Basketball

Aarau lässt Nyon keine Chance und gewinnt mit 40 Punkten Unterschied

Die Alte Kanti gewinnt in der Nationalliga B nach einer Schwächephase zu Beginn ungefährdet mit 100:60. Die Aarauer zeigten die beste Leistung der bisherigen Saison und sind für die kommenden Playoffs bestens gerüstet.

Fabio Baranzini
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Der Aarauer Regisseur Dejan Hohler war bester Werfer.

Der Aarauer Regisseur Dejan Hohler war bester Werfer.

Fabio Baranzini

Die Zuschauer sahen beim gestrigen Heimspiel des BC Alte Kanti Aarau gleich zwei Dinge, die man in der Telli Halle ganz selten sieht: Zuerst startete Nyon fulminant in die Partie, verteidigte aggressiv und punktete im Angriff souverän. 10:17 lag der amtierende Meister in der Mitte des ersten Viertels zurück und Trainer Milenko Tomic nahm bereits früh sein erstes Time-Out.

Dies zeigte sofort Wirkung. Die Alte Kanti steigerte sich massiv und brachte das Publikum erneut zum Staunen – dieses Mal im positiven Sinne. Sage und schreibe 22 (!) Punkte in Serie erzielten die Gastgeber und wirbelten dabei das Spielsystem der Westschweizer gehörig durcheinander. Beflügelt von diesem Zwischenspurt, spielten sich die Aarauer in einen Rausch.

Hohler bester Werfer

Unter dem Korb wüteten James St.Robert und Robertino Engel (9 Rebounds), der eines seiner stärksten Spiele im Dress der Aarauer zeigte. Regisseur Dejan Hohler war mit 29 Punkten einmal mehr bester Werfer und sorgte mit spektakulären Balleroberungen und Pässen für Begeisterung. Auch Youngster Philippe Sager bewies in verschiedenen Situationen, dass er durchaus in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen.

Beste Darbietung der Saison

Doch nicht nur die Stammspieler vermochten zu überzeugen. Von der Bank fügten sich Sebastiano Morandi, Andrija Jakovljevic und Léonard Marchand nahtlos ins Gefüge ein und leisteten ihren Beitrag zur stärksten Darbietung der Aarauer in dieser Saison. Nyon spielte nicht etwa schlecht. Auch die Gäste zeigten immer wieder gelungene Spielzüge, doch das reichte bei weitem nicht, um die Aarauer in Höchstform zu gefährden.

Wenige Sekunden vor Spielende setzte Marchand mit seinem Treffer zum 100:60 den Schlusspunkt unter eine attraktive Partie. «Heute haben wirklich alle Spieler ihr Potenzial abgerufen und neuen Schwung gebracht, sobald sie eingewechselt wurden», lobte Assistenzcoach Oliver Berger seine Equipe.