2. LIGA REGIONAL: Überzeugender Aufsteiger

Liga-Neuling Luzerner SC gewinnt das Stadtderby gegen Obergeissenstein 3:0. Während der Aufsteiger überzeugt, kommt der Quartierklub vom Wartegg nicht vom Fleck.

Michael Wyss
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Obergeissensteins Ueli Scherer (rechts) klärt vor LSC-Stürmer Kastriot Markaj. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 2. September 2017))

Obergeissensteins Ueli Scherer (rechts) klärt vor LSC-Stürmer Kastriot Markaj. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 2. September 2017))

Michael Wyss

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«Den Start in die neue Saison haben wir uns anders vorgestellt. Wir wollten mehr Punkte auf dem Konto haben, doch die Tabelle lügt nicht. Wir stehen dort, wo wir es verdienen. Das ist Fakt», zeigte sich Obergeissenstein-Trainer Micha Egli (44) selbstkritisch. «Doch wir verfallen nicht in Ohnmacht, geschweige denn herrscht Panikmache. Ich weiss, wozu meine Spieler fähig sind. Ich bin zuversichtlich und sehe viel Positives. Wir machen unseren Weg, und die Resultate werden kommen», ist Egli überzeugt. Nach dem vierten Spieltag ziert der Stadtluzerner Quartierklub das Tabellenende. Die Bilanz: zwei Unentschieden (0:0 Stans; 1:1 Willisau) und zwei Niederlagen (1:4 Gunzwil; 0:3 LSC). Ganz schmerzlich war die jüngste Niederlage im städtischen Derby. Michael Meier, SCOG-Verteidiger (31, Captain): «Es fehlte das Feuer, die Überzeugung. Der LSC siegte verdient. Sie waren bissiger und hungriger. Momentan ist der Wurm drin. Was uns fehlt, ist ein Erfolgserlebnis. Das könnte uns beflügeln. Auch wenn erst vier Runden gespielt sind, müssen wir so schnell wie möglich den ersten Sieg einfahren.»

Heute Dienstag (20.00) haben sie die Möglichkeit dazu. Allerdings gibt es keine Punkte für die Meisterschaft. Obergeissenstein reist in der 2. Runde des IFV-Cups zum Viertligisten Südstern. Ein Weiterkommen ist Pflicht. «Keine Diskussion. Diesen Gegner müssen wir bezwingen. Wir wollen in diesem Wettbewerb weit kommen», so Egli.

Gerede um weiteren Aufstieg sei Quatsch

Weit zufriedener war LSC-Präsident Mirco Hofstetter (36) nach Spielschluss. Er hatte gleich doppelten Grund zur Freude: «Der Derbysieg ist gut und war wichtig für das Selbstvertrauen. Auch der Start in die neue Meisterschaft ist uns gelungen. Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft», freute sich der Vereinshöchste. Das darf er auch sein. Liga-Neuling LSC steht mit drei Siegen und einer Niederlage an dritter Stelle. Hof­stetter: «Das hätte ich vor der Saison gleich unterschrieben. Mit diesem Auftakt haben wir auch bewiesen, dass wir ein würdiger Aufsteiger und kein Punktelieferant sind.» Träumt man beim Luzerner SC nun von einer weiteren Promotion? «Sicher nicht. Das ist dummes Geschwätz. Das habe ich auch schon gehört im Umfeld. Wir halten den Ball schön flach und bleiben auf dem Boden. Die neun Zähler haben wir uns im Kampf um die Ligazugehörigkeit gesichert. Das Ziel ist und bleibt, die Klasse zu halten.» Verständlich ist diese Aussage, denn letztmals kickte das Fanionteam zu Beginn der Neunzigerjahre auf diesem Niveau.

Zudem feiert der Verein 2018 das 100-Jahr-Jubiläum. Mit dem Geburtstagswunsch, das Fanionteam in der zweiten Liga zu halten. «Die 2. Liga ist sicher die richtige Liga für uns. Bestimmt heute und morgen», weiss Vorstandsmitglied Thomas Stadelmann (44). Und das sagt LSC-Trainer Pren Spaqi (34) zu den bisherigen Leistungen: «Beeindruckend, was wir bisher eine Liga höher zeigten. Wir sind in der Liga angekommen. Die Spieler bereiten Freude. Doch es bleibt noch viel Arbeit. Trotz des Traumstarts in die Meisterschaft ist noch vieles nicht Gold, was glänzt.»

IFV-Cup

2. Runde. Heute. 20.00: Emmenbrücke (3. Liga) – Willisau (2.). Rotkreuz (3.) – Schattdorf (2.). Altbüron-Grossdietwil (3.) – Gunzwil (2.). Südstern (4.) – Obergeissenstein (2.). Weggis (4.) – Sempach (2.). Wolhusen (3.) – Buttisholz (3.). Rothenburg (3.) – Nottwil (3.). Inter Altstadt (5.) – Schwyz (3.).