Abgesetzter FCL-Captain Schürpf verspricht: «Ich bleibe ein Leader unseres Teams»

Pascal Schürpf ist nicht mehr Captain des FC Luzern. Am ersten Tag des Trainingslagers in Marbella erklärt er, wie er damit umgeht.

Daniel Wyrsch aus Marbella
Hören
Drucken
Teilen

Für die Mannschaft, die Trainer und den Staff des FC Luzern war am Freitag Reisetag. Der Flug von Zürich nach Malaga verlief bis auf kurze Turbulenzen ruhig. Nach einer 50-minütigen Busfahrt erreichte die Delegation das Gran Hotel Guadalpin Banus. Dort logierten die Luzerner bereits dreimal während Wintertrainingslagern. 2014 unter Carlos Bernegger, 2015 und 2016 unter Markus Babbel.

Nach einem einmaligen Aufenthalt in Estepona und zuletzt drei Camps in einem Golfhotel in den Bergen von Mijas haben sich die Verantwortlichen entschieden, wieder am Strand von Puerto Banus zu nächtigen. Die Spieler werden kaum etwas dagegen haben, vom Hotel aus das in der Sonne Südspaniens glänzende Mittelmeer zu sehen.

Am Samstag ging das Trainingslager des FCL in Marbella zu Ende. Der Klub (im Bild David Mistrafovic) macht sich auf den Weg zurück in die Schweiz.
74 Bilder
Sportchef Remo Meyer verlässt das Hotel nach dem Trainingslager des FCL.
Konditionstrainer Christian Schmidt und Darian Males im Gespräch.
Ashvin Balaruban unterwegs in Richtung Schweiz.
Das FCL-Team gibt am Check-In das Gepäck auf.
Lazar Cirkovic verlässt das Hotel.
Blessing Eleke und Sportphysiotherapeut Roger Sager.
Salah Aziz Binous und Team-Manager Dante Carecci.
Vize-Präsident Josef Bieri, Pascal Schürpf und Christian Schwegler am Flughafen Malaga.
Darian Males macht sich auf die Heimreise.
Luzerns Darian Males (links) gegen Ionut Larie von Gaz Metan Medias.
Luzerns Silvan Sidler (rechts) gegen Stephan Draghici von Gaz Metan Medias.
Luzerns Ibrahima Ndiaye (oben) ist schneller am Ball.
Voller Einsatz: Luzerns Ryder Matos.
Assistenztrainer Genesio Colatrella (links) und Trainer Fabio Celestini auf dem Weg zum Testspiel.
In einheitlichem Luzerner Blau gehen die Spieler marschieren die Spieler durch Marbellas Strassen.
Strahlender Sonnenschein auf dem Weg zum Training.
Torhüter Marius Müller wird gefordert.
Shkelqim Demhasaj und David Mistrafovic während einem der beiden an Tag 7 absolvierten Trainings.
Eric Tia Chef.
Torhüter David Zibung.
Blessing Eleke (hinten) und Lino Lang im Zweikampf.
Sportphysiotherapeut Marco Dobler läuft mit Lazar Cirkovic mit.
Dehnen an der Sonne – Blessing Eleke machts vor.
Assistenztrainer Genesio Colatrella hat seine Spieler im Blick.
Postkarte aus dem Trainingslager? Könnt passen. Vorne (v.l.): Shkelqim Demhasaj, Idriz Voca, Lorik Emini und Eric Tia Chef. Hinten (v.l.): Pascal Schuerpf, Lino Lang, Torhueter Simon Enzler, Marco Burch, Marvin Schulz, Ashvin Balaruban und Blessing Eleke.
Er ist der Torhüter-Trainer: Lorenzo Bucchi.
Lorik Emini zeigt sein Können beim Fussball-Tennis.
Shkelqim Demhasaj und Idriz Voca.
Er hat den Ball erwischt: Marco Burch (Mitte) beim Fussball-Tennis mit Lorik Emini (links) und Ibrahima Ndiaye.
Das gibt ein Kopfballduell zwischen Marco Burch und Eric Tia Chef.
Fokus auf den Ball: Eric Tia Chef (v.l.), Marco Burch und Ibrahima Ndiaye üben sich im Fussball-Tennis.
Lino Lang.
Silvan Sidler spielt beim Fussball-Tennis einen Kopfball.
Auch der Ex-Fussballprofi und Talentmanager Claudio Lustenberger spielt mit.
Fussball spielen am Ping-Pong Tisch? Ja, das geht, wie Idriz Voca, beobachtet von Shkelqim Demhasaj, Lazar Cirkovic (verdeckt), Stefan Knezevic, Ryder Matos und Marvin Schulz beweist.
Auch Materialwartin Petra Suter ist mit ins Traningslager gereist.
Die atemberaubende Trainings-Kulisse.
Blessing Eleke.
Silvan Sidler und Idriz Voca.
Es wird nicht nur auf dem Platz trainiert, sondern auch im Kraftraum.
Alter Bekannter: Ex-FCL-Spieler Michael Frey ist mit dem 1. FC Nürnberg im Trainingslager in Marbella.
Das Training ist beendet.
Torhüter Marius Müller.
Torhüter Marius Müller.
Lorik Emini und Marvin Schulz zeigen vollen Einsatz.
Assistenztrainer Genesio Colatrella (links) und Trainer Fabio Celestini tüfteln an der Taktik.
Tsiy William Ndenge spielt den Ball.
Hat den Überblick: Trainer Fabio Celestini (rechts) mit Konditionstrainer Christian Schmidt.
Shkelqim Demhasaj, Lorik Emini und Ashvin Balaruban beim Sonntagstraining.
Die Luzern-Goalies unter sich: David Zibung (links) und Marius Müller im Training.
Goalie Marius Müller verteilt die Bälle.
Darian Males und Ashvin Balaruban geben sich keine Blösse.
Darian Males und Shkelqim Demhasaj beim Zweikampf im Training.
Eric Tia Chef bekommt Anweisungen von Assistenztrainer Genesio Colatrella .
Stefan Knezevic (Mitte) gegen Ezekiel Henty von Puskas.
Luzerns Blessing Eleke (links) kann von Roland Szolnoki von Puskas nicht mehr gestoppt werden.
Luzerns Ibrahima Ndiaye (rechts) gegen Adam Gyurcso von Puskas.
Blessing Eleke setzt sich gegen zwei ungarische Spieler durch.
Torhüter Simon Enzler.
Trainer Fabio Celestini, Talentmanager Claudio Lustenberger und Assistenztrainer Genesio Colatrella.
Pascal Schürpf.
Otar Kakabadze, Marvin Schulz und Pascal Schürpf.
Kopfball Eric Tia Chef.
Trainer Fabio Celestini gibt Anweisungen.
Der FC Luzern beim Training auf dem Trainingsplatz La Dama de Noche.
Stefan Knezevic und Shkelqim Demhasaj kommen im Hotel an.
Ibrahima Ndiaye bei der Ankunft im Hotel.
Otar Kakabadse sitzt im Flugzeug neben Darian Males.
Lazar Cirkovic, Otar Kakabadse, Stefan Knezevic und Shkelqim Demhasaj freuen sich aufs Trainingslager.
Warten am Flughafen Zürich: Lazar Cirkovic, Shkelqim Demhasaj (hinten), Idriz Voca und Otar Kakabadze.
Anstehen am Flughafen in Zürich.
Ibrahima Ndiaye, Idriz Voca und Eric Tia Chef verladen ihr Gepäck.
Blessing Eleke verlässt die Swissporarena frühmorgens.

