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2. LIGA REGIONAL: Willisau liebäugelt mit Aufstieg

Der FC Willisau hat die 3:5-Niederlage gegen Emmen gut verdaut. Nach dem 4:1-Sieg über den FC Malters grüssen die Hinterländer als Leader.
Ruedi Vollenwyder
Die Willisauer mit Aussenverteidiger Elias Kohler (links) halten den FC Malters mit Flügelspieler Festim ­Neziri vor allem in der ersten Halbzeit in Schach. (Bild: Corinne Glanzmann (Willisau, 16. September 2017))

Die Willisauer mit Aussenverteidiger Elias Kohler (links) halten den FC Malters mit Flügelspieler Festim ­Neziri vor allem in der ersten Halbzeit in Schach. (Bild: Corinne Glanzmann (Willisau, 16. September 2017))

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

«Des einen Freud ist des anderen Leid.» Unter diesem Slogan kann man den Match zwischen dem neuen Leader FC Willisau und dem aktuellen Tabellenschlusslicht FC Malters abbuchen. «Da steigt man guten Mutes in einen Match und innert weniger Sekunden fällt das zuvor aufgebaute Selbstvertrauen in den Keller», lamentierte Malters-Trainer Ueli Käppeli nach dem 1:4 verlorenen Spiel. Was ist passiert? Malters hatte Anstoss. Es folgte ein Fehlzuspiel. Der Ball landete beim dreifachen Torschützen Christian Binde, und nach 42 Sekunden zappelte der Ball auch schon im Goal zur Willisauer 1:0-Führung. Der Schock bei den Malters-Akteuren sass tief. Und als «Schlitzohr» Christian Binde in der 32. Minute einen Foulpenalty herausarbeitete, den Vasko ­Ostojic sicher verwandelte, sah man den sehr gut spielenden FC Willisau auf die Siegerstrasse einbiegen. Malters-Abwehrspieler Patrick Stübi führte sein Team zwar mit einem abgelenkten Schuss noch auf 1:2 heran (36.). Doch praktisch im Gegenzug stellte Willisaus Topskorer Christian Binde nach einem weiten Zuspiel von Penaltyschütze Ostojic mit seinem 11. Saisontor den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Willisau dominierte diese erste Halbzeit mit seinem gepflegten Aufbauspiel nach Belieben. Malters erholte sich nur zögerlich vom frühen 0:1-Schock und konnte nur wenige Akzente setzen.

Dies änderte sich im zweiten Teil des nun sehr attraktiven Matches. Während sich das Willisauer Team um das Trainer-Duo Gody Bühler/Roger Felber auf die Verwaltung des Vorsprungs beschränkte, machte Malters nun mächtig Druck und kam auch zu guten Torchancen. Doch eine Resultatverbesserung wollte nicht gelingen. Im Gegenteil: Christian Binde erzielte aus krasser Offsideposition noch das 4:1 (65.). Ueli Käppeli ernüchternd: «In meinem Team stimmte zwar der Einsatz, nicht aber der Ertrag.»

Diesmal von Beginn weg bereit

Beim FC Willisau war man ob der guten Reaktion auf die Nieder­lage gegen Emmen glücklich. «Wir waren, wie das schnelle 1:0 zeigt, von Beginn weg parat. Und liessen im Gegensatz zum Emmen-Spiel diesmal nichts schleifen», analysierte der 30-jährige Vasco ­Ostojic, der seine Hintermannschaft gut zusammenhielt und mit seinen guten weiten Zuspielen auch offensive Akzente setzte. «Meiner Meinung nach haben wir eine sehr gute Teamleistung geboten, welche für die Zukunft noch einiges verspricht», meinte der vor zwei Jahren vom FC Schötz zum FC Willisau gewechselte Routinier.

Dank diesem Sieg haben sich die Willisauer auf den Leaderthron gehievt. Und wenn es nach dem Wunsch von Sportchef René Keller geht, darf diese gute Platzierung noch lange anhalten. «Die Mannschaft hat die Qualität, um vorne mitspielen zu können», konstatierte er. «Was noch verbesserungsfähig ist, das wäre die Konstanz, diese Qualität auch über die ganze Spieldauer umzusetzen.» Denn ein Nachlassen, wie in der zweiten Halbzeit im Match gegen den FC Malters, «kann gegen einen stärkeren Gegner ins Auge gehen». Bis auf den verlorenen Match gegen Emmen ist der Sportchef mit dem bisher Gebotenen zufrieden. Er denkt sogar laut über einen Aufstieg nach. «Mittelfristig sehe ich den FC Willisau wieder in der 2. Liga inter. Wenn es diese Saison schon klappt, nehmen wir diese Promotion gerne an.» Doch dann rückt er das Wort Konstanz wieder in den Fokus. «Die Konstanz im Team müsste allerdings vorhanden sein, um in dieser Liga bestehen zu können und nicht, wie bei den beiden letzten Aufstiegen, postwendend den Lift nach unten besteigen zu müssen.» So weit ist es allerdings noch nicht. Denn in dieser 2.-Liga-Saison kann jedes Team das andere schlagen. Und das macht diese Meisterschaft so spannend.

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