Captain Simon Steiner im Strafraum von den Beinen geholt wurde, blieb dem Ref nicht anderes übrig, als auf den Penaltypunkt zu zeigen (75.). Livio Kauer liess diese Chance nicht aus – 3:0. In der Folge liessen die Nidwaldner, mit dem Sieg im Rücken, etwas nach. Dem eingewechselten Zahir Idrizi gelang das 1:3 (83.). Und hätte der sonst gut arbitrierende Schiedsrichter Philipp Niederberger den Schwyzern in der 87. Minute nicht einen klaren Foulpenalty verwehrt, wäre es «nochmals heiss geworden», wie Doppeltorschütze Florian Eberhard mutmasste. Für den 29-Jährigen lag der Schlüssel zum ersten Saisonsieg «im Willen, diesen Dreier unbedingt einfahren zu wollen». Und er sagt: «Schon in den beiden Matches im Tessin haben wir dreimal den Führungstreffer geschossen, diesmal haben wir auch dank des unbändigen Kampfgeistes und der tollen Kollektivarbeit nichts mehr anbrennen lassen.»

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