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2. LIGA REGIONAL: Gunzwiler haben ausgeträumt

Malters verliert gegen Gunzwil mit 2:4. Der Sieg der Michelsämter nützt aber nichts mehr im Aufstiegskampf.
Sascha Imholz, Spielertrainer FC Gunzwil, ehemaliger Spieler beim FC Luzern. (Bild: Florian Arnold)

Sascha Imholz, Spielertrainer FC Gunzwil, ehemaliger Spieler beim FC Luzern. (Bild: Florian Arnold)

«Wir wollten den Ligaerhalt. Das schafften wir. Rangmässig wäre mehr möglich gewesen. Wir haben uns in einigen Partien selber um den Lohn gebracht, weil wir mental nicht immer bereit waren», so das Statement von Malters-Trainer Ueli Käppeli (37) nach dem 21. und vorletzten Spieltag. Mit 23 Punkten steht sein Team auf dem 10. Rang und hat sich trotz der nicht befriedigenden Tabellensituation aller Abstiegssorgen entledigt, da es nur einen Absteiger gibt.

Zufrieden zeigte sich Malters’ Präsident Xaver Gloggner (60): «Ich bin stolz auf das Team. Wir schaffen es immer wieder, mit vielen Eigengewächsen auf diesem Niveau zu bestehen. Seit Jahren setzen wir diese Vereinsphilosophie – die Integration des eigenen Nachwuchses – erfolgreich um.» Tatsächlich ist es Malters in der Vergangenheit gelungen, sich seit dem Aufstieg (2005/06) immer mindestens auf Zweitliga-Niveau zu halten.Sportlich kam es noch besser: Der grösste Erfolg in der Vereinsgeschichte folgte für Malters mit dem Aufstieg in die 2. Liga inter (2013/14). «Das war der schönste Moment für mich hier», so Alain Grüter. Der 33-jährige Routinier, der seinen Rücktritt erklärte, wurde beim letzten Heimspiel gegen Gunzwil verabschiedet. Er wird dem Verein erhalten bleiben. Er übernimmt im Vorstand das Ressort «Chef Aktive». «Ich spiele seit 13 Jahren im Fanionteam. Der Verein hat mir viel gegeben, nun kann ich etwas zurückgeben.» Hat Grüter seine sportlichen Ziele auf der Oberei erreicht? «Nicht ganz. Ich hätte gerne einmal gegen einen ganz Grossen im Cup gespielt. Dieser Wettbewerb lag uns leider nie.»

Seinen letzten Auftritt vor Heimpublikum hatte auch Fabian Fleischmann (33, Verteidiger), der ebenfalls zurücktritt. Allerdings unfreiwillig war er zum Zuschauen verdammt. Beim 2:1-Erfolg von Malters in Emmen vor einer Woche kassierte anstelle des eigentlichen Sünders Manuel Gasser fälschlicherweise Fleischmann die gelbe Karte. Es war seine persönliche vierte Verwarnung, die eine Sperre zur Folge hatte. «Ich hätte mir einen schöneren Abgang gewünscht.» Das Malters-Ur-Gestein gehört seit der Saison 2003/04 dem Fanionteam an und ist im Vorstand Verantwortlicher im Ressort «Leiter Junioren». «Was Malters in der jüngsten Vergangenheit sportlich leistete, ist bewundernswert. Es zeigt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.»

Gunzwil baute in der Rückrunde ab

Mit 11 Siegen, 4 Unentschieden und 6 Niederlagen belegt Gunzwil eine Runde vor Schluss den dritten Rang. Spielertrainer Sascha Imholz (29) hatte gemischte Gefühle: «Leider waren wir unkonstant. Die Vorrunde war sehr gut mit der Ausbeute von 24 Punkten. In der Rückrunde waren es nur noch 13 Zähler, was mich ärgert.» Verständlich. Die Michelsämter brachten sich so um einen möglichen Aufstieg. Nach Sarnen (46 Punkte) schaffte am Sonntag auch Altdorf (42) mit dem 3:0-Sieg über Emmen die Promotion. Gunzwil (37) blieb nun das Nachsehen. Torhüter Thomas Lüthi (34, Captain): «Im Grossen und Ganzen können wir dennoch zufrieden sein. Wir haben ein junges Team, das einen Reifeprozess durchmacht. Die Entwicklung stimmt.» Auch die Liga? Lüthi: «Absolut. Gunzwil gehört heute und morgen in die zweite Liga.»

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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