Der Herzschlagfinal
Jannik Fischer: «Es geht um alles – für diese Spiele leben wir»

Heute und morgen entscheidet sich, welche Teams den Sprung in die Playoffs schaffen und wer gegen den Abstieg kämpfen muss. Vier Beteiligte aus der Region der «Nordwestschweiz» erzählen, wie sie den Kampf am Strich erleben.

Konstantin Furrer
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Jannik Fischer (links): Der 25-jährige Verteidiger des HC Lausanne stammt aus dem Kanton Aargau.

Jannik Fischer (links): Der 25-jährige Verteidiger des HC Lausanne stammt aus dem Kanton Aargau.

Keystone

«Es fühlt sich schon ein bisschen anders an als noch zu Beginn der Qualifikation. Man merkt, dass jetzt die wichtigste Zeit der Saison für uns angebrochen ist. Noch stehen wir auf einen Playout-Rang: 9. Platz, punktgleich mit dem SC Bern auf Platz 8. Aber das soll sich an diesem Wochenende ändern. Wir sind angespannt, vielleicht aufgeregt, aber nicht nervös. Es sind diese Spiele, am Ende der Qualifikation bei denen es um alles geht – Playoff oder Playout, mitspielen um die Meisterschaft oder kämpfen um den Klassenerhalt, für diese Spiele leben wir. Es ist die spannendste Zeit der Saison. An diesem Wochenende fällt die Entscheidung.

Heute Freitag treffen wir auswärts auf unseren direkten Kontrahenten am Strichkampf, den SC Bern; am Samstag spielen wir vor heimischem Publikum gegen Genf. Diese Spiele werden unsere Saison prägen. Da verspürt man natürlich einen Druck, aber wir wissen damit umzugehen. Der Strickkampf ist uns nicht fremd. In den vergangenen zwei Jahren haben wir aber bewiesen, dass wir uns im Kampf um die Playoff-Plätze behaupten können. Für uns wäre es bereits die dritte Qualifikation für die Playoff seit unserem Aufstieg 2013.

Wie kommt der HC Lausanne noch in die Playoffs?

Lausanne ist durch, wenn man in Bern drei Punkte holt und Ambri in Biel leer ausgeht. Anderseits gilt für Lausanne: Null Punkte in Bern und ein Sieg von Kloten und der Traum ist aus. Aber: Mit zwei Vollerfolgen in den letzten Spielen ist man in den Playoffs.

Das Eishockey ist mein Beruf und in diesen Tagen bestimmt das Eishockey mein Leben. Das heisst ich achte umso mehr auf meine Ernährung. Ich gehe bei Zeiten ins Bett und schaue auf einen erholsamen Schlaf. Kurz: In diesen Tagen lebe ich ein professionelles Leben. Auch das Mannschaftleben hat sich verändert. Wir trainieren mehr und intensiver und gehen im Training mit einer erhöhten Konzentration an das Werk. Jeder Spieler hat seine Rolle in der Mannschaft und ist bestrebt, diese perfekt umzusetzen. Das was wir bereits im Verlauf dieser Saison gemacht haben, werden wir in den Spielen gegen Bern und Servette noch besser machen. Am Freitag, wenn es um die Wurst geht, wollen ich und meine Mannschaft unser bestes Eishockey abrufen können.

Wir wollen in die Playoffs, nicht nur für uns, sondern auch für unseren Klub, der uns so viel gegeben hat und für unsere Fans, die uns immer tatenkräftig unterstützt haben in dieser Saison. Wir alle sind heiss auf die Spiele am Wochenende. Mit viel Teamgeist, mit grossem Willen und mit unserem besten Eishockey bin ich überzeugt, dass wir den Einzug in die Playoffs schaffen werden.»