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400 Meter: Der Schweizerin Lea Sprunger bleibt ein Exploit verwehrt

Europameisterin Lea Sprunger blieb bei Weltklasse Zürich über 400 m Hürden ein Exploit verwehrt. Die 28-jährige Waadtländerin musste sich in 55,36 Sekunden mit Platz 6 begnügen.
Lea Sprunger. (Bild: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott, 30. August 2018)

Lea Sprunger. (Bild: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott, 30. August 2018)

Sprunger, von den 25'000 Zuschauern in ausverkauften Zürcher Letzigrund frenetisch empfangen, hätte sich noch so gerne mit einer weiteren Topleistung bedankt. Stattdessen blieb sie um 1,03 Sekunden über ihrer beim Gewinn der EM-Goldmedaille erzielten Saisonbestmarke. Einige Zeit verlor Sprunger bei der letzten Hürde. Mit dem Sieg hätte sie aber so oder so nichts zu tun gehabt. Diesen sicherte sich in 53,88 Sekunden die amerikanische Olympiasiegerin Dalilah Muhammad vor Landsfrau Shamier Little (54,21) und der Jamaikanerin Janieve Russell (54,38).

Sprunger war sich vor dem Rennen bewusst gewesen, dass es schwierig werden würde, nochmals das Potenzial abzurufen. Schliesslich war der Rummel nach dem EM-Triumph riesig. Sie selber drückte es so aus: "Es gibt ein vor und ein nach Berlin." Ausserdem hatte sie in der vergangenen Woche Magenbeschwerden, weshalb sie drei Tage nicht trainieren konnte. Sie versuchte jedoch, die Energie des Publikums positiv zu nutzen, was nicht wie gewünscht gelang. Dennoch hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. "Es war kein sauberer Lauf, aber ich bin zufrieden mit dem Rennen", sagte Sprunger. Sie habe nichts zu verlieren gehabt.

Ohnehin ist Weltklasse Zürich für sie "immer etwas anders, da die Saison eigentlich schon gelaufen ist." Sie nutzte das Meeting auch dazu, sich von den Fans zu verabschieden. Deshalb liess sie nach dem Rennen ausgiebig feiern. "Es ist schön, aber auch schwierig", sagte Sprunger zur Ehrenrunde. Es sei ihr nicht möglich gewesen, sämtliche Wünsche zu erfüllen.

Sprunger kann auch ohne einen Exploit in Zürich auf ihre "schönste Saison" zurückblicken. Wie sie an den Europameisterschaften in Berlin dem selber auferlegten Druck, Gold gewinnen zu wollen, standhielt, war beeindruckend. Das unterstreicht, welch enorme Fortschritte Sprunger im mentalen Bereich erzielt hat. Im kommenden Jahr will sie dann endlich den Schweizer Rekord von Anita Protti aus dem Jahr 1991 (54,25) brechen. Vor einem Jahr in Lausanne kam sie bis auf vier Hundertstel an diese Zeit heran.

Erst einmal geht Sprunger aber mit ihrem Freund für dreieinhalb Wochen in die Ferien. Zunächst stehen zwei Wochen Neuseeland auf dem Programm, ehe die beiden zum Ausspannen nach Französisch-Polynesien reisen. Die Erholung hat sich Sprunger mehr als redlich verdient. (sda)

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