3. LIGA: Hitzkirch gelingt Befreiungsschlag

Hitzkirch gewinnt gegen Sursee II 5:1 und verschafft sich Luft im Abstiegskampf. Verteidiger Patrick Herzog ist zuversichtlich, was den Ligaerhalt betrifft.

Michael Wyss
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Abstiegskampf: Der FC Hitzkirch gewinnt gegen Sursee II mit 5:1. (Symbolbild LZ)

Abstiegskampf: Der FC Hitzkirch gewinnt gegen Sursee II mit 5:1. (Symbolbild LZ)

«Wir werden die Klasse halten. Die Qualität ist vorhanden», zeigte sich Hitzkirchs Captain Patrick Herzog vor dem Duell mit den Surseer Reserven zuversichtlich. Und siehe da. Die Seetaler feierten den ersten Sieg in der Rückrunde. Mit dem 5:1 gegen das fünftplatzierte Sursee setzten sie ein Zeichen in Richtung Abstiegskonkurrent Malters II (12. Rang; 17 Spiele/9 Punkte) und Schüpfheim (11.; 16/9). Damit beendeten die Hitzkircher eine Durststrecke von fünf Partien (2 Niederlagen und 3 Unentschieden) ohne Sieg. «Im richtigen Moment konnten wir den Schalter umlegen», freute sich Herzog, der in Aesch aufgewachsen ist und seit jeher in Hitzkirch spielte: «Das ist mein Stammverein, hier sind meine Wurzeln. Die Treue ist eine Herzensangelegenheit.» Auf die Frage nach der Wichtigkeit der Klassenzugehörigkeit meinte der 26-Jährige: «Wir müssen Drittligafussball anbieten können. Die Liga ist attraktiv, und so können wir unserem Nachwuchs auch etwas ­bieten. Wenn wir eine Liga tiefer kicken, werden wir viele Eigengewächse nicht mehr halten können.»

«Wir wussten, dass es eine schwierigere Saison wird. Das Team mit einem Durchschnittsalter von knapp 20 Jahren ist nach dem Umbruch und dem Aderlass einiger Routiniers sehr jung und unerfahren. Es ist ein Entwicklungsprozess. Doch die jungen Akteure, die aus dem eigenen Nachwuchs gekommen sind, machen einen guten Job», weiss FCH-Assistenztrainer Besfort Demaj (35).

Endlich für die harte Arbeit belohnt worden

Das Gros der Spieler stammt aus dem Team Seetal (Nachwuchsprojekt FC Hochdorf, FC Eschen­bach und FC Hitzkirch). Ma­thias Erni (32), Hitzkirchs Präsident: «Die Integration der Spieler, die wir ausgebildet haben, geniesst Priorität. Es ist die Philosophie, mit eigenen Spielern zu arbeiten. Früher oder später führt das zum Erfolg.» Spielt es überhaupt eine Rolle, in welcher Liga man spielt? «Es ist enorm wichtig für uns, dass wir in der 3. Liga verbleiben. Das Seetal braucht einen Drittligisten. Wir sind Ausbildungsverein, somit auch ein ideales Sprungbrett für höhere Ligen.» Der jüngste Erfolg wird das Team beflügeln, glaubt der Vereinshöchs­te: «Das gibt einen Schub, und der Sieg war wichtig für das Selbstvertrauen. Die Spieler arbeiten in jedem Training hart. Schön, dass sie nun belohnt wurden. Die Mannschaft inklusive Staff leistet vorbildliche Arbeit.»

Am Samstag (18.00, Chrüzmatt) folgt der schwere Gang ins Wiggertal: Das kriselnde Dag-mersellen (16 Spiele; 18 Punkte) wartet. «Wir müssen punkten. Eine Niederlage können wir uns nicht leisten», weiss Demaj.

Sursee überrascht mit erfreulichen Leistungen

Keine Auswirkungen hatte die fünfte Niederlage im 17. Spiel für Liganeuling Sursee II. Das Team von Trainer Luigj Nikaj (39) liegt auf dem 5. Rang (28 Punkte) und kann jetzt schon auf eine geglückte Spielzeit blicken. «Trotz allem wollen wir Ende Saison einen Platz unter den besten fünf Teams einnehmen. Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen», verspricht Nikaj. Die Akteure können sich zudem mit guten Leistungen für das Fanionteam empfehlen. «90 Prozent meiner Spieler sind beim FC Sursee gross geworden. Viele von ihnen verfolgen das Ziel, eines Tages in der ersten Mannschaft zu spielen. Sie können mit guten Leistungen Werbung in eigener Sache machen», ist Nikaj überzeugt.

Und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit André Grüter, dem neuen Trainer der ersten Mannschaft (1. Liga)? «Sehr gut. Wir kennen uns aus früheren Zeiten. Wir spielten zwölf Jahre gemeinsam bei Wangen bei Olten und Schötz. Ich sehe das als Win-win-Situation für beide Teams.»

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch