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33 FRAGEN: Mujinga Kambundji: «Arbeit ist mein Hobby»

Die Spitzenleichtathletin Mujinga Kambundji sagt, weshalb der Sommer Arbeit bedeutet, London ihr mehr als eine Reise wert ist – und weshalb sie von Südostasien träumt.
Mujinga Kambundji. (Bild: Pablo Gianinazzi/Ti-Press (Bellinzona, 17. Juli 2017))

Mujinga Kambundji. (Bild: Pablo Gianinazzi/Ti-Press (Bellinzona, 17. Juli 2017))

Mujinga Kambundji, was ist der Sommer für Sie? Zeit der Musse oder des Müssens?

Für mich ist der Sommer in jeder Hinsicht die beste Zeit des Jahres.

Gönnen Sie sich in diesen Wochen bewusste Nachlässigkeit? Und wie?

Nein, gar nicht, eher im Gegenteil. Bei uns Leichtathleten läuft im Sommer die Wettkampfsaison. Da kann ich mir keine Undiszipliniertheiten leisten.

Was geht, trotz etwas lockerer Sitten, gar nicht?

Barfuss in der Stadt herumlaufen. Das ist unangenehm und nicht schön anzuschauen.

Für die einen ist der Sommer Traumzeit, für die andern Übergangszeit zwischen Frühling und Herbst. Für Sie?

Der Sommer ist meine Traumzeit. Das hat auch damit zu tun, dass im Sommer die grossen Meetings stattfinden.

Bleiben Sie überzeugt daheim? Oder gehen Sie unverdrossen in den Süden?

Ich bin viel unterwegs, aber nicht im Süden am Strand, sondern eher da, wo die Wettkämpfe stattfinden. Wenn sie im Süden sind, stört mich das aber nicht, im Gegenteil.

Haben Sie eine Erklärung dafür, weshalb sich die Affenhitze im Ausland besser aushalten lässt als zu Hause?

Im Ausland ist man meist in den Ferien und kann die Wärme geniessen. Zu Hause ist man im Alltagsstress, da ist die Hitze nicht besonders angenehm. Es kommt ganz auf die Befindlichkeit an.

Wohin führt Sie der Sommer heuer?

Nach London an die Weltmeisterschaften.

Was ist Ihr Sommer-Sehnsuchtsort?

Einen spezifischen Sehnsuchtsort habe ich nicht.

Und wohin wollten Sie schon immer einmal?

Nach Südostasien, das würde mich sehr reizen.

Wenn Sie wählen können: Eistee oder Cüpli? Oder etwas ganz anderes?

Da muss ich nicht lange überlegen: eine kalte Apfelschorle!

Gazpacho oder Wassermelone oder . . .

Wassermelone!

Vitello tonnato, T-Bone-Steak oder Couscous-Salat?

T-Bone-Steak. Das trifft sich gut – auch ernährungstechnisch als Spitzensportlerin.

Sind Sie der Sonnen- oder der Schattentyp?

Am Anfang des Sommers der Sonnen- und später ganz klar der Schattentyp.

Gilt das auch im übertragenen Sinn?

Nein, sonst bin ich schon eher der Sonnentyp.

Und wie ist es mit dem Wasser? Lieber drinnen oder draussen?

Lieber drinnen. Aber zum Anschauen ist es auch schön ...

Sind Sie der Pool- oder Wildwassertyp?

Wildwasser! Am liebsten habe ich die Aare.

«An einem Sommermorgen da nimm den Wanderstab, es fallen deine Sorgen wie Nebel von dir ab», schrieb Theodor Fontane. Ein gutes Motto?

Nicht für eine Sprinterin. Und wenn schon, dann den Stab für die 4-mal-100-Meter-Staffel.

Was ist Ihr Sommermotto?

Sorry, ich habe keines, weil ich keines brauche.

Apropos Lektüre: Haben Sie Thriller, Sommerschnulze oder ernsthafte Gegenwartsliteratur in der Badetasche?

Nichts Spezielles; ich lese gerne Bestseller oder Bücher, die mir empfohlen worden sind.

Wenn Sie wählen müssten: «Der Fall Deltschev» von Eric Ambler, «Das kleine Inselhotel» von Sandra Lüpkes oder «Hagard» von Lukas Bärfuss?

Leider kenn ich keines dieser Bücher. Aber das kann sich ändern.

Konkret: Was lesen Sie gerade?

«Der reichste Mann von Babylon» von George S. Clason.

Sommer – Zeit des Glücks. Des eigenen? Oder jenes der andern? Oder gar niemandes?

Die meisten Ehen werden nach den Sommerferien geschieden.

Für mich und die, die ich kenne, ist es schon eine Zeit des Glücks. Und das soll auch so bleiben.

Umgekehrt: Was braucht es für Sie, damit die Sommerfrische nicht ein Phantom bleibt, das in der schwülen Nacht verdampft?

Gute Frage! Aber darauf habe ich gerade keine Antwort. Ich habe einen guten Schlaf.

Apropos Illusion am Sommernachthimmel: Möchten Sie im Open-Air-Kino «Die göttliche Ordnung» sehen oder doch lieber wieder einmal «Pretty Woman»?

«Die göttliche Ordnung» kenne ich nicht, also würde ich wieder einmal «Pretty Woman» wählen.

Hand aufs Herz: Ist die Vorfreude auf den Sommer nicht regelmässig grösser als die Befriedigung darüber, was er am Ende gebracht hat?

Für mich nicht unbedingt. Vor allem wenn ich tolle Sommer-Meetings erlebt habe.

Vielen geht es so: Sie kommen scheinbar erfrischt aus den Ferien. Sie wollen so viel wie möglich in den Alltag retten. Und eine Woche später erinnern sie sich kaum daran, wo sie gewesen sind. Wie geht es Ihnen?

Das ist bei mir auch so, ich bin sehr schnell wieder im Alltag.

Können Sie in den Sommerferien abschalten von der Arbeit? Oder bleibt es beim Vorsatz?

Der Sommer ist meine Hauptarbeitszeit, aber wenn ich im Herbst Ferien mache, schalte ich komplett ab vom Sport.

Beunruhigt Sie die Abwesenheit der Arbeit, des Alltags manchmal?

Ja schon, aber nur eine gewisse Zeit. Meine Arbeit ist ja auch mein Hobby, mein grosses Glück.

Und die Arbeitskollegen, die von einem Tag auf den andern durch Familie und Freunde ersetzt wurden: Sehnen Sie sich insgeheim nach ihnen?

Nein, die Ferien gehen ja schnell vorbei.

Verschicken Sie noch Postkarten? Oder haben Sie einen Ferien-Chat?

Nur noch Bilder im Chat.

Frank und frei: Was schreiben Sie Donald Trump auf die Postkarte, die Sie nie abschicken werden?

Sorry, da kommt mir gerade nichts in den Sinn.

An welches Sommerferien-Erlebnis erinnern Sie sich besonders gern?

Ich erinnere mich gerne an meine Reise nach Australien.

Und an welches erinnern Sie sich mit Schaudern?

Als ich mit meiner Schwester im Herbst in Kuba in den Ferien war und wir abwechselnd Magenverstimmungen hatten.

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