Unihockey
Ad Astra findet doch noch zum Siegen

Im Heimspiel gegen Chur holt sich Ad Astra Sarnen spät in der Saison erstmals das Punktemaximum: 8:3-Erfolg.

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Der Schwede Robin Markström verlässt Sarnen am Saisonende.

Der Schwede Robin Markström verlässt Sarnen am Saisonende.

Bild: Pius Amrein

(JH) Ungewohnt erfreuliche Szenen in der Sarner Dreifachhalle nach der Schlusssirene: Die Spieler von Ad Astra liegen sich in den Armen und feiern einen deutlichen 8:3-Sieg. Und das völlig verdient. Die Churer liessen über die ganze Spieldauer hinweg nie den Anschein erwecken, dass es sich für sie um eine wichtige Partie handelte im Kampf um einen der zwei letzten Playoff-Plätze. Die Sarner hingegen waren präsent und legten eine Spielfreude an den Tag, an welcher sich das Heimpublikum, wenn es denn in der Halle gewesen wäre, definitiv erfreut hätte. Immerhin: Ein paar wenige hartgesottene Fans verfolgten das Spiel durch die Scheiben der Sarner Dreifachhalle und erlebten so den höchsten Ad-Astra-Sieg in der NLA live mit.

Die Weichen zum Sieg legte das Heimteam bereits im Startdrittel. Mit einer komfortablen 3:0-Führung gingen die Sarner nach 20 Minuten in die Garderobe. «Mit diesem Zwischenstand waren wir sicher gut bedient. Wir nutzten unsere Chancen vorne für einmal ziemlich kaltblütig aus», analysierte Torhüter Mario Britschgi. Auf den 3:1-Anschlusstreffer der Gäste in Überzahl (28.) hatten die Sarner die unmittelbare Antwort bereit: Cornel von Wyl traf in seiner typischen Manier kurz vor Spielmitte zum 4:1. Und es kam noch besser: In der 31. Minute nutzte Ad Astra auch das zweite Powerplay an diesem Abend aus, Tuukka Haudanlampi drückte einen Pass von Jan Danis über die Linie. Reich im Tor der Churer hatte genug und liess sich auswechseln, Ersatzmann Hutter musste jedoch bereits nach dem ersten Abschluss auf sein Tor den Ball aus dem Netz fischen: Luca Rizzi traf für Ad Astra platziert zur komfortablen 6:1-Führung. «In dieser Phase lief es uns wie am Schnürchen. Etwas, das wir lange nicht mehr feststellen durften», freute sich Mario Britschgi.

Torhüter Britschgi mit starken Reflexen

Neben der Treffsicherheit der Stürmer konnte Ad Astra an diesem Abend auch auf die Reflexe von Britschgi zählen. Wenn die Churer einmal in guten Abschlusspositionen waren, vereitelte der Schlussmann der Obwaldner die Chancen der Gäste mehrmals stark. «Dieser Sieg ist das Resultat einer geschlossenen Teamleistung. Wir hatten heute über die gesamte Spieldauer hinweg keine schwache Phase», so Britschgi. Seine eigene Leistung krönte Britschgi gar mit einem Assist: Einen weiten Auswurf verwertete Robin Markström mit einem präzisen Hocheckschuss zum zwischenzeitlichen 7:2.

Auf die Tore des schussgewaltigen Schweden wird Ad Astra in der nächsten Saison nicht mehr zählen können. Nach fünf Saisons und 121 Treffern in der Meisterschaft bricht Markström mit seiner Freundin und der kürzlich geborenen Tochter die Zelte in Sarnen ab und kehrt in die Heimat zurück. Ein herber Verlust für Ad Astra, den es zu ersetzen gilt. Immerhin noch in zwei Spielen kann Ad Astra auf Markström zählen: Gegen Uster und Langnau geht es für die Sarner sportlich zwar um nichts mehr. An der Motivation sollte es bei den Obwaldnern trotzdem nicht scheitern. Britschgi: «Wir können in diesen Spielen den spannenden Kampf um die letzten zwei Playoff-Plätze massgebend beeinflussen und noch dem einen oder anderen Team die Suppe versalzen. Das ist Motivation genug.»