Mountainbike
So lief Matthias Stirnemanns letztes Heimrennen beim Swiss Bike Cup in Gränichen

25 Jahre nach seiner ersten Teilnahme fuhr Matthias Stirnemann das letzte Mal am Swiss Bike Cup in Gränichen. Der Lokalmatador beendet Ende Saison seine Karriere. So lief das Rennen an seinem Hausberg.

Nicolas Blust
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Matthias Stirnemann letzten Sommer an der Schweizer Meisterschaft in Gränichen.

Matthias Stirnemann letzten Sommer an der Schweizer Meisterschaft in Gränichen.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Es war das Bild des Wochenendes. Nach der Zieldurchfahrt wurde der Gränicher Lokalmatador Matthias Stirnemann mit einer Champagnerdusche gebührend empfangen. Für den 29-Jährigen war es die letzte Teilnahme am Swiss Bike Cup in Gränichen.

Ende Saison beendet der Aargauer seine Karriere. Vor dem letzten Start bei seinem Heimrennen wurde der Gränicher bereits gebührend geehrt und seine grössten Erfolge wurden vom Speaker noch einmal aufgezählt: Fünfter in der Weltrangliste 2016, ein fünfter Platz an der EM im gleichen Jahr sowie der sechste Platz an der WM sind seine grössten Erfolge. Dazu kommen viele weitere Auszeichnungen im Juniorenalter. Nachdem er bereits im Jahr 1996 als Fünfjähriger das erste Mal in Gränichen am Start war, folgte nun 25 Jahre später der letzte Start.

Starker Auftritt bei seinem letzten Start

Und Stirnemann zeigte noch einmal, was in ihm steckt. Angetrieben vom Publikum am Streckenrand, dass aufgrund des Zuschauerverbots lediglich aus Helfern, Fahrern und deren Angehörigen bestand, kämpfte sich Stirnemann über die sieben Runden des Eliterennens. Dass die Konkurrenz mehrheitlich jünger ist, war über weite Strecken nicht zu erkennen. Am Ende darf sich der Gränicher nach einer kämpferischen Fahrt über den 14. Schlussrang freuen. Vielmehr dürfte ihn aber gefreut haben, noch ein letztes Mal vor seinem Heimpublikum auf dem anspruchsvollen Parcours über Kies, Steine und Wurzeln seine fahrerischen Fähigkeiten gezeigt haben zu können.

Schweizer müssen sich knapp geschlagen geben

Um die vordersten Plätze konnte Stirnemann nicht mitkämpfen. Das deutete sich schon nach den ersten Runden an, als sich eine Fünfergruppe bereits mit einigen Sekunden Vorsprung absetzen konnte. Angeführt wurde das Quintett vom starken Vital Albin. Mit dem hohen Tempo konnte auch der Kölliker Joel Roth nicht ganz mithalten, der knapp dahinter auf dem sechsten Rang hinterherfuhr. Nach Rennhälfte setzte sich dann aber der Neuseeländer Anton Cooper entscheidend ab. Die Reaktion der beiden Schweizer Andri Frischknecht und Lars Forster reichte nicht mehr aus, um die Lücke noch einmal schliessen zu können. Vital Albin musste für seinen hohen Aufwand in der ersten Rennhälfte Tribut zahlen und fiel auf Platz fünf zurück.

Machtdemonstration von Evie Richards

Bei den Frauen zeigte die Schweizerin Linda Indergand lange eine starke Vorstellung. Vom Start weg gab sie das Tempo vor und nur wenige konnten ihr folgen. Als dann aber Evie Richards attackierte, konnte Indergand der Britin nicht mehr folgen. In der Folge baute Richards ihren Vorsprung Runde für Runde aus.

Am Ende feierte Evie Richards einen souveränen Sieg und überquerte die Ziellinie fast zwei Minuten vor der Zweitplatzierten Sina Frei. Die Schweizerin Frei überzeugte vor allem auf den letzten Runden, wo sie als Einzige noch einmal zulegen konnte und auf der zweitletzten Runde sogar noch an Indergand vorbeigehen konnte.