Challenge League
800'000 Franken bis Mitte November? Ab sofort sind neue FCA-Aktien im Verkauf

Nachdem die Aktionäre der Kapitalerhöhung zugestimmt haben, beginnt heute die Zeichnungsfrist. Neues Kapital ist wichtig, um die Vorwärtsstrategie nicht zu gefährden.

Sebastian Wendel
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Erstklassiger Fussball im Brügglifeld? Das kostet - gleichzeitig schmelzen wegen Corona dem FC Aarau die Reserven weg. Darum die Kapitalerhöhung.

Erstklassiger Fussball im Brügglifeld? Das kostet - gleichzeitig schmelzen wegen Corona dem FC Aarau die Reserven weg. Darum die Kapitalerhöhung.

Fabio Baranzini

Als erster Profiklub der Schweiz reagiert der FC Aarau mit einer Aktienkapitalerhöhung auf die coronabedingten Finanzverluste (die AZ berichtete). Am 21. Juni stimmten die Aktionäre an der GV der FC Aarau AG dem Antrag des Verwaltungsrates zu - ab dem heutigen 20. September nun können Kaufwillige Aktien zeichnen. Ende der Zeichungsfrist ist am 15. November.

Maximal 8000 Aktien werden veräussert. Der Nennwert beträgt 50 Franken, der Kaufpreis beträgt 100 Franken pro Aktie. Bedeutet: Im Optimalfall erhält der FC Aarau 800'000 Franken frisches Kapital. Das Minimalziel sind 500'000 Franken.

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Die Kapitalerhöhung erfolgt gemäss FC Aarau präventiv - noch ist der Klub schuldenfrei. Doch auch für das laufende Geschäftsfjahr 2021 werden coronabedingt Verluste erwartet, so dass Ende Jahr die finanziellen Reserven aufgebraucht sein könnten. Um dann nicht die besten Spieler für Discount-Preise an die Konkurrenz verscherbeln zu müssen, braucht es neues Kapital.

Beispiel für die Notwendigkeit der Kapitalerhöhung

Ende August hat der FC Luzern eine tiefe sechsstellige Summe für FCA-Topskorer Kevin Spadanuda geboten. Weil der FCA derzeit noch über Reserven verfügt, konnte das fast schon lächerliche Angebot aus der Innerschweiz abgelehnt werden. Im nächsten Sommer indes droht die Situation, dass der FCA ein solch tiefes Angebot für seinen Topstürmer annehmen muss, um liquid zu bleiben - vorausgesetzt, die Reserven sind bis dahin aufgebraucht und es ist kein neues Kapital dazugekommen.

Die im Sommer 2020 lancierte Vorwärtsstrategie hat mittelfristig den Aufstieg in die Super League zum Ziel - in dieser Saison soll es mit der Rückkehr ins Oberhaus klappen. Um bis dahin und auch nach einem allfälligen eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen, ist der FCA zwangsläufig auf Mehreinnahmen angewiesen. Ein Grossteil davon soll nun durch die Kapitalerhöhung erfolgen. Eine weitere Einnahmequelle wäre ein neuer Hauptsponsor, den der FCA nun bereits seit Sommer 2020 sucht.

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