Handball

Favoriten setzen sich durch: Der HSC Suhr Aarau und der TV Möhlin stehen souverän in den Cup-Achtelfinals

Der NLA-Klub HSC Suhr Aarau besiegt den Erstligisten Fortitudo Gossau 2 standesgemäss mit 41:21. Bereits zur Pause hatte der klare Favorit mit 21:9 deutlich geführt. Der Aargauer NLB-Vertreter TV Möhlin besiegt den Zweitligisten SG HC Küsnacht/GC Amicitia nach 16:8-Pausenführung mit 32:25.

Dean Fuss
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HSC-Neuverpflichtung Gian Attenhofer war mit zehn Treffern beim Sieg in Gossau der erfolgreichste Werfer seines Teams.

HSC-Neuverpflichtung Gian Attenhofer war mit zehn Treffern beim Sieg in Gossau der erfolgreichste Werfer seines Teams.

Alexander Wagner

Eben erst haben die Spieler des HSC Suhr Aarau eine Trophäe in die Höhe gestemmt. Vor drei Wochen holte die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann mit einem 25:20-Sieg über die Kadetten Schaffhausen den Supercup, der in der diesjährigen Austragung so etwas wie den Ersatz für den coronabedingt abgesagten Cupfinal darstellte. Für den HSC war es der erste Titelgewinn seit dem Meistertitel in der Saison 1999/2000, den die Aargauer damals noch als TV Suhr geholt hatten.

Am Dienstagabend, also gut drei Wochen später, ist der HSC Suhr Aarau nun bereits in den Cup-Wettbewerb 2020/21 gestartet. Und der Tabellenfünfte der NLA tat dies mit einem deutlichen Erfolg: 41:21 besiegt der HSC den Erstligisten TSV Fortitudo Gossau 2 auswärts in der Ostschweiz und steht damit im Cup-Achtelfinal.

Der HSC bekundete beim Auftritt gegen die zweite Mannschaft von Fortitudo, welche die Gruppe 1 der 1. Liga nach drei Siegen aus drei Spielen anführt, keinerlei Probleme. Der auf diese Saison hin neu verpflichtete Flügel Gian Attenhofer war mit zehn Treffern der erfolgreichste Werfer seines Teams.

Zu seinem ersten Saisoneinsatz und damit zu seinem Comeback nach seiner Knieverletzung kam auch Rückraumspieler Mathias Müller, der sieben Treffer zum HSC-Sieg beisteuerte. Zwischen den Pfosten kam Dario Ferrante zum Einsatz. Er parierte 35 Prozent aller Würfe auf seinen Kasten.

Auch TV Möhlin eine Runde weiter

Auch der TV Möhlin wird seiner Favoritenrolle gerecht und steht folgerichtig in den Achtelfinals. Der NLB-Klub besiegt den Zweitligisten SG HC Küsnacht/GC Amicitia mit 32:25. Bereits zur Pause führten die Fricktaler vorentscheidend mit 16:8.

Als erfolgreichster Werfer zeichnete sich beim TV Möhlin Jonathan Ulmer mit sieben Treffern, davon vier mittels Siebenmeter, aus. Torhüter Dennis Grana liess sich bei 16 Würfen auf seinen Kasten eine Abwehrquote von 50 Prozent notieren, sein Torhüterkollege Benjamin Blumer parierte 23 Prozent aller Schüsse.

Trainer Samir Sarac steht seit dieser Saison beim TV Möhlin an der Seitenlinie.

Trainer Samir Sarac steht seit dieser Saison beim TV Möhlin an der Seitenlinie.

Alexander Wagner

Der Sieg und die damit verbundene Achtelfinalqualifikation kommen für die Mannschaft des neuen Trainers Samir Sarac im richtigen Moment. Sind die Fricktaler doch mit nur einem Sieg aus den ersten drei Runden der NLB eher schwach in die neue Saison gestartet und liegen deshalb derzeit in der Tabelle der zweithöchsten Liga des Landes nur auf dem zehnten Rang.

Zum Zeitpunkt des Abbruchs der vergangenen Saison Mitte März 2020 war der TV Möhlin gemeinsam mit dem Kantonsrivalen STV Baden noch auf gutem Kurs in Richtung der Aufstiegplayoffs gewesen.

TVE bestreitet seinen Sechzehntelfinal am Mittwochabend

Als letzter der drei Aargauer Vertreter in den Sechzehntelfinals misst sich der TV Endingen am Mittwochabend auswärts mit dem Erstligisten US Yverdon. Die Partie wird um 20 Uhr angepfiffen.

Für TVE-Trainer Zoltan Majeri und die beiden auf diese Saison hin verpflichteten Romands Kilian Hirsbrunner und Maxime Bardet dürfte es eine spezielle Affiche werden, da sie allesamt von Yverdon ins Surbtal gewechselt haben.

Achtelfinals werden am Donnerstagabend ausgelost

Die letzten Spiele dieser Cup-Runde stehen am Donnerstagabend auf dem Programm. Die Auslosung der Achtelfinals findet im Anschluss an den Sechzehntelfinal zwischen den beiden NLB-Klubs Wädenswil/Horgen und dem TV Solothurn in Wädenswil statt.

In der nächsten Runde greifen dann auch Ligakrösus Kadetten Schaffhausen und Pfadi Winterthur ins Spielgeschehen des Wettbewerbs ein. Sie waren aufgrund ihres engen Terminkalenders durch die Europacup-Teilnahme vom Verband für die Achtelfinals gesetzt gewesen. In Saisons ohne coronabedingte Sonderregelungen sind jeweils der Meister und der Cupsieger für die Achtelfinals gesetzt.

Cupfinal auf 27. Februar 2021 angesetzt

Titelverteidiger ist weiterhin Wacker Thun, das den Cupfinal 2019 gegen die Kadetten Schaffhausen mit 30:25 zu seinen Gunsten entschieden hatte. Im vergangenen Frühling hatte der Cupfinal zwischen dem HSC Suhr Aarau und den Kadetten Schaffhausen coronabedingt zuerst verschoben und dann abgesagt werden müssen.

Das soll sich – wenn es die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie zulässt – am 27. Februar 2021 ändern. Auf diesen Samstag in gut fünf Monaten hat der Schweizerische Handballverband SHV den Cupfinaltag mit allen Endspielen der Frauen, Männer, Juniorinnen und Junioren terminiert. Der Event soll in der Mobiliar Arena in Gümligen stattfinden.