Handball

Rückkehr in den «begeisterndsten Handball-Hexenkessel der Schweiz»: Heimauftakt für den HSC Suhr Aarau

Am Samstag bestreitet der HSC Suhr Aarau sein erstes Heimspiel der neuen Saison. Zu Gast ist der HC Kriens-Luzern (Anpfiff: 18.00 Uhr).

Dean Fuss
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Der HSC Suhr Aarau spielt in der Schachenhalle meist vor viel Publikum.Archiv/awa

Der HSC Suhr Aarau spielt in der Schachenhalle meist vor viel Publikum.Archiv/awa

foto-net / Alexander Wagner

Beim HSC Suhr Aarau wird sie einfach nur als der «begeisterndste Handball-Hexenkessel der Schweiz» bezeichnet. Die Rede ist von der Aarauer Schachenhalle, wie die Heimspielstätte des HSC offiziell heisst. Und genau dorthin kehrt die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann morgen Samstag zurück. 170 Tage nach dem letzten Heimauftritt steht in der dritten Runde der neuen Saison endlich wieder ein Heimspiel auf dem Programm – gegen den HC Kriens-Luzern (Anpfiff: 18.00 Uhr).

Die Vorfreude auf die Heimpremiere 2018/19 ist gross. Das ist bei allen Beteiligten zu spüren. Immer wieder wird der Heimauftakt in Gesprächen mit HSC-Exponenten schon in den Wochen und Tagen vor dem Saisonstart erwähnt. Und auch das Publikum darf sich freuen, hat die Mannschaft doch in den beiden ersten Saisonspielen mit der knappen Niederlage bei den Kadetten Schaffhausen (24:26) und dem deutlichen Sieg bei Fortitudo Gossau (33:23) gezeigt, zu was sie in dieser Spielzeit fähig ist – und dass sie den unbestritten hohen eigenen Ansprüchen durchaus gerecht zu werden vermag.

Seit dem Wiederaufstieg in die NLA im Frühling 2016 hat der HSC Suhr Aarau in 13 (2016/17) beziehungsweise 14 (2017/18) Heimspielen insgesamt jeweils hinter Wacker Thun am zweitmeisten Zuschauer in der höchsten Schweizer Liga verzeichnet. In der vorletzten Saison kamen im Schnitt 716 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Schachenhalle, in der vergangenen Spielzeit wurden sogar 924 Eintritte pro Heimspiel verbucht.

Das lange Warten

Eine unglaubliche Durststrecke in Sachen Heimspiele erlebt der HSC Suhr Aarau im Cup. Sage und schreibe 2417 Tage ist es her, seit der HSC in einem Cup-Spiel letztmals zu Hause antreten durfte. Die Chance, dass sich das ausgerechnet heute bei der Auslosung der Cup-Sechzehntelfinals (11 Uhr) ändert, ist klein. Denn sollte Suhr Aarau auf einen Unterklassigen treffen, hat dieser automatisch Heimrecht. Sollte dem HSC aber ein NLA-Konkurrent zugelost werden, würde auch das Heimrecht ausgelost. (dfs)

Dementsprechend gut war jeweils die Stimmung. «Unser Publikum ist einfach überragend. Das macht richtig Spass», sagt Routinier Martin Prachar (38) in derneuen hauseigenen Youtube-Video-Serie «HSC-Spielertaxi 2018/19» und fügt an: «Es ist wie ein siebter Spieler.» Co-Captain Tim Aufdenblatten sieht selbenorts einen klaren Heimvorteil für seine Mannschaft: «In der Schachenhalle ist das enorm. Auswärts haben wir gar keinen grossen Nachteil, weil es gar nicht viele Fans hat. Aber im Schachen machen es die vielen Fans dem Auswärtsteam nicht einfach. Sie bringen zusätzliche Emotionen von den Rängen in die Partie», sagt der 22-Jährige.

Ein ganz Junger dürfte morgen erstmals in seiner Karriere in den Genuss des «begeisterndsten Handball-Hexenkessels der Schweiz» kommen: der gerade einmal 17-jährige Rückraum-Spieler Daniel Parkomenko. Der gebürtige Ukrainer dürfte für Raphael Rohr, der sich einen Bänderriss im Fussgelenk zugezogen hat und vier bis sechs Wochen ausfällt, ins HSC-Kader aufrücken. Parkomenko hat beim HSC alle Nachwuchsstufen seit der Elite U15 durchlaufen und gilt deshalb als sogenannter Handball-Schweizer. Deshalb ist er für das Nicht-EU-Ausländerkontingent des HSC, das mitden beiden Serben Dragan Marjanac und Nikola Isailovic bereits ausgeschöpft ist, keine Belastung.

Verschiebung zweier Heimspiele

Die Partie gegen Pfadi Winterthur wird vom TV-Sender «My Sports» live übertragen und wird deshalb neu am Donnerstag, 11. Oktober, um 20.15 Uhr angepfiffen. Noch unklar ist, wann das Spiel gegen den BSV Bern Muri, das ursprünglich auf Sonntag, 7. Oktober, angesetzt gewesen war, ausgetragen wird. Die Partie muss neu terminiert werden, weil die Berner am Freitag, 5. Oktober,im EHF-Cup auswärts bei Spartak Moskau antreten müssen.

Erst einmal gilt nun aber der Fokus dem Heimspielauftakt von morgen. Und der HSC Suhr Aarau dürfte im «begeisterndsten Handball-Hexenkessel der Schweiz» aka der Aarauer Schachenhalle ausgeruhter in die Partie gehen. Ist es doch für Gegner Kriens-Luzern – der von Goran Perkovac, von 1996 bis 2001 als Aktiver beim TV Suhr unter Vertrag, gecoacht wird – bereits die dritte Partie innert gerade einmal sechs Tagen.