Hallenhockey, NLA

Wettingen-Trainer: «Alles andere als der Titel wäre ein Misserfolg»

Rotweiss Wettingen dominiert das Schweizer Hockey in den letzten 15 Jahren nach Belieben – auf dem Feld und in der Halle. Die Indoormeisterschaft beginnt am Sonntag in Basel.

Pascal Del Negro
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Frauentrainer Michael Kloter (Mitte) weiss, worum es geht.

Frauentrainer Michael Kloter (Mitte) weiss, worum es geht.

foto-net / Alexander Wagner

Im Feldhockey wurden in den letzten 15 JAhren sowohl die Männer als auch die Frauen von Rotweiss 13-mal Meister. In der Halle konnten sich die Männer 7 Meistertitel sichern, die Frauen sogar deren 14 – zuletzt acht in Serie.

Hinzu kommen zusammen noch ganze 17 Cup-Siege (sieben bei den Männern und zehn bei den Frauen). Und auch in der aktuellen Feldsaison stehen die beiden Mannschaften zur Winterpause standesgemäss auf dem ersten Tabellenrang.

Kein Selbstläufer

Somit ist die Marschrichtung auch für diese Hallensaison klar vorgegeben. «Der Verein erwartet das von uns den Meistertitel, und das ist auch unser eigener Anspruch», sagt Michael Kloter, Trainer des Frauenteams, selbstbewusst.

Ein Selbstläufer wird das allerdings nicht: «Die Gegner konnten in den letzten Jahren stets zulegen, aber klar wir sind der Favorit. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass es in den wichtigen Spielen oftmals eng wird. Dabei liegt das Problem allerdings im mentalen Bereich, nicht im spielerischen.»

Trotzdem: Sollten nicht der neunten Meistertitel in Serie her, wäre das eine herbe Enttäuschung.

Auch international Ambitionen

Ganz ähnlich sieht es bei den Männern aus. «Alles andere als der Titel wäre ein Misserfolg. Dazu wollen wir im Europacup den Halbfinal erreichen», meint Trainer Philip Keller und fährt fort, «einfach wird es aber nicht, es wird viele enge Spiele geben.»

Gleichzeitig weiss er aber schon worauf es ankommen wird: «Unsere Gegner werden sehr defensiv stehen, da werden Kleinigkeiten wie ein Standard oder eine Strafe entscheiden. Dabei gilt für uns, die Geduld zu bewahren.»

Die Umstellung vom Feld in die Halle fällt den Spielern nicht schwer. «Viele spielen gerne in der Halle, weil man da auch international eher bestehen kann», sagt Michael Kloter und erklärt weiter, «das Hallenhockey geniesst insgesamt weniger Popularität. Daher kann man international mit weniger Aufwand auch mehr erreichen als beim Feldhockey.»