FC Wohlen

Der FC Wohlen unterliegt Leader Lausanne auswärts mit 0:1

Für den FC Wohlen gab es gegen ein offensiv starkes, aber ineffizientes Lausanne-Sport nichts zu holen. Die Freiämter blieben während der ganzen Partie zu blass und zu harmlos.

Jakob Weber (Text) und Calvin Stettler (Liveticker)
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Simon Duenki (rechts) im Duell mit Lausannes Torschütze Andi Zeqiri.

Simon Duenki (rechts) im Duell mit Lausannes Torschütze Andi Zeqiri.

Keystone

Nach dem hart erkämpften 1:0-Heimsieg gegen den «FC Barcelona der Challenge League», wie Trainer Martin Rueda den neureichen Aufstiegsaspirant Nummer 1 nach der Partie liebevoll nannte, traf der FC Wohlen schon gestern – der englischen Woche sei Dank – auf den nächsten Kandidaten für den Super-League-Aufstieg, auf Lausanne-Sport. Gegen Ruedas Ex-Mannschaft verloren die Aargauer allerdings – anders als gegen Lieblingsgegner Wil – sämtliche drei Partien in dieser Saison.

Auch in der Pontaise zeigen die Freiämter von Beginn an, dass man gewillt ist, nach dem Zweiten Wil auch Leader Lausanne Punkte abzuknöpfen. Wie schon am Samstag kämpfen die Gäste auch in der Romandie um jeden Grashalm, doch die kreativen Defizite sind gegen Lausanne nur durch Kampf nicht wettzumachen. Auch, weil die Wohler den über die gesamte Partie dominant auftretenden Tabellenführer und wohl baldigen Super-Ligisten nie ganz ausschalten können.

Augen zu und durch: Olivier Custodio (links) im Kopfballduell mit Wohlens Joel Geissmann (rechts).
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Andi Zeqiri erzielte das 1:0 für Lausanne-Sport.
Jordan Brown (links) behauptet sich gegen Numa Lavanchy (rechts).
Das Wohlener Defensiv-Bollwerk wusste die Lausanner Stürmer oftmals nur mit Fouls zu bremsen.
Simon Duenki (rechts) im Duell mit Lausannes Torschütze Andi Zeqiri.

Augen zu und durch: Olivier Custodio (links) im Kopfballduell mit Wohlens Joel Geissmann (rechts).

Keystone

Zu Beginn bleibt Ruedas Mannen das Glück treu, verspielt Lausanne seine teilweise hochkarätigen Chancen doch gar leichtfertig. Den Preis für den grössten Chancentod verdient sich Aussenverteidiger Lavanchy, der den Ball nach einem sehenswerten Slalomlauf durch die gesamte Wohler Defensive aus elf Metern kläglich am Tor vorbei schiebt (26.).

Das einzige Tor vor dem Pausentee erzielt der FC Wohlen (37.), doch da die Ecke von Captain Alain Schultz bereits im Out gewesen sein soll, erkennt Schiedsrichter Alessandro Dudic den Treffer von Abwehrchef Marko Muslin nicht an.

Celestinis goldenes Händchen

Auch nach dem Seitenwechsel gleichen sich zunächst die Bilder. Diesmal zirkelt Feuillassier den Ball aus zentraler Position statt ins Tor nur an den Innenpfosten (52.). Lausanne Coach Fabio Celestini spürt, dass er etwas verändern muss und beweist mit der Einwechslung von Andi Zeqiri ein goldenes Händchen. Nur vier Minuten nach dem Wechsel trifft der Joker mit seinem zweiten Ballkontakt zur umjubelten Führung des Heimteams (61.). Der Konten ist geplatzt.

Die Wohler Reaktion? Fehlanzeige! In der Offensive bleiben die Freiämter nach dem Rückstand erstaunlich passiv und ungefährlich, was daran liegt, dass die Gäste gegen den immer abgezockter spielenden Leader kaum mal zur Entfaltung kommen. Der Klassenunterschied wird mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher, was auch Rueda nach der Partie bestätigt: «Lausanne ist für mich die beste Mannschaft der Challenge League. Ich bin mit dem couragierten Auftritt meines Teams zufrieden, doch es hat uns heute an Durchsetzungsvermögen gefehlt.»

Ruedas Wechsel ohne Wirkung

Auch Ruedas offensive Wechsel Lotti und Castroman für Grether und Brown bringen keine Verbesserung. Und weil auch Lausanne spürt, dass gegen diese harmlosen Wohler ein einziges eigenes Tor für drei Punkte reicht, geht der Leader in der Schlussphase in den Verwaltungsmodus über. So bleibt es beim 1:0, durch das Lausanne seinen Vorsprung vor den letzten sieben Spieltagen auf Verfolger Wil auf sieben Punkte ausbaut. Mit einem Spiel weniger machen die Romands durch den 1:0-Heimsieg gegen Wohlen einen grossen Schritt in Richtung Super League.

Null Punkte gegen Leader Lausanne, sieben gegen den Zweiten Wil. Der FC Wohlen ist im Aufstiegskampf der Challenge League in dieser Saison das Zünglein an der Waage.

Lausanne-Sport - FC Wohlen 1:0 (0:0)

Pontaise. - 2470 Zuschauer. – SR Dudic. – Tor: 61. Zeqiri

Lausanne: Castella; Lavanchy, Monteiro, Manière, Gétaz; Pasche, Custodio; Feuilassier (68. Dessarzin), Margairaz, Lotomba (81. Yang); Pak (56. Zeqiri)

Wohlen: Kiassumbua; Urtic, Dünki, Muslin, Kleiner; Brown (81. Lotti), Geissmann, Grether (63. Castroman), Weber; Schultz, Graf

Bemerkungen: Wohlen ohne Abegglen (gesperrt), Ianu, Giampa und Ramizi (alle verletzt). Lausanne ohne Sessulo (gesperrt), Marazzi, Mendez und Descloux (alle verletzt). 52. Pfostenschuss Feuillassier – Verwarnungen: 63. Getaz (Foul), 73. Zeqiri (Schwalbe), 88. Geissmann, 90. Kleiner (beide Foul).

Die Partie verpasst? Lesen Sie hier den gesamten Spielverlauf in unserem Liveticker nach.