FC Aarau
Pavlicevic, Komornicki und Aleksandrov – FCA-Meisterhelden kümmern sich um den FC Olten

Hinten Abräumer Mirko Pavlicevic, im Mittelfeld Stratege Ryszard Komornicki und ganz vorne Stirnband-Knipser Petar Aleksandrov: Als der FC Aarau 1993 sensationell zum Meistertitel stürmt, bildet das kroatisch-polnisch-bulgarische Trio die erfolgsbringende Achse. Seither geniessen sie zusammen mit den anderen Spielern der Meistermannschaft Heldenstatus im Brügglifeld.

Sebastian Wendel und Raphael Wermelinger
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Ryszard Komornicki, Mirko Pavlicevic und Petar Aleksandrov
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Drei Runden nach dem Spiel in Bern gabs im Brügglifeld kein Halten mehr: Meisterfeier von 1993 mit Trainer Rolf Fringer und Kultfigur Petar Aleksandrov.
Richard Komornicki 1993
1. November 1997: GC-Stürmer Viorel Moldovan im Zweikampf gegen den damaligen Aarauer Captain Mirko Pavlicevic.

Ryszard Komornicki, Mirko Pavlicevic und Petar Aleksandrov

Bruno Kissling

Auch nach der Aktivkarriere sind sie für ihren FCA tätig: Aleksandrov als wohl am kürzesten amtierende Sportchef der Klubgeschichte (2007 drei Tage lang), Pavlicevic als Juniorentrainer und Komornicki von 2007 bis 2009 als Chefcoach der Profis: In beiden Saisons führt «Koko» den FCA auf Rang 5 der Super-League-Tabelle und ist statistisch der beste Trainer seit Meistermacher Rolf Fringer.

Pavlicevic, Komornicki und Aleksandrov haben ihr Herz ans Brügglifeld verloren. Nur allzu gerne wären sie noch heute für den FC Aarau tätig, aus unterschiedlichen Gründen ist dies jedoch nicht möglich. «Wenn nicht in Aarau, dann halt anderswo», dachten sie und gingen auf die Lockrufe aus dem vom Brügglifeld 13 Kilometer Luftlinie entfernten Stadion Kleinholz in Olten ein.

«Alle Spieler in den Ferien»

Dort hat vergangene Woche mit Roger Grimm ein neuer Präsident den FC übernommen, dazu sei gemäss der neuen Klubführung ein finanzkräftiger Investor eingestiegen. Mit prominenten Namen in den sportlichen Führungsrollen soll der Aufstieg von der 2. Liga interregional mindestens bis in die 1. Liga gelingen: Komornicki ist gemäss der Verbandshomepage Cheftrainer der ersten Mannschaft, Trainerausbildner und Verantwortlicher der Akademie; Aleksandrov ist Assistenzcoach, Sportchef und Juniorenobmann; Pavlicevic betreut als Trainer die zweite Mannschaft (2. Liga regional).

Zusammen bringen sie es auf über 600 Nationalliga-A-Einsätze. Nun sollen sie ihre Erfahrung im Amateurbereich ausspielen. Doch Komornicki warnt: «Wir sind keine Wunderheiler, sondern Fussball-Trainer.» Derzeit kämpft er mit den Tücken der Hobby-Strukturen – «Koko» sagt: «Ich kenne mein neues Team noch gar nicht. Alle sind in den Ferien. Verteidiger habe ich bis jetzt erst einen gesehen. Aber er findet auch lobende Worte: «Die Spieler, die da sind, trainieren sehr gut. Der Einsatz stimmt. Elf Spieler werden wir definitiv hinbekommen bis zum Saisonstart.»

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