Am Samstag ging das Trainingslager des FCL in Marbella zu Ende. Der Klub (im Bild David Mistrafovic) macht sich auf den Weg zurück in die Schweiz.

Martin Meienberger
18. Januar 2020

Dortmund und Düsseldorf sind am selben Ort

Allerdings trainieren die Innerschweizer jetzt auf einer neuen und topmodernen Anlage. «Dama de Noche Footballpitches» heisst sie und ist vom Hotel aus in nur fünf Minuten mit dem Mannschaftscar zu erreichen. Die Bundesligisten Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf bereiten sich ebenfalls auf diesem saftig grünen Naturrasen auf die Rückrunde vor.

Weil beim FCL direkt vor dem Trainingscamp bekannt geworden ist, dass der neue Trainer Fabio Celestini einen Captainwechsel vollzogen hat, beschäftigt dieses Thema natürlich auch in Marbella. Wie unsere Zeitung in der gestrigen Aus­gabe berichtete, hat Christian Schwegler die Captainbinde von Pascal Schürpf übernommen. Der 30-jährige Basler sagte nach der ersten Trainingseinheit in Marbella: «Ich hatte ein langes Gespräch mit Celestini, bin froh, ist Christian Schwegler wieder fit und zurück im Team. Für mich war immer klar, dass ich in der Hierarchie hinter ihm und zuvor auch noch hinter dem ­damaligen Captain Christian Schneuwly gestanden bin.»

Der immer aufopferungsvoll kämpfende Schürpf verspricht: «Ich bleibe ein Leader unseres Teams.» Der torgefährliche linke Flügelspieler, der im letzten Ligamatch beide Tore zum 2:1-Sieg über Basel schoss, will ein Antreiber bleiben: «Ich versuche immer, die Mannschaft mitzureissen.» Sorgen macht Schürpf dagegen der Rippenknorpel, den er sich beim erwähnten Heimtriumph gegen Basel gebrochen hat. «Das ist eine heikle Geschichte.» Aber er arbeite bei den optimalen Bedingungen in Marbella täglich daran, dass er bald wieder einsatzbereit sei.

Schwegler hat Bedenken wegen seines Knies

Schwegler war selbst überrascht, dass Celestini ihn nach überstandener Verletzung zum Captain ernannte. Er sei sich seiner Verantwortung als erfahrener Spieler bewusst. «Und falls sich Pascal wohler fühlt, wenn er sich wieder voll auf den Fussball konzentrieren kann, ist allen gedient.» Dem 35-jährigen Verteidiger bereitet der Körper Sorgen: «Nach zwei Innenbandverletzungen am selben Knie bestehen Zweifel, ob es hält.»