33 FRAGEN: Lara Dickenmann: «Ich bin ganz zufrieden»

Profifussballerin Lara Dickenmann (31) sagt, weshalb sie die Zeit zwischen den Jahren geniesst, mit wem sie in den Ausgang geht und wie sie es mit dem Essen hält.

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«Ich musste lernen, für mich zu sein», sagt Profifussballerin Lara Dickenmann. (Bild: PD)

«Ich musste lernen, für mich zu sein», sagt Profifussballerin Lara Dickenmann. (Bild: PD)

Wie verbringen Sie die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr?

Mit meiner Familie in der Schweiz.

Was tun Sie ausschliesslich in dieser und keiner anderen Zeit?

Alles, was ich das ganze Jahr nicht mit meiner Familie machen kann: zum Beispiel kochen mit meiner Mama oder Fussball schauen mit meinem Papa und ausgehen mit meinem Bruder.

Goethe sagte: «Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.» Wie halten Sie es?

Das Schwierigste daran ist für mich der Moment, wo ich wieder in den Alltag zurückkehren muss.

Was nehmen Sie sich in dieser Zeit vor – und tun es am Ende doch nicht?

Nicht zu viel zu essen.

Was tun Sie immer wieder – obwohl Sie sich geschworen haben, es nicht mehr zu tun?

Mir zu viele unnötige Gedanken über meinen Beruf zu machen.

Welches Buch liegt seit Jahren ungelesen als Lektüre für die Zeit zwischen den Jahren herum?

Da kommt mir gerade keins in den Sinn.

Was wiegt schwerer: der Gedanke an das, was war, oder an das, was sein wird?

Wenn ich mir vertieft Gedanken über die Vergangenheit und die Zukunft der Menschheit mache, sehen beide düster aus, aber ich versuche so oft wie möglich im Jetzt zu leben und mir nicht zu viele Gedanken zu machen.

Werden Sie philosophisch zwischen den Jahren?

Nein.

Möchten Sie zwischendurch ein besserer Mensch werden?

Ich versuche es.

Oder einer, der anders ist als der, der Sie sind?

Ich bin ganz zufrieden. Aber wenn mir mal etwas nicht passt an mir, bin ich immer bereit, daran zu arbeiten.

Haben Sie manchmal Sehnsucht nach dem Alltag?

Nein, eher Sehnsucht nach etwas anderem, obwohl mir mein Alltag ganz gut gefällt.

Wie war die Zeit zwischen den Jahren in Ihrer Kindheit?

Die habe ich wie jetzt mit meiner Familie verbracht. Wenn es Schnee hatte, auch mal in den Bergen oder beim Fussball.

Mögen Sie nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag noch Weihnachtsgebäck?

Zu dem Zeitpunkt versuche ich eigentlich schon wieder etwas mit dem Essen herunterzufahren, aber ich würde es das ganze Jahr über mögen.

Wie lang steht der Weihnachtsbaum?

Bei mir zu Hause bis im Januar, da ich ihn bei meiner Abreise stehen gelassen habe.

Steht Ihnen der Sinn nach Gesellschaft oder nach Alleinsein?

Im Moment nach Gesellschaft, da ich meine Familie und Freunde in der Schweiz nicht oft sehe.

Wie gut können Sie für sich sein?

Ich musste es lernen, aber mittlerweile kann ich es ganz gut.

Haben Sie sich schon einmal vorgenommen, mit einem Tagebuch zu beginnen?

Ja, schon oft, weil ich Leute bewundere, die Tagebuch führen.

Im Film «Zwischen den Jahren» spielt Peter Kurth einen aus dem Gefängnis entlassenen Mann, der von den Taten seiner Vergangenheit eingeholt wird. Haben Sie Albträume?

Nein, nicht dass ich wüsste.

Treiben Sie exzessiv Sport?

Nicht in diesen Tagen.

Haben Sie Sehnsucht nach bedingungslosem Müssiggang?

Nein, ich bin gerne aktiv und beschäftige mich jeweils mit verschiedenen Projekten.

Denken Sie darüber nach, Ihre Wohnung zu renovieren?

Es ist eine Mietwohnung – deshalb nicht, obwohl ich manchmal Lust dazu hätte.

Wollten Sie nicht noch den Keller entrümpeln?

Ich habe keinen Keller.

Werden Sie sich die TV-Übertragung des Neujahrskonzerts antun?

Wenn ich wach bin, gerne, jedoch reicht mir das letzte Stück.

Und was ist mit dem Neujahrs-Skispringen?

Eher nicht, obwohl es spannend zu sehen wäre, wie Simon Ammann mit seinem Fusswechsel bei der Landung zurechtkommt.

Gibts an Silvester Fondue chinoise, das Sie nur der Saucen wegen lieben?

Nein, ich glaube, es gibt Raclette.

Wie schwer wird die Erleichterung wiegen, sich von Weihnachten über Silvester ins neue Jahr gerettet zu haben?

Ich möchte eher, dass die Tage schön langsam vorbeigehen.

Was darf durchs Jahr 2017 nicht wieder passieren?

Da kommt mir nichts in den Sinn.

Weshalb fassen Sie wieder Vorsätze, die Sie nicht einhalten werden?

Ich fasse meist keine Vorsätze.

Über welche Antwort wird Ihr Partner überrascht sein?

Über keine, denke ich.

Haben Sie gelogen?

Nein.

Würden Sie es wieder tun?

Eben nicht.

Wird die Welt besser oder schlechter?

Die bleibt immer gleich.

Was macht Sie glücklich?

Momente mit meinen Liebsten, lachen, gute Diskussionen, Angefangenes abschliessen, Fussball spielen.

Fragenkatalog: Balz Bruder