Fussball

Krimi in Lausanne: Entgeht der FC Aarau dem Abstiegsstrudel?

Nach Lausannes 3:0-Sieg über St. Gallen könnte der Abstiegskampf mit dem Spiel gegen Aarau neu lanciert werden. Gewinnen die Waadtländer, würde der Rückstand auf den Super-League-Aufsteiger nur noch sechs Punkte betragen.

Ruedi Kuhn
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Nervenspiel auf der Pontaise: Aarau mit Trainer René Weiler (l.) steht vor einem Härtetest. Key/archiv

Nervenspiel auf der Pontaise: Aarau mit Trainer René Weiler (l.) steht vor einem Härtetest. Key/archiv

KEYSTONE

Bewegung, ja Aufruhr im Tabellenkeller: Schlusslicht Lausanne gewinnt gegen St. Gallen 3:0. Und Sion fertigt YB mit dem gleichen Resultat ab.

Bleibt der FC Aarau, der nach dem überraschenden 2:1-Sieg gegen GC zweimal auf Tauchstation geht und in Luzern (2:3) und gegen den FCZ (1:2) verliert.

Der Super-League-Aufsteiger ist zurück auf dem Boden der Realität. Sollte Lausanne am Samstag die Aarauer schlagen, wäre der Kampf um den Ligaerhalt neu lanciert.

Die Partie mit Anpfiff um 19.45 Uhr im weiten Rund vom alt-ehrwürdigen Olympiastadion entbehrt also keinesfalls einer gewissen Brisanz.

Lausannes wegweisende Partie

Aaraus Trainer René Weiler sagt: «Für Lausanne ist dieses Spiel eine Riesenchance. Es wird alles daransetzen, nach Sion und St. Gallen auch uns zu schlagen.

Trotzdem müssen wir unseren offensiven Tugenden treu bleiben», fügt der Winterthurer hinzu. «Wir haben in der Rückrunde viermal gut gespielt. Die zwei Niederlagen gegen Luzern und den FCZ waren unglücklich.»

Lausanne hat in den vier Spielen der Rückrunde sechs Punkte geholt. Das ist Beweis genug, dass es sich mit der Relegation noch längst nicht abgefunden hat. Spieler wie Yannis Tafer, Pascal Feindouno, Yoris Ravet, Ante Vukusic und Matar Coly können den Unterschied ausmachen.

Aarau mit «Rekord-Kader»

Und der FC Aarau? Weiler konnte in dieser Woche mit 20 Spielern trainieren. Das ist Saisonrekord. Die Transfers von Lars Unnerstall, Daniel Gygax, Stephan Andrist.

Luca Radice und Nauris Bulvitis führen dazu, dass man innerhalb des Kaders endlich wieder von einem Konkurrenzkampf sprechen kann.

Andrist dürfte gegen Lausanne erstmals in der Startformation stehen. Er soll im rechten Mittelfeld Akzente setzen. Gygax fehlt es an Spielpraxis. Der 32-jährige Stürmer kommt wohl zu einem Teileinsatz.

Temperaturen um den Gefrierpunkt

Die Ausgangslage für die Partie in Lausanne ist spannend: Der FC Aarau muss sich bei garstigen Witterungsverhältnissen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt auf einen heissen Tanz gefasst machen.

Der Gegner hat in den vergangenen Wochen Blut geleckt. Mit einem Sieg könnten die Romands bis auf sechs Punkte an die Aarauer heran kommen.

Weiler bringt die Ausgangslage auf den Punkt und sagt: «Lausanne gegen Aarau ist ein wegweisendes Spiel. Für mich war allerdings immer klar, dass der Abstiegskampf bis zum Schluss auf Messers Schneide steht. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir aus der letzten Reihe in die Meisterschaft gestartet sind. Bleiben wir in der Super League, haben wir einen ausgezeichneten Job gemacht. Mehr zu erwarten ist vermessen.»