Faustball

Verletzungen, Fieber und ein Kopftreffer

Die Männer des STV Oberentfelden verlieren zu Hause gegen Wigoltingen das zweitletzte Qualifikationsspiel in der Nationalliga A. Damit liegt das Team von Trainer Christian Zbinden erstmals in dieser Saison nicht mehr auf einem Playoffplatz.

Fabio Baranzini
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Kevin Nützi spielte trotz Fieber mit dem STV Oberentfelden gegen Wigoltingen. Zum Sieg reichte es aber nicht.

Kevin Nützi spielte trotz Fieber mit dem STV Oberentfelden gegen Wigoltingen. Zum Sieg reichte es aber nicht.

Fabio Baranzini

Das zweitletzte Qualifikationsspiel gegen Wigoltingen war für die NLA-Männer des STV Oberentfelden von grosser Bedeutung im Kampf um einen Platz in den Playoffs. Doch bereits vor dem Start ins Heimspiel war klar: Es würde eine ganz schwierige Partie werden. Dies weil gleich drei Stammspieler entweder verletzt ausfielen oder angeschlagen antraten.

Dominik Gugerli konnte wegen eines eingeklemmten Nervs nicht mittun, Brian Häfliger kämpft mit einer entzündeten Knieschiebe und musste die Partie daher ebenfalls als Zuschauer verfolgen, und Kevin Nützi unterstützte seine Teamkollegen trotz Fieber. Als Ersatz waren NLB-Akteur Nicolas Schwander und Trainer Christian Zbinden vorgesehen.

Umso überraschender kam es, dass die Oberentfelder den besseren Start erwischten. Den ersten Satz mussten sie zwar trotz guter Leistung mit 14:15 den Gästen aus Wigoltingen überlassen, aber in den drei darauffolgenden Sätzen spielten sie stark auf. «Wir sind sehr souverän aufgetreten und haben auf allen Positionen eine starke Leistung gezeigt», lobt Christian Zbinden seine Mannschaft. Der Lohn: eine komfortable 3:1-Satzführung.

Wigoltingen dreht das Spiel

Doch es ging nicht in diesem Stil weiter. Den fünften Satz mussten die Suhrentaler mit 5:11 wieder dem Gegner überlassen und bekundeten im darauffolgenden Durchgang auch noch Pech. Hauptangreifer Kevin Hagen wurde bei einem Blockversuch vom Ball am Kopf getroffen und musste für den Rest des Satzes pausieren. Und so musste nach Nicolas Schwander auch Trainer Christian Zbinden aktiv ins Spielgeschehen eingreifen. «Wir konnten zwar den Rückstand nochmals verkürzen, aber den Satz brachten wir nicht mehr ins Trockene», bedauerte Zbinden.

Kevin Hagen wurde im sechsten Satz von einem Ball getroffen und musste kurzzeitig aussetzen.

Kevin Hagen wurde im sechsten Satz von einem Ball getroffen und musste kurzzeitig aussetzen.

Fabio Baranzini

Beim Stand von 3:3-Sätzen kehrte Hagen wieder aufs Spielfeld zurück, konnte jedoch nicht mehr die volle Leistung abrufen. Vor allem beim Aufschlag brachen die Oberentfelder ein. Und das wusste Wigoltingen resolut auszunutzen. Die Ostschweizer verwandelten den 1:3-Satzrückstand in einen 5:3-Sieg. «Wir haben kämpferisch eine einwandfreie Leistung gezeigt und hatten trotz den vielen Ausfällen die Chance, das Spiel zu gewinnen. Das ist an sich positiv, aber es ist natürlich trotzdem sehr ärgerlich, dass wir verloren haben, statt uns aus eigener Kraft für die Playoffs zu qualifizieren», bilanzierte Zbinden.

Die Hoffnung noch nicht aufgegeben

In der Tabelle liegt der STV Oberentfelden nach der dritten Niederlage in Serie erstmals in der laufenden Meisterschaft nicht mehr auf einem Playoffplatz. Und auch an der Personalfront ist kaum Besserung in Sicht für das letzte Heimspiel gegen Jona vom kommenden Sonntag (17 Uhr, Sporthalle Erlenweg, Oberentfelden). Nützi wird zwar voraussichtlich wieder gesund sein, Gugerli und Häfliger hingegen werden nicht mittun können und Ersatzspieler Schwander weilt in den Ferien. Die Hoffnung verliert Coach Christian Zbinden deswegen aber nicht: «Es wird sehr, sehr schwierig für uns, unter diesen Voraussetzung die Playoffs noch zu erreichen, aber wir werden es mit allen Mitteln versuchen.»