FC Aarau

Eigentor von Kriens oder hauchdünnes Abseits? Kniffliger Entscheid gegen den FC Aarau

Der erste Sieg im fünften Auswärtsspiel in Kriens ist für den FC Aarau ein Schritt nach vorne. Für heisse Diskussionen sorgte aber vor allem ein Eigentor der Zentralschweizer nach gut einer halben Stunde beim Stand von 0:0.

Ruedi Kuhn
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Ein Eigentor nach 30 Minuten sorgte für heisse Diskussionen.

Ein Eigentor nach 30 Minuten sorgte für heisse Diskussionen.

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Der FC Aarau siegt in Kriens dank Toren von Elsad Zverotic, Markus Neumayr und Donat Rrudhani verdient 3:2. Nachfolgend drei Erkenntnisse aus der Sicht des Barrage-Teilnehmers der vergangenen Saison.

Punktemaximum gegen Kriens

Der SC Kriens wird langsam, aber sicher zu einem Lieblingsgegner des FC Aarau. In den zwei Spielen dieser Saison holte die Mannschaft von Patrick Rahmen sechs Punkte. Im Heimspiel in der zweiten Runde gab es für die Aarauer einen 4:1-Sieg und im Auswärtsspiel der zehnten Runde einen 3:2-Erfolg. Der Auftakt ins zweite Viertel der Meisterschaft ist also gelungen. Folgt jetzt die grosse Aufholjagd?

Heisse Diskussionen um ein Krienser Eigentor

Für viel Diskussionsstoff sorgte das Eigentor von Kriens-Innenverteidiger Manuel Fäh in der 33. Minute beim Stand von 0:0. Stand FCA-Stürmer Patrick Rossini im entscheidenden Moment im Abseits oder nicht? Die Fernseh-Bilder geben keinen eindeutigen Aufschluss. Es war extrem knapp.

Nach den Tor-Klaus gegen GC (1:2) und Stade Lausanne Ouchy (1:1) kann dem FC Aarau der im Endeffekt nicht gegebene Treffer egal sein. Hauptsache gewonnen! Der 25-jährige Aargauer Schiedsrichter Johannes von Mandach, der während 94 Minuten eine gute Leistung zeigte, wollte auf Anfrage nichts dazu sagen.

Neues von der Verletztenfront

Die langzeitverletzten Marco Schneuwly und Olivier Jäckle trainieren in dieser Woche weiterhin nicht mit der ersten Mannschaft. Nicolas Schindelholz zog sich in der Startphase des Kriens-Spiels eine leichte Zerrung im Oberschenkel zu, dürfte aber im Heimspiel gegen Lausanne in knapp zwei Wochen wieder einsatzfähig sein.

Gesperrt ist gegen die Waadtländer kein Aarauer Spieler. Aufpassen muss Rechtsverteidiger Raoul Giger, der drei Verwarnungen auf dem Konto hat und bei der nächsten gelben Karte eine Partie fehlen wird.

Die Freude über das 3:2 ist gross: Gegen den SC Kriens erreicht der FC Aarau seinen ersten Auswärtssieg der Saison.
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Drei Tore, drei Punkte. Der FC Aarau blickt auf einen gelungenen Abend zurück.
Gegen Ende hin verkommt das Spiel zur Zitterpartie. Nikola Mijatovic verkürzt für Kriens auf 2:3.
Dieses Duell lässt keine Fragen offen: Damir Mehidic (r.) behält im Zweikampf gegen den Krienser Dario Ulrich die Lufthoheit.
Donat Rrudhani (r.) legt nach seiner Einwechslung sofort los. In der 87. Minute trifft er zum 3:1.
Igor Tadic ist für seinen Verein zur Stelle. In der 79. Minute verkürzt er auf 1:2 für den SC Kriens.
Ein bisschen Spass muss sein: Patrick Rossini (l.) weiss offenbar nicht so recht, ob er seinen Kopf oder sein Bein bei der Ballabnahme einsetzen soll.
Markus Neumayr trifft per Elfmeter in der 69. Minute souverän zum 2:0 gegen Torhüter Sebastian Osigwe.
Die Aarauer bejubeln das herrliche Tor von Zverotic.
Und immer wieder Petar Misic: Der FCA-Spieler kommt trotz beherztem Einsatz von Albin Sadrijaj (l.) zu mehreren Chancen, kann aber noch nicht reüssieren.
Dank Elsad Zverotic und seinem Treffer zum 1:0 geht es in der 65. Minute richtig los. Giuseppe Leo und Kevin Spadanuda freuen sich mit dem Torschützen (v.l.).
Trotz FCA-Chancenplus endet die erste Halbzeit torlos. Da ändert auch der Einsatz von Marco Thaler (r.) nichts daran.
Kevin Spadanuda (M.) hat einen schweren Stand. Gleich drei SCK-Spieler nehmen ihn in Beschlag, darunter Liridon Berisha (l.) und Jan Elvedi (r.).
Auch Petar Misic (M.) hat gegen Albin Sadrijaj (l.) und Dario Ulric (r.) das Nachsehen.
Hier gibt es kein Durchkommen: Der FCA spielt überzeugend und zeigt Biss, doch noch ist ihm kein Tor gelungen.
Nach knapp dreissig Minuten trifft ein Krienser das eigene Tor, doch erneut wird ein FCA-Tor nicht gegeben: Damit ist nicht nur Geoffroy Serey Die nicht einverstanden.
Lautstark macht der FCA-Spieler seinem Ärger Luft - allerdings ohne Erfolg.
Den Zweikampf gewonnen, die Kontrolle über die Gesichtszüge verloren. Damir Mehidic geht bis ans Limit, um Manuel Fäh (l.) vom Ball zu trennen.
Für Nicolas Schindelholz bleibt es heute bei einem kurzen Einsatz. Nach 15 Minuten muss der Abwehrspieler verletzt vom Platz.
Auf dem Kleinfeld ist alles angerichtet für die Partie der beiden Tabellennachbarn.
Bei Regen müssen die Spieler sich den widrigen Bedingungen stellen und auf der rutschigen Unterlage das Bestmögliche aus der Situation machen.
Die letzte Begegnung konnte der FCA mit 4:1 für sich entscheiden, auch Yvan Alounga (l.) durfte dabei einnetzen. Doch im Heimspiel dürften sich Jan Elvedi und Kriens nicht so leicht geschlagen geben.

Die Freude über das 3:2 ist gross: Gegen den SC Kriens erreicht der FC Aarau seinen ersten Auswärtssieg der Saison.

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