Handball

Der TV Endingen hat die anfängliche Zitterpartie gekonnt gedreht

Nach einem schwachen Start in die Partie drehte der TV Endingen in der zweiten Spielhälfte auf und entschied die Partie gegen die SG Yellow/Pfadi mit 32:27 für sich.

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Nemanja Sudzum setzt sich durch.

Nemanja Sudzum setzt sich durch.

Zur Verfügung gestellt

Die SG Yellow/Pfadi startete mit einer offensiven Verteidigung, die den Endingern zu Beginn einige Mühe bereitete und die zu einer schnellen Rücklage für den TVE führte. Die eigene Verteidigung liess viel offene Räume zu und reagierte zögerlich.

Nemanja Sudzum zeigte zu Beginn, dass er Verantwortung übernehmen kann. Er zeigte sein Können immer wieder durch explosive Tore aus der zweiten Reihe. Mit diesen schnellen Treffern liessen sich die Endinger auch nie abhängen. Leonard Pejkovic hatte viel Raum am Kreis und konnte so locker eintopfen. Die Tore gelangen, doch die Abwehr konnte nicht entscheidend dicht machen.

Diese Unsicherheit in der Defensive führte zu zwei Zeitstrafen für die Endinger kurz hintereinander. Die übrigen vier Feldspieler konnten gegen die Winterthurer nichts ausrichten und kassierten gleich drei Gegentreffer in Folge. In dieser kräftezehrenden Spielphase zeigten die Endinger deutlich, dass sie kämpfen gewohnt sind und nicht so leicht einstecken.

Keeper anfangs durchwachsen

André Willimann hatte einen schwachen Start erwischt. Ihm gelang erst in der 18. Minute die erste wirkliche Parade. Das Spiel begann ganz langsam zu drehen. Die Aufholjagd setzte ein und die Surbtaler verkürzten stetig. Fünf Minuten vor der Pause zeigte Willimann eine Top-Reaktion, die von den engagierten Zuschauern mit anhaltendem Applaus honoriert wurde. Leider erfolgte der lang ersehnte Ausgleich durch die anschliessende Angriffssituation nicht.

Lukas Schubnell gelang erstmalig der Führungstreffer. Die Mannschaft hatte sich in ihrem schnellen Angriffsspiel gefunden, das Timing stimmte und die technischen Fehler hielten sich in Grenzen. In der letzten Minute liess leider die Konzentration wieder nach und Yellow konnte zum 15:15 Pausenstand ausgleichen. Während Yellow den stärkeren Start hingelegt hatte, dominierten die Endinger über weite Strecken das Spiel.

Hohes Anfangstempo

Die Endinger starteten mit gewohnt hohem Tempo in der zweiten Spielhälfte. Sie holten einen drei Torevorsprung heraus, konnten sich aber nicht wirklich absetzen. Ihre Sicherheit führte bei den Winterthurern zu einer deutlichen Steigerung in der Defensivarbeit. Die Abwehr, nun mehr auf den Mann als auf den Raum ausgerichtet, machte wieder neue Räume auf. So gelangen Karlo Ladan tolle Abstauber am Kreis.

André Willimann kam immer besser ins Spiel und verhinderte mit drei Paraden, dass Yellow näher herankam. Die eigene Abwehr zeigte sich kompakt, leider erfolgten die Angriffe überhastet, ungenau, die Bälle landeten oft als Fangbälle beim gegnerischen Keeper.

Das Spiel plätscherte ein wenig dahin. Die Endinger nahmen ein wenig Tempo heraus, zeigten tolle Spielzüge. Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Bei den Winterthurern hielten nicht alle Leibchen die «Defensiv-Behandlung» durch die Endinger Abwehr aus. So wurde gegen Abwehrchef Simon Huwyler die dritte Zeitstrafe in der 53. Minute ausgesprochen. Er musste auf die Tribüne und konnte nicht mehr mitspielen. Die SG Yellow/Pfadi zeigte Ermüdungserscheinungen, sie fanden im Angriff kein geeignetes Rezept, um die Abwehr zu umgehen. So retteten sie sich immer wieder über passives Zeitspiel.

Erneut vier Feldspieler

Die Endinger griffen beherzt in dieser passiven Spielphase ein, wurden wieder mit zwei Zeitstrafen bestraft und landeten erneut mit vier Feldspielern in Aktion. Diesmal konnte Captain Christian Riechsteiner die Situation retten, ihm gelang in dieser Unterzahl ein wahres Traumtor. Beide Teams trennten sich mit 32:27. Kurz nach Spielabpfiff jubelten die Gäste aus Winterthur trotz der Niederlage. Sie hatten gerade erfahren, dass ihr Ligaerhalt gesichert war - an dieser Stelle herzliche Gratulation.

Simon Huwyler kannte die Gründe, warum er frühzeitig auf die Tribüne geschickt worden war. «Yellow stand gut, sie waren gut eingespielt. Den Kreisläufer hätten wir vor den Aktionen binden sollen, da haben wir in der Deckung nicht aktiv genug reagiert.»

«Die Mannschaft hat unsere Erwartungen heute erfüllt. Wenn sie sich noch besser bewegen, so wie in den Unterzahlsituationen, dann sind wir für kommenden Samstag gut gerüstet,» so das zufriedene Votum des Trainers Fabian Ammann.

Kommenden Samstag spiel der TV Endingen auswärts in der Sporthalle Aue in Baden gegen den STV Baden, Anpfiff ist um 18.00 Uhr.

TV Endingen - SG Yellow Pfadi 32:27 (15:15)

GoEasy Sportarena Würenlingen, 350 Zuschauer, SR Keiser/Rottmeier.

SG Yellow/Pfadi: Murbach/Pellegrini; Ott (7), Schärer (1), Szabo (4), Pecoraro (5), Köller (1), Murri, Berg(1), Blumer(1), Rutschmann (1), Maritz (1), Jazo (4).

TV Endingen: Willimann; Kündig (5), Ladan (2), Pejkovic (4), Riechsteiner Ch. (2), Riechsteiner L. (3), Schild, Feldmann, Sarac (1), Schubnell (7), Sudzum (5), Huwyler.