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2. LIGA REGIONAL: Willisauer im Torrausch

Willisau wird der Favoritenrolle gerecht und besiegt Aufsteiger Sempach gleich mit 8:2. Co-Trainer Roger Felber ist aber nicht restlos zufrieden.
Michael Wyss

«Wir haben gewonnen und die drei budgetierten Punkte geholt. Das ist positiv. Der Start ins Spiel war aber alles andere als souverän. Wir lagen in jedem bisherigen Spiel im Rückstand. Dort müssen wir den Hebel ansetzen, präsenter und konzentrierter sein, wenn es losgeht», übt Co-Trainer Roger Felber Kritik. Gemeint hatte der bald 40-Jährige damit den 0:2-Rückstand nach acht Minuten. Sempachs Adrian Schnider (6.) und Luca Müller I (8.) schockten die Gäste mit einem Doppelschlag innert zwei Minuten. Bereits in den Partien zuvor lagen die Hinterländer zurück: gegen Littau und Obergeissenstein jeweils 0:1. Felber: «Es kommen noch stärkere Gegner, wo du das nicht mehr biegen kannst.»

Je länger die Partie auf dem Seeland-Platz dauerte, desto mehr machte sich die Qualität des Gastes bemerkbar. Bis zur Pause drehten die Willisauer, die die letzte Saison mit dem dritten Rang unter ihrem neuen Trainerduo Roger Felber (39) und Gody Bühler (53) positiv gestalteten, die Partie zu ihren Gunsten (5:2-Führung). Letztlich resultierte ein 8:2-Erfolg. In einem starken Kollektiv war Stürmer Christian Binde mit drei Treffern einer der Hauptprotagonisten. Der 33-Jährige liess seine Klasse immer wieder aufblitzen, genauso zeigte auch Schlussmann Philip Bolliger (22) sehenswerte Paraden. Bühler: «Gegen Aufsteiger zu spielen, ist nie einfach. Du kannst nur verlieren. Doch das Team meisterte diese Ausgabe letztlich mit Bravour.»

Willisauer mit hohen Ansprüchen

Mit zwei Siegen (3:1 gegen Littau; 8:2 gegen Sempach) und einem Unentschieden (1:1 gegen Obergeissenstein) ist der Start geglückt. Felber: «Perfekt wären drei Siege gewesen. Doch ich nehme diese Ausbeute, denn wir konnten noch nicht aus dem Vollen schöpfen, weil ich einige Verletzte beklagen muss. Wir sind aber auf Kurs.» Soll konkret heissen? Felber: «Wir möchten natürlich vorne mitmischen.» Und Verteidiger Vasko Ostojic (30) sagt dazu: «Eine Spitzenpositionierung wird von Willisau erwartet. Auch wir Spieler haben diesen Anspruch, denn wir haben genügend Qualität.» Am Samstag (18.00, Schlossfeld) wartet mit Sins der zweite Aufsteiger innert einer Woche auf den Zweitplatzierten.

Aufsteiger Sempach wurde nach dem 4:1-Sieg über Malters und der 1:2-Niederlage gegen Stans erstmals auf den Boden der Realität geholt. «Das 2:8 ist brutal. Das haben wir so nicht verdient. Im Grossen und Ganzen bin ich mit dem bisherigen Verlauf der Meisterschaft aber zufrieden. Wir konnten in den beiden Auftaktpartien mithalten, und meine Spieler machen grosse Fortschritte», weiss Trainer Markus Koch. Auch der 41-Jährige hat mit personellen Problemen zu kämpfen: «Mir fehlen aktuell fünf Stammspieler verletzungshalber. Das kannst du auf diesem Niveau nicht verkraften.»

Für Sempach, das mit drei Punkten in der Tabelle steht, kommt es nun zum Prestigeduell. Mit Gunzwil (Samstag 18.00, Linden) wartet nicht nur der Tabellennachbar. Geografisch liegen die beiden Ortschaften nämlich nur 13 Kilometer voneinander entfernt. «Für dieses Derby muss ich keinen meiner Spieler motivieren. Das wird ein erstes Highlight für uns.»

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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