Corona-Virus

Lockdown auch im Brügglifeld: FC Aarau stellt Trainingsbetrieb ein, Tore im Brügglifeld bleiben zu

Sebastian Wendel
Drucken
Teilen
Trainingsbetrieb eingestellt: Das Brügglifeld-Stadion bleibt bis auf weiteres verwaist

Trainingsbetrieb eingestellt: Das Brügglifeld-Stadion bleibt bis auf weiteres verwaist

Chris Iseli

Saison-Abbruch oder weiterhin Verzögerungstaktik? Die 20 Schweizer Profiklubs wollten ursprünglich am Montagnachmittag diese Frage diskutieren und allenfalls beantworten. Doch die Telefonkonferenz wurde kurzfristig abgesagt bzw. verschoben, neues Datum unbekannt. Hintergrund: Der europäische Fussballverband Uefa will am Dienstag entscheiden, ob die im Juni/Juli geplante Europameisterschaft stattfinden kann. Falls die EM ins Wasser fällt, bestünde die kleine Hoffnung, dass die nationalen Ligen ihre Saisons doch noch zu Ende spielen könnten. Jedoch nur, sollte sich die Corona-Krise bis Ende April deutlich entschärfen.

In der Schweiz geht jedenfalls bis zum 30. April nichts, alle Fussballspiele (Junioren, Amateure, Profis) sind abgesagt. Zudem rät der Schweizerische Fussballverband allen Klubs, den Trainingsbetrieb per sofort einzustellen, da die Kontaktsportart Fussball ein hohes Ansteckungsrisiko mit sich bringt. Darauf hat nun wie andere Vereine auch der FC Aarau reagiert: Ab Montag 16. Dezember finden bis auf weiteres keine Mannschaftstrainings mehr statt. Das gilt für die komplette FCA-Familie: Junioren, Verein FC Aarau 1902, FCA Frauen sowie die FC Aarau AG, in welche die Profimannschaft der Herren eingegliedert ist.

Jeder Profi erhält Trainingsplan

Den FCA-Profis wurde der Entscheid am Montagnachmittag mitgeteilt. Sie erhalten für die Zwangsferien individuelle Trainingspläne. Jedoch wird sich die sportliche Tätigkeit der Berufsfussballer auf ein rudimentäres Minimum beschränken müssen: Hometrainer und Krafttraining in den eigenen vier Wänden, Jogging und Velofahren an der frischen Luft. Die Fitnesscenter, normalerweise die Anlaufstelle für Fussballer im Aufbau- und Einzeltraining, dürften demnächst landesweit geschlossen werden.

Mit der Stilllegung des Trainingsbetriebs ist der FCA den Behörden zuvorgekommen: Sie hätten in den kommenden Stunden oder Tagen sowieso die Anweisung erteilt, die Fussballplätze im Brügglifeld und im Schachen dichtzumachen.

Der "Lockdown im Brügglifeld" gilt auch für die Geschäftsstelle: Die Mitarbeiter arbeiten künftig per "Home Office", sofern sie angesichts des stillgelegten Fussball-Alltags noch etwas zu tun haben...