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39. LUZERNER STADTLAUF: Vorfreude auf ein wildes Rennen

Die Schweizer Marathon-Rekordhalterin Maja Neuenschwander kehrt nach 2010 erstmals wieder an den Luzerner Stadtlauf zurück - mit klaren Vorstellungen.
Freut sich auf den Luzerner Stadtlauf: Maja Neuenschwander (vorne). (Bild: Michael Buholzer / swiss-image.ch)

Freut sich auf den Luzerner Stadtlauf: Maja Neuenschwander (vorne). (Bild: Michael Buholzer / swiss-image.ch)

«Luzern passt fast nie», sagt die 36-jährige Maja Neuenschwander. Damit meint sie den Zeitpunkt des Luzerner Stadtlaufs. Denn Ende April befindet sich die Marathon-Spezialistin aus Rubigen bei Bern in der Regel in der Regenerationsphase nach ihrem Frühjahrsmarathon. Wettkämpfe machen da kaum Sinn. In diesem Jahr ist alles anders. Neuenschwander lief den Marathon bereits Ende Februar in Tokio. Mit 2.27:36 Stunden blieb sie nur 47 Sekunden über ihrem eigenen Rekord, den sie letzten Herbst in Berlin aufgestellt und im hochklassigen Feld auch rangmässig (8.) überzeugt hatte.

Eine Standortbestimmung

Mitte März begann die Bernerin wieder mit leichten Joggingeinheiten, und seit gut zwei Wochen befindet sie sich wieder im normalen Trainingsmodus. Die Olympischen Spiele in Rio Mitte August sind das grosse Saisonziel der 36-Jährigen. Und an den Europameisterschaften Mitte Juli absolviert sie den Halbmarathon.
So gesehen, ist der Luzerner Stadtlauf eine willkommene Standortbestimmung. Bei ihrem ersten Wettkampf seit Tokio steigt Neuenschwander mit gemischten Gefühlen ins Rennen durch die Gassen der Luzerner Altstadt. Das Ungewisse schwingt mit, dennoch überwiegt die Freude: «Dieses Rennen wird spannend», sagt sie und verweist auf diverse Punkte. Der Zeitpunkt sei bestimmt nicht ideal, denn ihre Form sei mit Sicherheit nicht auf dem Höhepunkt. Hinzu kommt die Distanz: Die 4,25 km entsprechen rund einem Zehntel ihrer Paradedisziplin. Und da ist klar: Sie muss eine ganz andere Schrittkadenz und Schrittlänge anschlagen, als sie es vom Marathon her gewohnt ist.

Ungewohntes Wechselspiel

Maja Neuenschwander stellt sich dieser Herausforderung bewusst. «Ich kann so den Trainingsalltag durchbrechen und einen besonderen Reiz schaffen», sagt sie. Und ihr Ehrgeiz wird ebenso angestachelt: «Ich will mich anständig präsentieren und kann womöglich die eine oder andere Bahnläuferin ärgern.» Denn nicht zuletzt geht es ihr auch darum, eine solide Rückmeldung zu erhalten. «Komme ich zu einem guten Laufgefühl und stimmen für mich Rang und Zeit, gibt das Sicherheit und Zuversicht im Hinblick auf die Vorbereitung für Rio.» Die malerischen engen Altstadtgassen, die kurzen Runden (850 Meter), die bekannt lautstarke Unterstützung der Zuschauer empfindet sie als Motivation. Hinzu kommt der ungewohnte Wettkampfcharakter, mit dem Wechselspiel von Asphalt und Kopfsteinpflaster, den vielen Richtungsänderungen und Rhythmuswechseln. «Luzern wird ein wildes Rennen», sagt Neuenschwander mit einem Schmunzeln.

3 Rennen, 3 Höhenblöcke

Viele weitere Vorbereitungswettkämpfe hat Maja Neuenschwander nicht geplant. Und keiner ist mit derart vielen Fragezeichen verknüpft wie der Stadtlauf von Luzern. Der GP Bern 14 Tage später über 10 Meilen (16,10 km) entspricht schon mehr ihren Vorzügen. Den Schweizer Frauenlauf (5,0 km) Mitte Juni wird sie mit einer solideren Tempohärte in Angriff nehmen. Wegweisend auf ihrem Weg nach Rio sind auch die drei Höhentrainingsblöcke, die bis August folgen werden.
Und was ist, wenn die Vorbereitung auf Olympia wunschgemäss glückt? «Besser abschneiden als vor vier Jahren in London» ist das Ziel der Bernerin. Am Olympia-Marathon durch die britische Hauptstadt London belegte sie Platz 53. Eine ganz andere Vorbereitung soll sie zu diesem Ziel führen. Eine Vorbereitung, in welcher der Luzerner Stadtlauf als erster Startschuss dient.

Frauen, Elite: 5 Runden / 4,250 km

101 Maja Neuenschwander (ST Bern)
102 Fabienne Schlumpf (TG Hütten)
103 Veerle Dejaeghere (Belgien)
104 Miriam van Reijen (Niederlande)
105 Yasmin Hillebring (Niederlande)
106 Stella Kubasch (Deutschland)
107 Stephanie Barnes (Grossbritannien) 108 Kate Hulls (Grossbritannien)
109 Regina Högl (Deutschland)
110 Monika Rausch (Deutschland )
111 Sonja Roman (Slowenien)
112 Katarina Beresova (Slowakei)
113 Lucie Sekanova (Tschechien)
115 Hanna van den Bussche (Belgien)
116 Martina Strähl (LV Langenthal)

Streckenrekord

2003: Una English aus Irland in 12:50,5 Minuten

Podest 2015

1. Viktoriia Pogorielska (Ukraine) 13:24,4
2. Cynthia Kosgei (Kenia) 13:31,9
3. Maryanne Wanjiru (Kenia) 13:34,5

Jörg Greb

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